Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Gascogne und Armagnac besessen, und zeugte mit GausidaDouce, Frauen von Pibrac in Gascogne. r.) Arnaldum,der unter Henrico IV. Gouverneur von Montpellier , auch die-ses Königs Abgesandter in Engelland gewesen. 2.) Petrum ,Bischoffvon Lavaur. ;.) Ludovicum,Herrn vonGratelns,Cantz-lern des Königs von Navarra und desselben Gesandten an dieTeutschen Protestantischen Fürsten, welcher auch dre zwischen die-sem seinem Könige Henrico IV. und dem Kvnrge von ^ranckreichHenrico III. geschlossenen tractaten unterschrieben, dessen söhn,so jung gestorben, eine einzige tochter hinterlassen. 4.) Vitum,den stister der linie von äu Faur-Pibrac. Carolum, welcherder urheber der linie von Lucantes gewestn. Viti söhn, Michael»kam in der belagerung von Montauban ums leben, und verließVitum II., der zwey söhne, Hieronymum, welcher Abt von St.Benoit-lur-Loire und Prior von Mondardier, auch Naitre äs InLkapelle LNuligue, beydem HertzogePhilippoI. von Orleanswar, und Michaelem II. Grafen von Pibrac, so an. 1704.starb, und Hieronymum, Grafen von Pibrac, verließ, wel-cher in Französischen dunsten gestanden, und sich an. 1709. zumandern mal mit Maria Anna ä'Azomar vermählt hat. Vonder nachkommenschafft Caroli, der des obgedachten Petri söhn,und oberster Präsident des Parlements zu Toulouse war, starban. 1712. X. äu Faur, Herr von Lucantes, in Französischenkriegs-diensten. Des obgemeldten Arnaldi, Herrn von Pujolsund St. Iorry, anderer söhn, Michael, war Präsident desParlements zu Toulouse, und zeugte 1.) Petrum; 2.) Henri»cum, Herrn von 1 s Serre, und Gouverneur zu Lnccel, dessensöhn Carolns kinder hinterlassen. ;.) Johannem, Herrn vonChamps-liir-Marne, Requetenmeister und Staats-Rath, dessensöhn Michael, Herr von Herme, an. 1597. in der belagerungvon Amiens umkam. 4.) Johannem, den jungen Herrn vonCourcelles , Hertzogs Francisci von Alcn^on Cammer-Herrnund Gouverneur zu Gergeau, der 2. söhne, nemlich Vitum,welcher die linie der Herren von Courcelles und Pierre-sittefortgepffantzt, und Johannem gezeuget hat, von welchem dielinie von Langesse, Cormont und Marcaut herkommt. Derälteste söhn, Petrus, ein berühmter Rechtsgelehrter, zeugte Ja-cobum, Herrn von St. Iorry, und Parlements-Rath zu Tou-louse, welcher von Claudia von Cardaiüac Henricum, so dengeistlichen stand erwehlt, Jacobum, der in Catalonien, Flan-dern und Lothringen gedient, und Johannem Franciscum ver-ließ. Dieses letztem söhn Tristanus, Baron von St. Iorry,ward nach dem tode Ludovici von Cardaillac undLevi, Grafvon Bioule, starb an. 1687. und hinterließ Jacobum Ludovicum,Grafen von Bioule, und Parlements-Rath zu Toulouse, dessensöhn Tristanus II., Marquis von Cardaillac, Graf von Bioule,Baron von St. Iorry, Ritter des Creutz-ordeus St. Ludovici,an. 1717. bey der Französischen cavallerie in diensten gestanden,und mit X. äs Ferrand einen söhn, der jung gestorben, undJohannam Mariam Gabrielam gezeuget hat. kg/ct-aÄ vimkabri-kibrasi. kill. äe8 kress äs kari8.

* Saure , (Franciscus) stammte von einem alten adelichengeschlecht aus Ängonlsme, und begab sich sehr jung in den Fran-ciscaner-orden, wo er sich bald durch seine gute aufführung undverstand hervor that. Er ward voNor in der theologischen Fa-cultät zu Paris, und erhielt zeitig die oberste bedienungen inseinem orden, predigte auch mit grossem beyfall erst vor demCardinal Richelieu, und hernach vor der Königin. Dadurchund durch verschiedene dienste, die er dem Hof zur zeit derParisischen Unruhen erwies, erhielt er anfangs das Bißthumzu Glandeve, hernach das zu AmienS, bey welcher wür-de er viel eifer und gottesforcht bezeugte. Er starb an. 1687.an einem schlag-fluß im 78. jähre seines alters. Man hat vonihm einen ksneMricum, den er an. 1680. in Französischerspräche auf Ludovicum XIV. gehalten, und zu Paris an. 1680.in 4. gedruckt ist; desgleichen Leichen-rede, so er auf die Ko-nigin Anna von Oesterreich, rc. gehalten, iviemoires äs

tom. I. x. 218. s-e bibl. Kilt. äs 1 a Kranes.

* Saure, (Joh. Andreas) ein Franzos von 1 e Puy in der

provintz Velay gebürtig, war daselbst den 14. may an. 1608.aus einer berühmten familie entsprossen. Als er sich in den Ru-manioribug gegründet, und sein achtzehendes jähr erreichethatte, trat er zu Avignon in den Dominicaner-orden, undlehrte nachgehends zu Paris die Philosophie, sahe sich aber mitder Theologie, darinnen er überaus wohl bewandert, ein glei-ches vorzunehmen dadurch gehindert, weil er immer von einemmal zum andern da und dort zum Prior erwehlet wurde. Cle-mens IX. trug ihm nebst zwey andern die ordens-visitation inFranckreich auf, nach deren Verrichtung machte man ihn zuMontpellier zum Prwr, wo er an. 167;. mit grossem zulaufdie fasten-predigten hielte, aber auch noch in ermeldtem jähreden ? i. mertz verstarb. Er hat Lkrsgs äs la Vie §c äs« Mra-slL8äe8 Riasintke, Parts 16;8. in 8. und ib. i6;s. in 24.la Vie äs 8. kols äs 8. Mrie, Bourdeaup 1668. in 12. la Vieäs 8. konis kerrranä , Bessers 1671.M 12. und In kerkeötioirLkrerisnne comprils äsns le 8. Xolnire , Paris 1668. in 12.heraus gegeben. /«e. Kur. Vonsu. Tolos. aä

an. i66r. p. 16;. kibl. vomin. wm. II. x. 650.

Saußigni, siehe Foßigni.

Sauft von Stromberg, eine adeliche famme, welcheschon in dem Xin. Lculo an dem Rhein in ansehen gewe-sen. Johann Salentin, f. v. 0 . Kayserlicher Cainmer - Ge.richts-Rath zu Speyer, gieng an. 2666. mit tobe ab. Sem

fau

tractat äs eriminibus kam nach seinem tode heraus. W«?Ludwig, Dom-Probst zuWürtzburg, starb an. 167;. Sembruder Johann Philipp wurde ein vatter Frantz Ernstens, EHelmen Raths zu Würtzburg und Ober-Amtmanns zu Hay; dessen söhne waren i.) Philipp Ludwig, geb. an. i°°A

fürt

Chur - Mayntzijcher und Vambergischch geheimer RathPräsident derober-einnahme. 2.) Frantz Gorge,^Dom-v_..

brich Dietrich, Würtzburgischer geheimer Rath und Awmann zu Arnstein. 4.) Gottfried Philipp Joseph, Chur-M"vtzischer geheimer Rath und Statthalter zu Erfurt, welch»"Freyherrlichen character erhalten. Humbr. v. R. A. c»"-

Sauft- und Rolben-Recht, war zu vorigen zeittn>Teutschland durch die gewohnheit eingeführet, und vew'darinnen, daß jederman sich selbst recht schaffen, unoandern auf vorhergegangene ordentliche absagung nachlen Fngreiffen und ihm schaden konnte. Es hat dreier»brauch zu den zeiten der Renrisorum gewaltig uberhanonornmen, inmassen diese Kayser von den Päpsten fastles ansehen gebracht worden; wiewol bey Tacito zudaß es schon zu seiner zeit bey den Teutschen im 9 »»^;gewesen. Indem nun dadurch die ruhe des Reichs E ^wurde, trachteten zwar unterschiedliche Kayser dahin, w»dieses recht durch aufgerichtete land-frieden wiederuni a?" ^gen möchten; konnten es aber doch nicht gar dazu dww.und hielt sonderlich die Rilterschafft starck darüber.wol ließ dessen gebrauch schon zu ansang und in der »des XV. iXsuli ziemlich nach , bis es der Kayser MaM''nus l. in dem an. 149?. zu Worms gehaltenen RclM -durch den daselbst aufgerichteten allgemeinen und imm»/.^.renden land-frieden gäntzlich abschaffte, v. Gerhard HA^n-1711. zu Jena eine ausführliche bissertation von dem. ' ^gerichte heraus gegeben. Dar/,«,, äs xace Imxern k»

Sauft« , war Constantini N. gemahlin, und MaMia^Herculei tochter, ihr vatter hatte sie an Constantinum "AHrathet, mehr in dem absehen ihn sicher zu machen, unsseine gemalt zu bringen, als aus wahrer freundschassr.lein sie gab da ein zeichen einer sonderbaren ehelichen » ^indem sie solche boshaffte anschlüge ihrem gemahl ulwerv^xerösnete. Wodurch auch dessen liebe gegen siesthrverm^^wurde. Doch von dem an hatte sich Constantini hausnicht mehr zu rühmen. Dann, nachdem sie sich mihren stief-sohn, verliebet, dieser aber ihr in ihrer voi»'^nicht willfahren wollte, wurde sie zu einer unversoywraache dadurch verleitet, so, daß sie ihn bey seinem """gab, als hätte er sie zu schänden gesuchet; worauf dann ^stantinus, ohne weitere unterfuchung der fache, Crupll.,,^dsofort soll haben tödten, Faustam aber, als er ihre bE. pochuntreue erfahren, in einem heissen bade ersticken lassen'sind die Christlichen und Heydnischen scribenten in drest''fti-sehr unterschieden, und wird Fausta bey diesem allen vv ft.nem einzigen für gantz unschuldig gehalten. ' 5»--

0^/ lib. VII. c. 28. lik. X. Lk/rz». in cstron.

kill. cscl. kd. X. c. 5. kill. eccl-^

lib.

Ho«, aä »n-

Lome».

c. 41. Kitt. escl. lib. II. c. 4

ir. leg. *

Sauftina, des Kaysers Antonini VKilolopKi - .welche in der Historie wegen ihres unzüchtigen leben»en ist, war eine tochter des Kaysers Antonini kk, u',MliAnniä Galeriä Faustinä, und schlug dieser in denund leichtflnnigkeiten völlig nach. Als sie einsten sich'" ge-ringer oder fechter verliebet, bekannte sie es gegen ih»'gemahl, welcher sodann die Chaldäer darüber befrag»,"riethen, daß er den ringer umbringen, Faustinam ao»blut trincken lassen sollte. Als dieses geschehen, wnbd-ffibrdie unordentliche brunst gegen eine so niedrige perl"ss..„g sieausgelöschet; allein in eben derselbigen nacht enw' .j„enCommodum, welcher alle böse eigenschafften eines/ - x„f,ringers an sich hatte. Jedoch war schon damalsFaustina hätte sowol Commodum als dessen gleich ch^b/ten monat verstorbenen mitzwilling Antoninum von eruffenen --laäiatore in ehebrnch gebohren. Antonm» ^, jste sich, als ob er um ihr liederliches leben nichtssich Egar, daß er, als ihm einstens gerathen wurde, siestossen, darauf zur antwort gab, daß er ihr solcher ^be»ihre mitgift, nemlich das Kayserthum, wieder zuru»^rsi^müste. Davinn aber that er gar der fache zu v>eklich in seiner eigenen lebens-beschreibunq dendaß sie ihm ein ivlch frommes, gehorsames, ihn mw» ^ erbendes weib gegeben hätten ; und dann noch meyr'selbige nach ihrem tode, (der in Cilicien am luv "s'

Taurus in einem dorfe nahmens Alalä erfolget,), »nv^en an-der göttinen versetzen, ihro tempel aufbauen, Prieste» vo»sogenannte Lueilas kauftwianas verordnen ließ, au ^ cfiAlalä zu ihrem angedencken in eine stadt und RoMLff^chlnie verwandelte. Sie hatte unter 6. kindern auM » vegleiches nahmens hinterlassen, welche an BurruM st" chr n>oheurathet gewesen zu seyn, der von Commodo umg ^ ^den. commenr. äs vits fua

üin-e. /«/. (daxirs/rv. in äntoinn-

«ir kujug kLuüin-e.

üa». in L«sar. *