i^o dub duc
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ziehen muste. Nach der an. 1710. geendigten campagne führteer den gantzen Winter über das general-commando im Elsaßmit grosser klugheit und tapferkeit. An. 17-1. den i. jan. wur-de er zum Ritter des H. Geistes ernennet, und installiret. An.171;. den ro.sept. half er den Kayferl. General Vaubonne glück-lich aus seinen linien im Brißqau schlagen , worauf er den 21.dito mit ;oo<x>. mann vor die stadt und vestung Freyburg ruckte,die auch nach einer scharfen belagerung unter feinem com-mando in folgendem november erobert wurde. Nach geschlos-senem Badischen frieden ward er zum Lommsslario ernennet,die evacuation der Chur-Bayerischen landen und vestungen ge-gen die, am Rhein gelegenen, dem Kayser und Reiche zu re-stituirenden örter mit dem Kayferl. General von Arnan zu requ-liren, worauf er das Gouvernement von Befort empfienge.An. 1724. den 2. febr. wurde er zum Marschall von Franckreichernennet, und an. i?!«- erhielte er an die stelle des verstorbe-nen Marschalls ä'Huxelles das wichtige Gouvernement vonStraßburg, und dem gantzen Elsaß, nachdem er schon vielejähr vorher in abwesenheit des gedachten Marschalls das com-mando sowol in der stadt, als im gantzen lande geführet,auch an. 172?. die ehre gehabt, den Hertzog von Orleans inseinem pallaste zu beherbergen, als er sich in Straßburg einge-sunden, um sich im nahmen des Königs die tochter des KönigsStanislai durch den Cardinal von Nohan antrauen zu lassen.An. 17;;. half er alle anstalten vorkehren, um den feldzug widerden Kayser zu eröfnen, und die Unternehmung auf die vestungKehl auszuführen. An. l?;8. ward er nach absterben des Her-tzogs von Roquelaure der älteste unter den Marschallen, und zu-gleich in solcher qualität Präsident bey dem Marschalls - Ge-richte , ließ aber seine stelle in seiner abwesenheit durch denMarschall von Biron vertreten, und starb den i;. jan. an.17 zy. im 84. jähre seines alters. Er hat sich zweymal vermäh-let , und zwar erstlich an. 167?. mit Maria le Guales, Ro-landi Guales von Mezebran tochter und erbin, und zweytens imoct. 17;i. mit der wittwe des Barons von Andlau , gewesenenDireNoris der Nieder - Elsaßischen Ritkerschafft. Von seinenlindern erster ehe ist sonderlich ein söhn bekannt, Eleonor vonMaine, Marquis vu Bourg genannt, welcher im oct. an.1712. gestorben ist , nachdem er sich an. 1707. den ;o. mertz,mit Maria Joseph« von Rebss, des Marquis Claudii Hyacin-thi von Rebss und Arques tochter und erbin, vermählt, undmit ihr einen söhn gezeugt, der aber im aug. an. 17)1« wiedergestorben ist. ä« r«»,.
Dubravius, (Johannes) Bischoff zu Olmütz in Mähren,war von Pilsen in Böhmen gebürtig, und sein geschlecht hat-te vorher den nahmen Skala geführet, ehe es in den Ritter-stand erhoben worden. Er studirte anfangs in Italien , undwurde daselbst DoNor ^uri«. Als er zurücke in sein vatterlandgekommen, hielte er sich bey Stanislao Thurso, Bischoff vonOlmütz, auf, welcher ihn in wichtigen angelegenheiten ge-brauchte , ihm auch die trouppen, welche er an. 1529. der vonden Türcken belagerten stadt Wien zu hülffe schickte, anvertraue-te. Er leistete nachgehends dem Könige Ferdinands gute dienstein dem Sächsischen kriege, indem er die aufruhr in BöhmenMete, und nachdem er selbige glücklich beygelegt, vereinigteer die von seinem lande wiederum mit ihrem Könige, da-für er das Bißthum zu Olmütz bekam. Demselben stund erio. jähr vor, und wurde in verschiedenen Ambassaden ge-braucht, darinnen er seine geschicklichkeit und klugheit zur gnü-qe an den tag legte. Wenn er von seinen geistlichen und Staats-geschäfften einige zeit übrig hatte, wendete er selbige anflesungund Verfertigung einiger bücher, darunter sonderlich seine Hi-storie von Böhmen berühmt ist, welche er in buchern ab-gefasset, und darunter sonderlich das letztere von der regie-rung Uladislai an bis auf seine zeit mit grossem fleiß geschriebenist. Thomas Jordanus hat anmerckungen darüber verfertigt.Ferner hat man von ihm einen vortreflichen Lommentariumüber den 5. Psalm; ein buch äs kilcinis, welches HermannusConringius wieder auflegen lassen; und notas in Narri-mumLspeULm. Er starb den 6. fept. an. llull. lib.XII. A sääit. tom. I. x. 7;. , äs loript. üec.
XVI. La/t>r». epiwms rer. Vollem, lib. V. c. n. x. ;üz. c. 1;.x. ;y4- I'apr'os. in lpeo. Nlorav.
Dubski, eine Freyherrliche familie in Böhmen, welchevor alters aus Ungarn mag dahin gekommen seyn. GeorgeStaro Dubski ist an. iziy. wegen seiner im kriege erwiese-nen tapferkeit, von dem Könige in Böhmen zum Ritter ge-schlagen worden. Henricus Dubski war unter denjenigenSchieds-Richtern, welche König Ladislaus in Böhmen, alser an. 1454. den ersten Reichs-tag zu Prag gehalten, erweh-ret , daß ste die streitigkeiten im Reich sollten helffen abthun.Ferdinand Leopold, Freyherr von Strebomislitz, ward an.1714. nach vielen streitigkeiten zum Groß-Prior in Böhmen vondem Papst ernennet, und jahrs darauf vom Kayser confirmiret,welche würde er bis an seinen tod, so an. 1721. erfolget, beses-sen. La/^r». ja proosmio tab. üemmat. xsg. LMa«re Sa-
Duc, oder äu Duc, (Fronton) ein Jesuit, so unter demnahmen Fronto Ducäus bekannt ist, war ein söhn eines Raths-herrn von Bourdeaux, und begab sich daselbst an. 1577. in denJesuiter-orden. Er war in sprachen, der Theologie und Criticwohl erfahren, und starb zu Paris den fept. an. r6r;. Er
hat die wercke St. Gregorii Xsrisnreni, St. Gregor« X5sse>ui, St. Bastln, St. Johannis Chryfostomi, Nicephori Ca»listi; die Lsnones Lxostolorum; Lillliotkecgm katrum 6rse>corum; Lntonium Issslissem, Lc. heraus gegeben. Er schriebauch wider den Herrn äu PIeßis Mornay. Baronius ge-dencket seiner mit rühm in dem IX. wmo seiner arm-äium-Casaubonus war, ungeachtet des unterscheids der religionen/sein guter freund, und nahm daher anlas, sein urtheil über diedamals ausgegangene apoloZiam für die Jesuitische Societät,unter der form eines briefs ihm zuzuschreiben, durch welche»aber den Herren kstrillus nicht viel gedienet war. Es steh»selbiges unter den briefen Casauboni, und ist datirt im just»an. 1611. lorlxtor. 800. Islu. äslcrt-
xtor. üsc. XVII. *
* Ducala , eine Africanische gegend, und zwar eine der pro-
vintzen des Königreiches Marocco ; gegen morgen hat sie dessluß Umacabea und die provintz Temesna zu ihren grentzen; dieTensifer, das Capo äi Cantino, und das land Hea gegen abend;das grosse welt-meer gegen Mitternacht, und die eigentlich so-genannte provintz Marocco, und den fluß Habit gegen mittag«Marmol meldet, daß die gröste länge dieses landes von westesgegen osten zc>. messen, und seine breite von mittag gegen Mit-ternacht 24. abwerffe. Die bekanntesten städte darinnen si>»Azamos, Elmedine, Mazagan, Tit, Coute, Maramer, Cer-nu, Agus, Thenez, Umez, Miadbir, Sudeit, Tamarrore-Terga, Benecafiz, Guilez-Terrer, Cela und Balaguan. Jsder nemlichen provintz sind auch die zwey vorgebürge, nein-lich das Capo Cantino, und das Capo Canauwerale, welche»den nördlichen eingang des nächst der stadt Safi seyenden Golf»machet. Die gebürgc dieser provintz heissen Benimeguer undJackel-Hadwa. Die einwohner derselben, deren anzahl seh'groß, sind jähzornig, bös und feige, und meistens störrigeköpfe, Oi<ssioimaire. Oe /a Oor«-, lliss. ä'stkrigue
tom. I. OiÄ. 6eogr.
* Ducas, eine ehemals vornehme Griechische familie zsConstantinopel, aus welcher zwey Kayser entsprossen, Cotz-stantinus Ducas, der nach Jsaac Comneno von an. 1019. b»an. 1067. das regimcnt geführet, und Michael Ducas, sein äl-tester söhn, den er mit der Endoria in seinem hohen alter erzeu-get, welcher von an. 1071. bis 1078. geherrschet. Michael»söhn, Constantinus, starb, ehe er noch zur regierung kam, ri>»gieng mit ihm dieser stamm des geschlechts aus. L« t»'
Mil. ö)-2gQt.
* Ducas, ein Griechischer geschicht-fchreiber aus dem
ls-culo, von der in dem vorigen artickul erwehnten Consta».tinopoliranischen familie entsprossen. Sein groß-vatter, Mich"»Ducas, ist ein gelehrter, und sonderlich in der Artzney - km>"sehr erfahrner mann gewesen. Von seinen eitern weiß M""nichts. Er selbst hat sich nach der an. 14;;. durch die TürWgeschehenen eroberung von Constantinopel auf die insul Lest"»begeben, und hat daselbst bey den Christlichen beherrscht"dieser insul, Dominico und Nicolao Gateluzi, bcstallung gehEist auch von ihnen unterschiedliche mal in Gesandtschafft an 0»Türcken geschickt worden. Als an. 1462. die ungläubigen au»die insul Lesbus erobert, hat er die Hissorism L^rantinam vt.genommen, und dieselbe bis auf bemeldtes jähr 1462. n":gutem urtheil und sorgfalt ausgearbeitet. Diese HistorieJsmael Bullialdus mit seinen anmerckungen an. 1649. in 1»'im LvUvre drucken lassen. , lcrixt. rer. Lorant. I-
F'at'rrcr«/, billl. 6r. V. ;. §. 19. x. ;66.
Duccio, ein berühmter mahler, von Siena gebürtig, der u"'die mitte des XIV.Lculi in Italien gelebet, und sich berühmt g»macht hat, wegen ersindung der sonderbaren kunst, Historienzubilden von weiß und schwartz, durch einlegung grosser mitausgefüllter steinen. Lcaä. kiclor. k.II. Iib.II.
Ducey , ist der nähme zweyer flecken in der Normandie, ^von einer in dem Bißthum Avranches an dem flusse Ardr^Ider andere in dem Bißthum Bayeux zwischen Caen und St« ^lieget. ^
*D»chat, (Jacobus ls) ein gelehrter Franzos, tvak >Metz, allwo fein vatter gleiches nahmens Kömglicher Rath A.Kriegs-Lommsslariu8 gewesen, den 2z. febr. an. 1658. geboh»'^Nachdem er die Humaniora zu Hause begriffen , und sodass^Straßburg auch in den Rechten eine sattsame erkänntnis ett" Lget, gab er in seiner vatter-stadt von an. 1677. bis zu widet^fung des edicts von Nantes einen Advocaten ab, und wenseine neben-stunden auflesung derjenigen scribenten, welckss.VFranzösische Historie bis auf die zeiten Henrici IV. beschrttneWeil man aber dieselben nicht völlig verstehen kan, wennnicht viele veraltete redens-arten und andere sonst wenigte umstände weiß, suchte er sich hierinnen veste zu setzen, " ^brachte es sonderlich zu Paris, woselbst er stch wegen en^,wichtigen Processes, den er auch gewonnen, eine lange zen"^gehalten, in diesem stücke so weit, baß er deswegen unter §Gelehrten eine ansehnliche stelle bekam. Nach diesemwieder nach Metz, und gieng hiernächst an. 1700. nachallwo er an. 1701. zum Lilsssore, und in dem folgendenzum Rath bey dem Französischen Justitz-Lollegio bestellet, «jf,an. 1719- zu einem Mitglied der Königlichen Societät dersenschafften ernennet wurde. Er starb unverheurathet denjnl. an. 5. in dem 78. jähre seines alters. Er hanu d^y