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dri dro
Drin oder Drino- lat. vrinus, ein fluß in Ungar», wel-cher Servien und Bosnien von einander scheidet, und sich un-terhalb Drtnowar in die Sau ergießt. Er hat seinen Ursprungvon dem berge Scardus, Weilchen die neuern scrrbenten unter-schiedlich, als Schierdo, Marinat und Gliubotin Plannanermen.
Drino, lat. vrüo, ist der yahme zweyer flüsse in Albanien,deren Strabo, Plinius und Ptolemäus gedencken. Der erste-re , so die weisst Drino oder vrsno bisnoo genennet wird, hatstinen Ursprung von dem berge Scardus, fließet aber von einerandern feite als der ffuß Drm , dessen vorher gedacht worden.Der andere, welchen man die schwache Drino oder Drino Eonennet, gehet aus einem Pfuhl hervor, so die Alten üyckin-äem, die neuern aber auf verschiedene art zu heißen pflegen.Diese zwey flüsse vereinigen sich, und nachdem sie einige ande-re in sich genommen, scheiden sie sich wiederum von einan-der, und mächen eine insul, darauf sie sich in 2. flüssen in dasAdriatische meer ergießen, und zwar nahe bey Aleßio, woselbstder Golfo von Drrno, von den Alten Linus Drinolws genannt,äe IlsMo DgimstiLO.
Dripetina, eine tochter Mithridatis N. und der Laodice,hatte eine doppelte reihe zahne, welches die stärcke ihres leibesund Verstandes soll angezeiget haben. Sie folgte ihrem vatter,nachdem er von Pompes» geschlagen worden, als sie aber in ei-ne kranckheit gefallen, wurden sie genöthiget, auf einem schlössezu bleiben, da, als sie von Manlio Prisco belagert wurde, siesich, aus furcht in seine Hände zu fallen, durch einen sclaven um-bringen ließ, welcher sich auch selbst nach dieser that, worzu erwar gezwungen worden, tödtete. üb. I.
c. 8. Ti/arce//. üb. XVI.
Drivasto, lat. Irisllum oder DrivEuin, eine stadt in Al-banien an dem see Scutari oder Penta, den Türcken zugehörig.Sie war der sitz eines Bißthums, welches unter dem zu Anti-vari stund.
Driverus, oder Triverius, (Jeremias) Professor öleäi-cinL auf der Universität zu Löven, war von Brätele, einemdorfe in Flandern, nahe bey Grand-mont gebürtig. Man hatvon ihm Lommenturios über den Hippocratem , Galenum undCelsum ; Dileeptationem äe lecurüümo ViÄu; Dilputstionemcum Lriüotele Ksleno äe soüäarum xurtium <Lc. Er starban. i;; 4. im 5 2. jähre seines alters. in viris öleä.
^7rr»rr«, in eloZ. Lel§. bibl. üelg. Lc.
Drius, der vierte König der alten Gallier, welcher, wieman sagt, von Samosate hergestammt, der für einen söhn desIaphets gehalten wird. Einige smkores glauben , daß er dieDruiden eingesetzt. Lerost«, üb. V. lnämoir. äe Kau-
le, üv. II. c. 5. Weil aber dieser Berofus falsch, und vonAnnio Viterbienli errichtet, auch Dupleix dieses elende getichtblindlings abgeschrieben, als ist auf beyde wenig zu bauen, undwird wol Drius ein lediges Lns rarionis seyn. *
Drnowski von Drnowitz, eine alte Freyherrliche familiein Mähren. Bedrich Drnowski von Drnowitz hat um dasjahr i;oo. gelebet, und ist ein vatter gewesen Bohuslai vonDrnowski in Rase;; dessen söhn Bernhard, Herr in Rajez undKaunitz, obrister Hof-Dire<ckor in Mähren, hat Bohuslaum,ersten Freyherr» von Drnowitz^ hinterlassen, der seinen stammsortgepflantzet hat» Lsre/. ssemmsr. ?. III. x. 407. Seifertsahnen-tafel der Freyherren von Regal.
* Drömling, oder Drömeling, Drömmeling, Drom-meling, Trömling, Trimminq, ist eine waldige und mo-rastige gegend, welche die grentzen von Braunfchweig, der altenMarck und Brandenburg berühret. Sie fangt sich vhnwettOstfeld und Gifhorn an, und geht bis Calvörden. Der meistetheil gehört zum Hertzogthum Braunfchweig. Aus den da-selbst häufig stehenden bäumen, als bircken, buchen rc. rc. sindehemals so viele gefässe in eine Haushaltung gemacht worden,daß sie weit und breit verführet worden. not. aä
rmnLl. Korbes. II. in Icript. rer. Kerm. tom. I. xag. 689.Schneiders besthreibung des alten Sachsenlandes, psZ. i6r.Als unter Kayser Ottvne I. die Hunnen in Sachsen einfielen,führte ein sclave durch list einen theil ihrer armee in diese ge-gend , wo sie von den Sachsen erschlagen wurden,
, Korbes, snnal. II. Zpuä 1. L. 64;. Die einwoh-
ner sind grundlose verwegene bauren, welche in dem dreißig-jährigen kriege viele hundert soldaten nieder gehauen, ja sich garnicht gescheut haben, etliche regimenter in ihrem feldlager an-zugreiffen, wie sie denn an. 16,9. die Kayserlichen bey Stendelgeschlagen, und ihnen zwey feld-stück nebst anderm geschähe ab-genommen. An. 1642. ruinirten sie zwey gantze Schwedischeregimenter. Schneider, 1. c.
Drogheda,,oder Droghda, auch Trodaah genannt, einestadt in der Jrrlandlschen Grafschafft Louth , am flüsse Boine,22. meilen nordwärts von Dublm gelegen. Sie hat einen vor-treflichen und überaus sichern Hafen, und war zu Cambdeni Zei-ten wohl bewohnt. Olivier Cromwel eroberte sie an. 1649. mitstürmender Hand, machte die gantze garnison, so in;. bis 4000.mann bestund, nieder, nebst dem Gouverneur Arthur Asthon,und allen einwohnern, so, daß er weder mann , weib noch kindverschonte, damit er allen übrigen örtern des landes ein schreckeneinjagen mochte. Dieser ort ergab sich an den Konig Wilhel-mum HI. nach der bey Boine gehaltenen schlacht innerhalb 2.tagen. Ko-v, in lull. Hibern.
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Drogieczin , eine kleine stadt, mit einer darzu gchörigenCasteüaney, m der Polnischen landschafft Podlachien, an demfluß Bug, auf einem etwas erhabenen gründe gelegen. Es be-findet sich ein Hof-Gerichte daselbst,worinnen die streit-sachen desPolnischen Adels entschieden werden.
Droge» , oder Drago , von Laon in Franckreich, wird alsein kluger, beredter, gelehrter und frommer Prälat unter denBenedictinern gerühmt. Erbrachte zuwege, daß die in seinergeburts-stadt in dem kloster von St. Jean befindliche Nonnen,wegen ihres ärgerlichen lebens, sich hinweg begeben, und ihrConvent den Mönchen seines ordens überlassen musten, wovorihn diese an. 1127. zu ihrem ersten Abt erwehlten. Jnnocen-tius II. beehrte ihn nachgehends mit dem Cardinals-purpnr,und gab ihm an. n;4. das Bißthum zu Ostia. Er starb an»ii; 8. und hinterließ unterschiedene geistliche tractate, welchetheils in der bibl. !'k. theils aber in manuscript vorhanden sind.
k/äyr».
* Drogobusck, lat. vrogobuleum. Siehe droben Dor-gobusk.
Drogon, oder Dreux, ein söhn Pipini Mgni HeriMUund Plectrudis, wurde um das jähr 698. Hertzog in Champa-gne. Er starb an. 709. und wurde in der Abtey des H. Urnol-phi von Metz begraben. Dieser Printz vermählte sich an Astru-dem , eine Wittwe Bertharii, und eine tochter Waratonis, so Mverschiedenen malen Königlicher Richter war. Er zeugte mitihr Arnolphum, welchen Carolus Martellus an. 72z. in dasgefängnis werffen ließ, allwv er kurtz darauf gestorben, und Hu-gonem, welcher um eben diest zeit in verhasst genommen wurde.Die chronick von Fontenelles berichtet, daß er diesem kloster vor-gestanden, auch Bischofs zu Paris, Bayeux und Rouen gewesen»und den 8. april an. 7;°. gestorben sey. cap.lor.
Lc 102. ärmales Ast. ssa/e/i Le.
Drogon, ein natürlicher söhn Caroli N. war Bischofs!»Metz. Er wurde Vicarius des Päpstlichen stuhls disseits derAlpen, befand sich bey verschiedenen Loncilüs, und wurde inwichtigen geschäfften feiner zeit gebraucht. Er starb in Bur-gund an. 8zz. Zeriesl. üb. VII. kalüs Lbrüü-W-
üb. II. p. 712. wm. III. Loneiüor. Ksüieor. ^
tom. II. scrixtor. bilior. Lranc. Lo.
Drogon , ein Niederländer, war ein Mönch in dem klosterSt. Vinox, hernach Pfarrer zu Chistel, und endlich an. io)".oder an. 6. Bischoss zu Derovane. Er befand sich auf deMLonciüo zu Rheims, welches der Papst Leo VIII. an. 1649. hal-ten ließ; verfertigte auch verschiedene geistliche Driften, als dasleben St. Godolenä, welches Surius wm. IV. anbringet; dasleben St. Olvadi, Königs von Norchumberland ; äe Mrscubr8. üevime, und viel andere. Er soll ums jähr 1078. gestorbeuseyn. üb. VII. LNNLl. klanär. üb. ÜXXXl^'
c. 1;. Kglli^ tom. XI. P. 4; 0. äe Hüt. hat-
Üb. II. 0. 4z . Lc.
Droistig, ein flecken mit einem Gräflichen schlösse, und chner Herrschasst, zwischen dem Stifte Zeitz und dem Amt AMsenfels, im Thüringischen kreis gelegen, gehöret den Grafen vsuHoym, und liegt unter Chur-Sächsischer Hoheit.
Droitwich, oder Durtwich, eine kleine stadt in der E»Eschen Grafschafft Worcester, 6. meilen von der Haupt-stadt du.ses nahmens, an dem fluß Salwarpe gelegen. Sie hat dasrecht, 2. Deputirte zu den Parlements-versammlungen abzusm'den. Es befinden sich daselbst ;. quellen, welche von dem avjunii bis den 2z. dec. gesaltzen, und durch einen kleinen bach, Ufen Wasser allezeit süße ist, unterschieden, die übrige zeit des Ms.aber gleichsam süße sind. Es wird aus denselben in dengedachten monaten überaus viel saltz gesotten. Leevn-e/z, äeM'äe I'üngl. x. 479.
Drome , lat. OrimÄ oder vruma, ein fluß in Franckrt'^in Dauphins, welcher bey dem eing-ange des thals Drome e"springt, und sich meilen unter Valence in die Rhone eraevsPap. Maffonius nennet ihn einen von den ungestümstenwelchen keine gemalt in seinen ufern behalten kan. In dermandie ist ein kleiner fluß, gleichfalls Drome genannt, weAsich zugleich mit dem fluß Aure ins meer ergeußt.
Üum. kz,oere>', bül. äe H-Mpbin.
* Dromichaetes, oder Dromgethes, ein König der ^
ten, kurtz nach den zeiten der regierung Alexandri Nugni, 0^^den König Lysimachum im kriege gefangen. Diesem zeE ^sowol seine eigene, als seines volcks armuth, zugleich mit der ^innerung, daß doch Lysimachus mit seinem glück zufrieden / ^als arme, bey denen nichts zu holen wäre, in friede lassen,vielmehr in freundschafft mit ihnen leben sollte. Lysimaw^selbst hielte er während seines daseyns sehr wohl, und nam ^zwischen ihnen beyden eine freundsthafft von neuem gestiM'den, ließ er Lysimachum im frieden von sich. Ä^al-o, Vss-kck/s-46;. 468. I. 9. in üemetrio p. 908- ck?'
kork. 8ueon. kill. III. I 14. Andere erzehlen dirk^mit etwas veränderten umständen, daß nemlich nichtselbst , sondern sein söhn Agathvcles von den Geten gcha>worden,der vatter indessen seinen söhn zu retten aus noth ssgemacht. 1. c.
Dromore, oder Drummore, lat. kromarm oder.u-ria. eine stadt in Jrrland, init einem Bißthum unter «ss»gehörig. Sie liegt in der Grafschafft Down, in Mwdem fluß Lagang. xeoZr. eccl. <Le. *