Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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daselbst begraben worden, den nahmen haben; der kleine siuß7?nee eraeußt sich unweit Lava! in den fluß Mayenne. D- /»"Etcrixt. üe krsnce tom. V. ^farrr-rr»e.n August«, eine Anhaltische Printzeßin, Christiani

»?'ourstens zu Anhalt-Bernburg tochter, war an. i6;6. den r;>Dlon im Holsteinischengebohren , brachte es nebst erler-«V der Französischen frache in der Lateinischen so weit, daßnicht allein wohl reden,sondern auch artig stilisirte briefen^en konnte, wie sie denn auch viel schöne schristen und verst,"Eelnischer und Teutscher spräche aufgesetzt. Nächst dieseml'^stch auf die Griechische und Hebräische spräche, und er-nste ^"kinn eine ziemliche Wissenschaft. Sie schrieb öftersUM predigten nach, und hatte ein so gutes gedächtnis, daßleiben oft von Wort zu Wort nachzusagen wußte. Im 21.r » . wurde sie an einer schwulst kranck, und starb daraufdenan. i6;y. Beckmanns hist. des Fürstenthums Anhalt,

Ernesti, (Hieron.) ein krokstloi LinM. Orisntslium zuA^Merg, gebürtig von Erfurt, wurde hernach Pfarrer undHK-Priester zu Bartenstein, und starb den 8. april an. 1647.^»n hat eine Hebräische Grammatic von ihm. ppVtte.

Ernesti (Ioh. Christoph.) war zu Keula im Schwartz-^iZUchen an. 1662. gedohren, studirte zu Wittenberg, wo er«.A Uachgehends an. 1710. l'KeologiL Ooctor worden , ward«MIlauen bey Arnstadt als ksüor berufen, von dar nachUA-und Klein - Brüchtern, starb endlich als InHeölor zu^ "uitadtan. 1722. denn. aug. nachdem er viele vitzutatio-v- ' als äs Llbliis kolyglottis ; äs Lnüguo excommuniosnäiDis?' Wittenberg 1687. äsLutekio ksmpkili, ib. l688> äs

sivÄvrum veteris LLsIeüse; äs skloluto Leprokstto-FUj^Ecreto, Wittenberg r688. äs lummo Lruäittonis Lsftißio,;wuderg 1718. äs LruäitorumLunüstione IN componenäis

«n 1717. Lc. geschrieben. Unschuldige Nachrichten

* ^ 722 . p. Lg.

,, Ernestj, (Ioh. Henrieus) ein kkilologus, gebohren amben i2. mertz indem dorfeKönigsfeld unweitRochlitz,° ft,n vatter Daniel Ernesti, des bekannten Jacob Damelig wts bruder, Prediger war, studirte zu Altenburg, zog an.unv' ""w Leipzig, wurde daselbst an. 1672. Lsoc-äsoreus,fb. 1674. NsZlker kkilolopkiL, an. 1680. Lscultstis kki-r.^kbicL tl6e6i)r, und Sonnabends-Prediger, wie auch Lon-^ der schule zu St. Nicolai; an. 1634. fteötor der schule^:^doma; an. 1691. krofstlar kosleos; an. 171;. Lcsäe-, und starb den 16. oct. an. 1729. an einem^.mrusse. Er hat; 7. ksnegyricos geschrieben, die er jährli-ikole,^' philosophische ÄsMer-kromotiones verfertiget,Oompenäium HermensutisL prokauN; LommentL-klsn^ in Lornelium lVexotem, ssullinum, lerentivm,Mm L Lurtium; kosün ösrksricsm; OiLertsüones äskarentum in Liberog; äs klinio I-suäs sui gsuäen-8eri ^ ^ruäelitsts; äs kksrilsiünis in libris proksuorumäs ossurrenttbus; äs Orstäouikus in Iibri8 dl. 1 ?.

7?Earia tlnsmT; äs LeZolo ; äs 8portu!s Lomsnorum^1. WiLNL; äs Lnima iftunäi; äs Lol^kiüore Lsrbarico Lc.Ovv>-^ wanustript ein Lexison Lurtionuni und

hinterlassen. ?roZr-am»mr« Gel. Zeit. an»

"s. x. 79 i.L>i.

Geistliche Churfürsten und Ertz-Bisthöffe:

iün^estus, Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cöln, war der«gcre Printz Alberti v. Hertzogs in Bayern, gebohren an.hU' Er ward an.;56;. zu Freysingen, an. 157;. zn Hildes,«'w' an. i« 8 o. zu Luttich und an. i; 86 . zu Münster, Bischofs.

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Z2l

konnte er so gleich nicht gelangen, indem der abgesetztedMurst, Gebhard von Truchses, in guter Verfassung stund;sick,, k>as Capitul sich genothiget sahe, 5000. Spanier anM .ziehen. Ob nun wol Gebhard in dem folgenden jähredem staube machen muste, nachdem er Bonn durchkriea verlohren hatte; so machte doch der NiederländischeE.>rnesto viel zu schaffen, indem der Holländische GeneraltyhM Scheuch sein gebiethe nicht allein unaufhörlich beun-Anbern auch die vestung Bonn überwältigte. Eroen wi!? !u dem Hertzoge von Parma, der dazumal in!>che ""den commandirte, und hielt um nachdrück-et an; wie aber selbige nicht alsobald erfolgte, warresvliiu« , sich wieder nach Bayern zu begeben, von welcherley thn aber der Papst abmahnte; dahero er sich gefal-le» wüste, den krieg fortzusetzen, bis er sich durch die waftEonnte. An. i6or. nahm er seinen Vetter,?ber dum aus Bayern, zu seinem Lo-iäjmor an , starbdiesem»»""'ju Arensberg in Westphalen, nachdem erUUersch^^ 2 Esu, du söhn David, erbarme dich meinMr. Mene mal wtderholet hatte. äs L. L. k. II.»r oeUo Lolou. 8gxon.

^ Magdeburg und Bischoff zudessen öemstm? Kh«rfursten zu Sachsen Ernesti, von

d°n Elisabeth, emer tochter Alberti III. Hertzogs

^'AhunrÄn ^ gebohren an.1466. Zu dem Ertz-von Magdeburg gelangte er den r». jan. an. 1476.

und zudem BiWum von Halberstadtjähr hernach. Zwi-schen ihm und der stadt Halle entstunden an. 1477. allerhandirrungen , daß endlich sein vattersichgenöthigt sähe, diesenort mit gemalt zu bezwingen, welches den 28. jul. oder, wieandere schreiben, den 20. sept. an. 1478. geschahe. Das fol-gende jähr den 20. jan. hielt er einen landtag auf dem schloßzu Giebichenstein, da unter andern beschlossen ward, die Mo-ritzburg zu Halle zu bauen, um diese stadt dadurch in dem zäumzu halten. Den 17. jun. desselben jahrs legte er den ersten steindarzu, und den 2z. may an. 1484. ward diese vestung ohne dieallergeringste Unkosten oder frohndienste seiner Unterthanenvollendet. Inzwischen hatten auch die Halberstadter widerihn rebelliret, welche er aber, durch nochmaligen beystandcseines vatters, an. 1482. an. 1484. und an. 1486. demüthigte.An. 1488. gerieth er in einen heftigen streit mit der stadt Mag-deburg , welchen aber seines vatters bruder, der Hertzog Alber-tus , gütlich beylegte. An. 1492. trieb er die Iüden aus Mag-deburg. An. 1; 01. schickte er dem Könige Iohanni von Da-nemarck hülfs-trouppen wider die Dithmarsen. Das nächst-folgende jähr copulirre er in eigener perfon den Churfürsten vonBrandenburg, Joachimum I. mit der Printzeßin Elisabeth, einertochter des obgemeldten Königs Iohannis. Im übrigen ließer hm und wieder stattliche gebäude aufrichten, insonderheit aberdie capelle lud wrnbus in der Dom-kirche zu Magdeburg in dieform bringen, worinnen dieselbe noch heutiges tages zu sehen.Als es mit ihm auf das letzte gieng, wegerte er sich, die vonden Magdeburgifchen Capucinern lhm angebotene gute werckeihres klosters anzunehmen, und starb zu Halle den;. aug. an.1512. WlenäLl. 8axc>n. ckron.

Nssäeb. lütt. 1-utker. Lo-rilo-/. p^r//kc,

Sächs. Nepos.

Emeftus, Ertz-Bifchoff zu Saltzbura, war der dritte söhnHertzogs Alberti IV. in Bayern, und Kumgundis, KaystrsFridmci III. tochter, gebohren an. 1500. Er war noch min-derjährig , als sein vatter an. i;°8. verstarb, und muste gesche-hen lassen, daß der mittlere bruder Ludwig dem ältern Wilhel-ms wider die Verordnung des vatters, welcher nach dem rechteder erstgeburt succedirt haben wollte, einen grossen theil deSHertzogthums abtrotzte, er aber dabey leer ausgieng. Nachdemer in anführung des berühmten Aventini und anderer in ssursund andern mathematischen wissenschassten, besonders aber inbergwercks-fachen eine ante wissenschafft erlanget, hat erunbekannter weise eine reise durch Franckreich, nach deren endi-gung er an. 1517. zum Bischofs in Passau erwehlet wurde, beywelchem amt er sich das lob eines haushältigen und gütigenHerrn erwarb. Er hielt es bey damaliger religions-änderungmit seinen brüdern, und kehrte vor sich alle Mittel vor, sein Biß--thum von Lutheri lehre rein zu behalten, wodurch er sich insolches ansehen brachte, daß er an. 1540. nach absterben Mat-Ihäi Langn, Cardinals und Ertz-Bischoffs zu Saltzburg, diesesErtz-Bißthum erhielte. Er legte aber an. 1554. die Ertz-Bi-schöffliche würde wieder nieder, und brachte sein leben bis an1560. in einsamkeit in seiner erkauften Grafschafst Glatz in Böh-men zu, welche nach seinem tode an Albertum V. von Bayernfiel. ^ä/ 27 . ?. II. lib. X. sä sn. i;i6.

Ernestus, erster Ertz-Bischoff zn Präge, war aus dem ade-lichen geschlechte von Pardvwitz entsprossen , und erhielt dieErtz-Bifchöffliche würde an. i; 44 -, nachdem er eine zeitlangBischof daselbst gewesen. Seine frömmigkeit und andererühmliche eiqenschafften brachten ihm solches ansehen zuwege,daß er nicht allein von dem Kaystr in den wichtigsten Ambassasden aebraucht ward, sondern auch nach dem tode InnocentiiVI den Päpstlichen thron bestiegen hätte, wo er nicht ein aus-länder gewesen wäre. Als er sich an. 1; 64. in Bautzen bey demKayser befand, überfiel ihn eine todtliche kranckheit, weswegener sich auf das schloß Randnitz bringen ließ, und bald hernachdas zeitliche daselbst gesegnete. mitsoll. Lok. äes. I. üb. iv.ckr. Lok.

Churfürsten und Hertzoge zu Sachsen:

Ernestus, Churfürst zu Sachsen, der stifter der Ernestini-schen lime, war ein söhn Friderici ll. des fanftmüthigen,welchen ihm die Ertz-Hertzogm Margaretha von Oesterreichan. 1441. den 2?. mart. gebohren. In seinen jungen jährenwurde er nebst seinem bruder, dem Hertzog Alberto » vonKuntzen von Kauffungen und denen, so es mit ihm hielten,Bernhard» von Trebin, Wilhelms von Mofen, Wilhelm»von Schönfels und andern, durch verrätherey eines küchen«jungen, Schwalb genannt, aus dem schlösse zu Altenburg,,da der vatter Churfürst Fridericus abwesend war, undinzwl-schen die zurück gelassenen diener sich besoffen, geraubet. Al-lein da Kuntz von Kauffungen mit dem jungem Prmtzen Alber-to sich gegen Böhmen wendete, traf ihn in dem walde bey Es-terlein em köhler an, welchem es der Prmtz o^nbarte, daßer Churfürst Friderici des sanftmuthlgen zu Sachsen söhn,und von Kuntzen von Kauffungen heimlich durch gemalt ent-führt worden wäre. Darauf dieser nebst seinem gehulssen, Klin-ken gefangen nahm, und den Mntzen in dre freyheit setzte.Als nun der von Mostn und Schönfels des Prrntzen Alberticrlösunq vernahmen, schlcktensieauchErnestum wieder zurück,nachdem er ihnen vorher» stcherhett ihres lebens versprochen^ hatte»