172 dud
dud
sich den tod aus astrologischen lehr - sätzen vorher verkündi-get. Er hat, ausser den obe-wehnten, verschiedene andereschriften hinterlassen, unter welchen die vornehmsten sind:
Loinmentsrio!u8 äs Lnmsmrum 8igriiÜL-iric>ne L Oissertstio-nes novre äs Lomrtis; Orstione8 äuse in Lnnciiio Iriäenr.KsbikW; zu welchen Quirinus Reuterus in seiner Lollscüo-ns Duäitigns noch die dritte gefüget; XotX äupliLS8 in ksu-Ki 8c>sini Dlipucationem äs Lsptiffno ilgUX. Von seinen epi-fteln ist sonderlich diejenige merkwürdig, welche er an Theodo-rum Bezam geschrieben, darinnen er die frage abgehandelt:ob der nähme der kirche allein der Reformirten zukomme; fer-ner diejenige, so er an einen Polnischen Edelmann, IohannemLasizium,abgefertiget,darinnen er von der heiligen Dreyeinigkeithandelt, und welche von Maresio widerlegt worden, rc.äa». in LNNLl. , in epitome kikliatk. keiner,
kill. Loneil. Iriäenr. Vk/E. kill. üb. IX. XXXII. KVI. K<?«-, in ipliu8 vim , gUX prKÜxs ell iplius operiku». Sera, inepillol. äe orig. krerell lib. IV. e. iL. /.«Lre-rrr«»- ,
kill. Xekorrn. llol. üb. III. o. y. kikliotk. ilntitrin. p. 62.
isqq. Obiervst. Ilräeni'. tnm. V. okierv. XI. p. ^46. leg.
* Dudley, ein schloß in Staffordshire an der grentze vonWorcestershire, hat seinen nahmen von Dudone oder Do-done, einem Sachsen, welcher es an. 700. erbauet hat. ZuKönigs Wilhelmi I. zeiten kam dieser ort an Ausculphi söhn,Wilhelmum, nach diesen! an die Paganals, von welchen Ger-vasius Paganale eine Priorey hier gestiftet; von diesen durchheurath an die familie von Somery , und zuletzt an den Rit-ter Richard Sutton, als welcher eine von dem geschlechte So-mery gehenrathet hatte. Seine nachkommen haben sich Ba-rons von Dudley genennet, bis Ferdinandi Dudley des letzter»Herrn von Dudley tochter und erbin an den Lord Ward vonBirmicham verheurathet worden. krir. x. 528.
Dudley, (Johannes) Graf von Warwick, hernach Hertzogvon Northumb^rland. Als er in Engelland mächtig wordenwar, widersetzte er sich dem vorhaben Eduardi Seymour, ,Hertzogs von Svmmerset, eines Vetters des Königs Eduardi VI.und Protectors des Königreichs, in währender Minderjährig-keit , und entschloß sich, ihn zu stürtzen. Als er ihn, mitgenehmhaltung des Königs , gefangen genommen, welchen ergantz in seinen Händen hatte, ließ er ihn den 2;. jan. an. 1552.enthaupten. Dieser glückliche fortgang gab ihm anlas zuviel grössern Unternehmungen, so, daß er anfieng eine factionzu formiren, und dadurch die crone seinem söhne Gllfordaufzusetzen, indem er Iohannam, eine tochter des Hertzogsvon Suffolk, aus Königlichem Hause, an ihn verheurathete.Wenige zeit nach dieser heurath, als der König Eduardus imjuliv an. iz;;. starb, bemühete sich Dudley, der Person derMariä sich zu bemächtigen, welche erbin von der crone war.Allein, diese rettrirte sich an einen sichern ort, da sie sichzur Königin in Engelland ausrnffen ließ. Unterdessen versi-cherten sich Dudley und der Hertzvg von Suffolk des Tourszu Londen , woselbst sie ins geheim von den vornehmsten desAdels einen eyd nahmen, sich vor die Iohannam von Suffolkzu erklären; welche sie 2. tage hernach durch ein edict proclami-ren liessen. Zu gleicher zeit brachte Dudley eine mächtige ar-mee zusammen, marschirte wider die Königin Maria, undhinterließ zu Londen den Hertzog von Suffolk, sich der stadtzu versichern. Allein, in seiner abwesenhett erkennte ihn derLord Maire und die Noblesse, welche zurück geblieben, füreinen beleidiger der Majestät, und nahmen den Hertzog vonSuffolk mit der Johanna, welche sie etliche tage vorhero zurKönigin ausgeruffen, gefangen. Dudley, als er sahe, daßes ihm unmöglich wäre, sein vorhaben auszuführen, übergabsich der Obrigkeit, in Hoffnung , gnade zu erlangen; allein erwurde gefangen nach Londen gefuhret, und den 22. oct. an.155;. enthauptet. Welche strafe auch kurtz darauf der Her-tzog von Suffolk, und die Johanna nebst ihrem gemahl Gil-,svrd, leiden musten. Klitoris, äs iskiün. Ü-Ngi.
, äs caiik. vir. illullr.
Dudley, (Robertus) Graf von Leicester, war ein en-ckel desjenigen Dudley, welchen Henricus VIII. gleich zu an-sang seiner regierung, wegen der unter Henrico VII. began-genen malverfationen , hatte durch des henckers Hand hinrich-ten lassen, und der fünfte söhn des berühmten Iohannis Dud-ley, Grafen von Warwick und Hertzogs von Northumber-land, dessen in vorhergehendem artickul gedacht worden, unddem die Kömgln Maria an. 15;;. gleichfalls hatte lassen denköpf abschlagen. Dessen linder, nur den gemahl der berühm-ten Johanna Grey ausgenommen , verschonte diese Königin,und rehabilitirte sie wider das urtheil, welches ihnen ihre wurdeentzogen hatte. Die Konigin Elisabeth fuhr nicht nur fort, diesefamilie gütig zu tractiren/jondern sie überschüttete auch gleichsamdiesen Robertum mit wohlthaten, und ließ eine solche gewogen-heit gegen ihn sehen, welche nur derjenigen etwas nachgab, die sieeinem Königlichen gemahl hatte erweisen können. Nun war er inder that ein überaus wohlgestalter Herr, von einem sehr artigenWesen, und in allen dingen, welche zu einem galanten Hofmännerfordert werden, insonderheit in dem tantzen, ungemein wohlerfahren. Mein dabey war er geld - begierig, arglistig, falsch,verdrießlich gegen höhere, stoltz unter seines gleichen, Hoch-muths gegen geringere, undanckbar gegen seine freunde, ge-fährlich denjenigen, welche er hassete, beydes den Wollüsten
und der Verschwendung, auch noch in seinem alter, im höch-sten grad ergeben, indifferent, was die religion anlangte/und weder zu einem Feldherrn noch zu einem Staats-Mini-ster recht geschickt. Wie ihm nun diese fehler, sowol als seinglück, sehr viel feinde zugezogen, also machte hingegen ebendieses sein gluck, nebst der Verstellung und der schmeichelcy,die er zu rechter zeit meisterlich anwenden konnte, daß erviel freunde und creaturen bekam. Sonderlich aber verur-sachten seine äußerliche qualitaten, nebst der treue, sorgfaltund dienst-geflissenheit,, so er blicken ließ, (worzu andere nocheinen gewissen übernatürlichen trieb des gestirns, und andregar zauberische mitte! setzen) daß die Königin Elisabeth ihr»vor allen andern wohl wollte, auch beständig also gegen thutgesinnet blieb, wiewol sie dennoch, wenn ihn eifersucht oderHochmuth bisweilen verleiteten, den schuldigen respect gegen siehindanzusetzen, mit grossem Nachdruck ihn zu demüthigen,und zu seiner Pflicht wieder anzuweisen wußte. Durch diestungemeine gnade seiner Königin , gelangte er nach und nachzu der würde eines Barons von Denbigh, eines Grafen vonLeicester, eines Groß - Stallmeisters , eines Ritters von der»Hosenbande, eines geheimen Raths, eines Oberst - Hofmei-sters , eines Cantzlers der Universität zu Oxford, eines Groß-Forstmeisters disseit und jenseit der Trent, eines General-Lieu-tenants der Englischen trouppen in Flandern, eines Gou-verneurs und General-Capitains der vereinigten Niederlande,und eines Generals der Englischen armer wider die Spanier«Ja an. i;6z. und 64. ließ ihn Elisabeth sehr nachdrücklichzu einem gemahl der Schottischen Konigin Maria recommen-diren, welches zwar nicht von statten gieng, dennoch aberviel mit beytrug, daß er anfieng, sich vor würdig zu schä-tzen , ein gemahl seiner eigenen Königin zu werden. Er gabdieses auf vielfältige art gar deutlich zu erkennen, insonder-heit aber durch den eifer, womit er des Ertz-Hertzogs Caro-li von Oesterreich, ingleichen des Hertzogs Francisci voUAlengon, anwerbungen um gedachte seine Königin zu hin-tertreiben suchte, worüber er unter andern mit Mylord Ral-clif, Grafen von Sussex, zerfiel. Ungeachtet der obangesüh?ten absichle», so man seinetwegen auf die Schottische Köu>-gin gehabt hatte, war er nachgehends dem Hertzoge vo»Norfolk behülflich, da er mir derselben sich zu vermählen suchte,half aber zuletzt diesen Hertzog verrathen, und fiel nicht umdenjenigen bey, welche der Königin Maria das leben ab-sprachen , sondern gab auch den rath, daß man sie mit Eaus dem wege räumen sollte. Den ersten dec. i;8;. kam ckals General von den hülfs-trouppen seiner Königin in de»Niederlanden an. Gleichwie seine suite und seine Hof -fast Königlich war, also ward er auch von den Holländernmit gantz ausserordentlichen ehren - bezeugungen empfangen'und im jan. des folgenden jahrs mit einer fast souverainenautorität, als Statthalter der vereinigten Niederlande in demHaag installirt. Die Königin Elisabeth war wegen der Ewalt, deren er sich daselbst angemasset, weder mit ihm nommit den General - Staaten zufrieden, ließ aber endlich da»'was dißfalls geschehen war, sich gefallen. Doch dieser EGouverneur exercirte mit solchem übermuth, mit so grEVerschwendung, und mit so schlechtem glück, die ihm »Ehene charge, daß diejenige, so ihm solche gegeben, gar bamdeswegen eine reue ankam. Indessen da er unter dem ver-wände seiner eignen angelegenheiten wieder zurück nach Es-gelland gegangen war, und indessen die Spanier Sluys 0^lagert hatten, riefen ihn die General - Staaten (mehr um iAner Königin, als um sein selbst willen) wieder zu sich; da Adenn auch im jul. an. 1587. mit einem starcken succurs.Uihnen ankam. Allein nachdem er sich vergebens beM»v^hatte, Sluys zu entsetzen, und den ort Hooqstraet in Be-baut den feinden abzunehmen, hingegen ferne ehemalige Econduite nicht nur fortsetzte, sondern auch dadurch vs°,mehrte, daß er mit beyhülffe einiger, die er auf seinegebracht, (worunter die von Utrecht die vornehmsten ware^nach einer gantz absoluten herrfchafft strebte, auch zuende der stadt^ Leiden sich zu bemächtigen suchte; brachff'ILdie General-Staaten dahin, daß ihm die Königin EM^befahl, sein Gouvernement zu resigniren, und zurückEngelland zu kommen. Wiewol sie nun seine auffülst"jenseit des meers keineswegs billigte, so ernennte sie ihnnoch an. iz88. zum General derjenigen armee, weichtSpaniern, so damals mit der sogenannten unüberwindim- §flotte ausgelauffen waren, widerstehen sollte. Er starb aber ^4. sept. eben desselbigen iahrs, da er sich auf dem wege nawnem Iand-guthe,Killingworth, befand. Einige sagen,er habe > yzu tode bekümmert, weil auf einrathen Mylord Burleighv "a,Mylord Hattons die Königin sich gewegert, ihn zum GE„,Lieutenant ihrer armem in Engelrand und Irrland zuda sie doch vorher ihm solches schon versprochen gehabt. Hhaben vorgegeben, daß er ungefehr einen vergifteten trauatruncken, womit er jemand anders habe wollen heimlichten. Camdenus fagt, er sey natürlicher weife gestorben, uno, ^der Konigin sehr betrauret worden. Dessen ungeachtetwegen der schulden, womit er ihrer Lämmer verhafftet 'nach seinem tobe seine verlassenschafft mit arrest belegen, 'v'Aaaber zum besten seiner andern gläubiger (deren er nichthinterließ) bald wieder aufheben. Er hatte einen söhn, »abRobertum, mit Mylord Elsinghams tochter gezeugt, er erc> ^