Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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an. 127;. die helfte von den stadt-gerichten dem Könige; nach-gehends wurde Vun-Ie-Loy durch den König Carolum vll. an.I4;o. und Ludovicum XI. an. 146;. mit der Crone vereiniget.Es muß diese stadt mit Vun-Ie-Loy in Burgund nahe bey Beau»jolois nicht verwechselt werden.

* Dunluce , ein Jrrländisches schloß in Ultonia, an dernord-seite der Grafschafft Antrim, und dem einstufst der Buschin die see. Dieses schloß ist sehr vest von natur, da es anf einemKeilen felsen gelegen, und wird von dem fuß-vesten lande durcheinen graben abgesondert. viöt. 6eo§r.

Dunmow , eine kleine und gar angenehme stadt in der En-glischen provintz Esser, an dem abhängigen theil eines Hügels,vey dem fluß Chelmer, gelegen. Leerte//, äclic. äe 1'änZI.

x. 7?-

Dunois, ein klein land und Hertzogthum in Franckrcich inBeauce. Die Haupt-stadt ist Chateau-Dun , welche unter dieBailliage von Chartres, hernach unter die von Orleans ge-höret. Dunois hatte im IX. lXculo einige Vicomtes , nachge-hends aber kam sie an das Haus Chatillon und Blois. Guidovon Chatillon, ein söhn Ludovici, Grafen von Blois , ver-kaufte es an. r;yi. unter dem titul einer Grafschafft an Ludo-vicum , Hertzog von Orleans, einen bruder des Königs Caro-li VI. An. 14;-. gab sie Carolus Hertzog von Orleans seinembruder < dem berühmten Johanni Bastard von Orleans. An.

wurde diese Grafschafft zu einem Hertzogthum und Painedurch Louisen von Savoyen, eme mutier des Königs Francisci I.und damaligen Regentin von Franckrcich, vor Ludovicum Her-tzog von Longucville, und seine männliche erben aufgerichtet.

Dunotyr , oder Dunotter , ist ein vestes castell an der kü«ste der Schottländischen provintz Mernis. Es stehet auf einemhohen und rauhen felsen, welcher aufdrey feiten von dem meerumgeben wird. Diese natürliche fortification ist durch sehr star-cke mauren und einige thurne vermehrt worden. Jnnwendigist eine weite cisterne; auch siehet man daselbst eine absonder-lich merckwürdige Römische inscription, und in der St. Pa-die's kirche zeigt man das begräbnis des heiligen Palladius.Seit langen zeiten ist dieser ort die residentz der alten und an-sehnlichen familie derer von Keith, welche SherifS dieser pro-vink und Erb-Marschalle von Schottland sind. Lri-

äelic. äs l'Lcolle x. 1218.

Duns, (Johannes) 8cows zugenannt, lebte zu ende desXIII. und ansang des XIV. lssculi, und war wegen seines herr-lichen Verstandes und tiefsinnigen ingenii in grossem ruf, dahe-ro er auch insgemein voätor kubrili« genannt worden. Dieft:riptore8, fo noch vor dem XVI. üeculo gelebet, wie auch ei-nige von seinen eigenen coäicibns, die bald nach seinem todeheraus gekommen, machen ihn zu einem Engelländer, undsagen, daß er zu Dunston, einem dorfe in die VicecesvonEmildon gehörig, nahe bey Alnewick in Northnmberland, ge-bohren. Andere wollen ihn zu einem Schottländer machen, undgeben vor, er sey zu Duns, einem dorfe in der GrafschafftMers, gebohren. Wieder andere, darunter Waddingus,suchen zu behaupten, daß seine geburts-stadt Down in Jrrlandftp. Dem sey nun, wie ihm wolle, so wurde er von den Mino-riten von Newcastle, unter welche er sich begeben, nach Oxfordgeschickt, allwo er, nachdem er im LolleZio Nerwnenli einigejähre studiret, desselben Mitglied worden. Da er dann in derIbeologis 8cKoIsüicÄ so weit gekommen, daß er es allen, so,u seiner zeit lebten, zuvor thun konnte. In den geistlichenund weltlichen Rechten, desgleichen in der Logic, Physic, Me-taphysic und Mathematik war er nicht weniger geubet. Nach-dem um das jähr rzoi. sein ehemahliger lehrer, GuilielmuSVarro, auf die Universität nach Paris berufst» worden, kamer an dessen stelle, und vertrat selbige mit solchem rühm, daßüber zoooo. studenten um feinet willen nach Oxford sollen gezo-gen seyn. Doch nach ;. jähren wurde ihm von feinem orden einberuf zugeschickt, nach Paris zu gehen, da er anfangs L-rc-esl-mreus und dann voclor worden. Darauf hat man ihman. auf dem Convente zu Toulouse die aufsieht über dietheologische Facultät anvertrauet. Zu welcher zeit er auch dielehre von der unbefleckten empfängnis der Jungfrau Mariäauf die bahn gebracht, und in einer solennen disputation mit200. argumenten zu behaupten gesucht. Er brachte es da-hin , daß gleich darauf das fest von der unbefleckten empfäng-nis Mariä angeordnet, und niemand zu den akademischenehren gelassen wurde, der nicht dieser meynung beypflichtete.Das folgende jähr, als er auf beseht des Generals von sei-nem orden Gondisalvi nach Cöln gieng, wurde er daselbstmit grossem pracht empfangen. Bald darauf, nemlich den 8.nov. I)v8. soll ihn ern so heftiger psroxilmus angegriffenhaben, daß man ihn für todt gehalten, weswegen seine zu-hörer ihn auch zu grabe bringen lassen. Nachdem er aberwieder zu sich selbst gekommen , soll er sich den köpf an demgrabstein zerstoßen haben, und daran im 4;. oder wie anderewollen, im ;4. jähre fernes alters gestorben seyn. Allein sei-ne Nachfolger haben mit ziemlichen gründen erwiesen , daßdieses eine fabel sey. In seinen schrrften gehet er von demThoma ab, dahero in folgenden zeiten zwischen den Thomistenund Scotisten, welche von ihm den nahmen fuhren, viel strei«tigkerten entstanden. Von selbigen sind bekannt: LrgmmAtica

8veculstivs; tzu-rkiones in I-ogicsm; Lommentsr. in VIII.lior. kk^üc. LMvtel.; (ju«ss. in Ubr. ejusclem ä» Lnima;

TraÄst. äs Herum krincipin; äs kiimo Lrincipio; Traökst.Tbeoremat. XXIII.; Lollstiones XXIII. kb^lico-'I'keoloßic«»Lollationes sÜX IV.; 6e Lognitione Oei; äs kormslitstibus;lVIeteorologicorum lib. IV. ; Lxxolit. in Uriltorel.»

Loncluüones, item (^uselliones Netspk^l'. ; Lommentsr. in!ik. IV. 8entent.; Heportstormn ksriliens. lib. IV. ; OuLU-guoälibetal. XXI. Diese wercke hat Lucas Waddingus inXII. wmis zusammen in Lyon heraus gegeben. Seine anderewercke, als: Lominenwris in Lenelin ; Lvangelia; Lpistolsekanli; 8ermon. clelempvre <L8-inÄis; äskerkeillione8tatu^rum liegen noch in IVI8L. tom. III. LNNLl. min. 0 !

in bibl. in mantiss. contra Lrovinm. 2"

L in catalog. bibl. I. in sxpar-

ll. L. r zog. FVrct-rrer. c 7 ar,e//«r.

^o»rr«r. in appenä. aä biü. litterar. c?«r-e. *

* -Duns, lat. vuniium , eine kleine stadt in Süd-Schvl^land, in der provintz Mercia, eilf stunden von Edenburg, unsdrey meilen von Dolgiegham, wovon Johannes Duns, ober8coru8, den nahmen hat.

Dunstable, eine marckt-stadt in -er äussersten südlichen ge--aend von Bedfordshire, nahe bey den grentzen von Bucking^hamshire, in Engelland, liegt auf einem Hügel auf einen»kalckichlen und dürren gründe, und wurde von Henrico I. an>die stätte gebauet, allwo vor zeiten Maginum oder Magiav«-num gestanden. Sie bestehet aus vier straffen, deren jeglicy»einen teich hat, lieget an der landstrasse nach Ehester, und nur»von vielen durchreisenden besucht, wie sie denn auch zu derenbequemlichkeit mit guten wirths - Häusern versehen ist. Es >>»daselbst eines von den schönen und prächtigen creutzen zu finden!welche König Eduard I. zum andencken der Königin Eleonowaufrichten ließ , an demjenigen orte, wo ihr cörper ruhe»te, zwischen Lincolnshire, da sie starb, und der WestnuEster-Abtey, allwo sie begraben wurde. <L »"

Lritan.

Aunftafag , lat. Lvoninm oder 8texhanoännnm , einestadt in Schottland in der Grafschafft Lorne, nahe bey der Nvsul Mula, mit einem guten Hasen.

Dunstanus , Ertz-Bifchoff zu Canterbury in EngellanAAIs er seine üuäia absolviret, nahm ihn seines vatters brube»Athelmus, Ertz-Bischoff zu Canterbury an den KöniglichenHof, und präsentirte ihn dem Könige Ethelstan, welcher an»92z. zu regieren angefangen. Dieser machte viel ästim von Nund behielt ihn bey sich. Allein einige mißgünstige machtendenselben bey ihm verhaßt. Daher Dunstan sich zu seinesvetter Elphego, Bischofs von Worcester, begab , der ihn EPriester machte, und veranlaßte, daß er ein Mönch zu GlaUwurde. Als der König Ethelstan gestorben, und Edmund st»"bruder an. 941. fuccedirte, ließ dieser Dunstanum ^wieder »!-sich kommen, und gebrauchte sich seines klugen raths im reg''mente. Weil aber dieser seinen mißgünstigen zu viel glaE»beymaß, entfernte er ihn vom Hofe; doch rüste er ihn t>^wieder dahin. Edredus, der bruder und Nachfolger EdniU"di, bezeugte nicht weniger zuneigung zu ihm, und vertrau'ihm ein groß theil der regiments-geschäffte. Als aber EduEder söhn Edmundi, aufden thron gekommen, und seinen assE'nachhienge, wollte er die gute Warnungen Dunstani nichtren. Derohalben sich dieser in sein kloster nach Glasco beEVon dar gieng er in Flandern, da ihn der Graf wohl auftE.und in der stadt behielt. Weil aber viel vornehme Herren in E«aelland die unordentliche regierung des Eduini nicht vertrag»'konnten, erwehlten sie seinen bruder Edgarum, und rE,also das Königreich in zwey theile getheilet. Dieser neueL-nig rufte Dunstanum wieder zurücke, und gab ihm das D'pthum zu Worcester. Als er aber in der kirche zu Canterbuconsecriret wurde, gab ihm der Ertz-Bischoff dieser ktEOtto, an statt des tituls von Worcester, den von Can»».bury, und ernannte ihn zu seinem Nachfolger. Hierauf E .zDunstanus in sein Bißthum, und als nach Eduini tode ugantze Reich unter Edgaro vereiniget worden, begehrteser, daß Dunstanus auch dem Bißthum zu Londen vorsiehsollte. Als nun das Ertz-Bißthum zu Canterbury durch Atod Ottonis erlediget wurde, wollte man solches DunstasiLMden, der es aber ausschlug. Daher Belphinus, Bflev K,von Winchester, und als dieser bald gestorben, Bixte»UlBischofs von Dorchester erwehlet wurde. Weil aber vAnicht mit genügsamem Nachdruck die kirchen-disciplin „haben konnte, kehrte er wieder in fein Bißthum, undde Dunstanus gezwungen, diß Ertz - Bißthum anzuneya'

Er gieng hierauf nach Rom , da ihm der Papst dasIwm gab, und ihn zum Legaten von gantz EngellandEr verhalf Eduards, dem söhn Edgari, an. 97;. rvEne widerspenstigen, daß er auf den thron kam, und,a>s ^ser an. 979. auf der jagd umgebracht worden, damitredus, sein unächter bruder, die Crone bekommenwidersetzte er sich diesem unrechtmäßigen besitzer mitWorten, sagte ihm auch vorher, daß weil er durch ve»s ^sung des bluts seines bruders auf den thron gestiegen / ^eine blutige regierung haben , und durch einen emfa» .-k>Barbarn fernes Reichs würde beraubet werden. Er M,sich hierauf in sein Ertz-Bißthum, woselbst er an. 988. ch,mit dem rühm, daß er seiner kirche mit sonderbarer ^