Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
518
JPEG-Download
 

5l8

for

und Ebero, und

ind in der Jurisprudentz unter HieronymoSchurf-fiö. Hierauf wandte er sich nach Franckreich, wo er sich mit denberühmtesten Juristen bekannt machte, und vor die studentenTeutscher nation, und derselben religions-freyheiten viel muheund gefahr über sich nahm. Als Franckreich hierauf nut Spa-nien in krieg verwickelt wurde, ist er mit vielen andern studen-ten demselben nachgezogen; nachdem er aber dieser lebens-artbald überdrüßig worden, hat er Italien und Spamen besehen,und in diesem Reiche des Admiranten von Castrlren söhn einezeitlang infvrmiret, bis er, aus gefahr, m die Inquisition zukommen, seine rückkehr beschleuniget, auf welcher er zu Bour-ges an. 1559. unter Donello den voÄor-hut erhalten. InTentschland hat er anfangs die Rechte vor sich zu Wittenbergund Jngolstadt, nachgehends aber öffentlich und zwar von an.1569. zu Marpnrg, von an. 1.58--. zu Heidelberg, und von an.1595. als Oräinsiius zu Helmstadt gelehret, wo er auch an. 1608.im 79. jähre seines alters verstorben. Er ist ein mann von son-derbarem gedächtnis gewesen, und hat in civil-dingen jedermangedienet, in criminal - fachen aber nie sprechen wollen. Seineschriften sind : Lommsntgrius äs 8uLcsllione sl) inteikato;tliüorm )uris Livilis Il.omsni Lc. ^Ltorum Helmüaä.

Forsterus, (Valcntinus Wilhelmns) des obigen Valentinisöhn, war zu Wittenberg krokslLr, und starb daselbst an. 1620.jm 46. jähre seines alters. Man hat von ihm viilertariones ksu-clales; Iwickarionsm lusiiniarieam; karatirla in pancleÄ. Lc.

in eponMol. in Kilt. litt. IsÄ. III. c. 4.

Forstmeister von Gelnhausen, siehe Gelnhausen.

Forstnerus, (Christophorus) wurde an. 1598. gebohren, undgab im 19. jähre seines alters seine llypomnemsts poliiica her-aus. Nachdem er sich einige jähre zu Tübingen aufgehalten,meng er nach Wien, und kehrte nach jähren wieder nach-Tü-bingen, allwoer;. jähre verharrete, und sich darauf in Italienbegab. Hier blieb er ebenfalls ;. jähr, und legte mit einer rede,darinnen er dem Doge zu Venedig, Johanni Cornaro, im nah-men der zu Padua studirenden Teutschen, zu der erlangten Her-tzoglichen würde gratulirte, solche ehre ein, daß man ihn in denRitter-orden St. Marci aufnahm. Nach diesem reisete er inFranckreich, und von da wieder nach Wien. Zuerst ernennteihn der Graf von Hohenlohe zu seinem Rath, und schickte ihnals Gesandten nach Wien, und auf den Reichs-tag zu Regen-spurg; da er aber nicht viel über ein jähr in diesen drensten ge-standen, ward er MümpelgardischerVice-Cantzler, und nach;,jähren Cantzler, führte sich auch bey dem friedens - schlusse zuMünster so wohl auf, daß ihn der Kayserliche klemporemiarius,Graf von Trautmannsdorff, dem Kayser zum Reichs - Hof-Rath recommendirte. Bey herannahendem alter suchte er sei-ne erlastung, die ihm aber sein Herr nicht geben wollte. Sonstenzogen ihn auch fremde Potentzen in wichtigen affairen gar oftzu rathe. Seine besten briefe hat er dem Baron von Boine-vurg geschencket, und ist an. 1667. den 28. oct. gestorben. Sei-ne schriften sind äs kriacipalu ssiberü ; Hxpomnsmatum po-liticorum centuris; I^otL politicee scl Lorn. Iscitum; Omis-sorum libsr ; Lpiüolse dlegotium kscis Osnnbrugo-ÄIonsüe-rienüs soncernenres; Lpiüola LpoloMtics sä ämicum sontrsLecreti lemsratorss , L Lvikola äs mockerao Imxerü 8tatu.memor. kbilos. äec. VIII.

Fort, (Franciscus Jacob Is) war von Genf gebürtig, undhatte sich in seiner jugenv zu der kaufmannschafft begeben, wel-che er bey einem kaufmann in Amsterdam erlernen sollen. Diewunderlichen tat», so er in der Handlung gehabt, bewegten ihn,sein glück unter fremdem Himmel zu suchen. Dannenhero erauch an. 1680. nebst noch 2. cameraden über das Meiste merrnach Moscau gienq. Jedoch ließ es sich auch hier nicht gleichso an, wie er es wünschen mochte, indem er es nicht höherals zu der charge eines Capitains unter den Rußischen troup-pen gebracht hatte. Endlich ereignete sich eine gelegenheit, daßer die gnade des jungen Czaars erlangen, und sich hierdurchden weg zu seiner darauf erfolgten grossen ehre bahnen konnte.Denn an. 168;. erregten die Streichen einen aufstand, bey wel-chem die person des Czaars Petri I. selbst in gefahr war. PrintzBoris Alexiewiz Galliczin nahm den damals noch sehr jungenCzaar auf den arm, und brachte ihn in das kloster Twitsky.I.e Fort befand sich unter denjenigen Officiers, welche das deta,schement, so dem Czaar in dem kloster zur wache dienen sollte,commandrrten. Sein verstand und activität brachten ihm balddie liebe des Czaars zuwege, welcher ein grosses vergnügen anseinen aefprachen fand, indem er sich die beschaffenheit auswär-tiger länder, ihre knegs-drsciplin, reichthum und andere vorzögeerzehlen ließ, wodurch dem Czaar, so damals kaum das 12. jährerreichet hatte, ein sonderbarer trieb eingepflantzet wurde, wel-cher zu der bekannten kostbaren grossen Gesandtschafft an dieauswärtigen Europäischen Hofe anlas gab. In derselben befandsich auch le Fort, und zwar als Prmcrpal-Gesandter, welcherkurtz vorher zum General-Lieutenant und Admiral der flotte er-nennet wurde, ohngeachtet derselbe niemals die marine gelernethatte. Er war Czaarischer favorltt, und hatte an den grossenVeränderungen in dem Rußischen Reiche theil. Er erofnete denfremden den weg nach Moscau, und wußte sich der gnade diesesMonarchen bis an sein lebens-ende dergestalt zu versichern, daßihm die hinterlistigen Nachstellungen seiner femde und neider zukeinem Nachtheil gereichen konnten. Denn der Czaar hielt dafür,.daß er bey damaliger sehr gefährlichen reise fast niemand alsdiesem manne trauen dürfte. Er war der Reformirten religivn

fo r

zugechail, und bezeugte auch in berstkbeu ctne»,kemlich->.Eseine gemahlin aber war katholisch, mit der er nicht zuwru ^lebte. Er hinterließ einen einzigen söhn, den er 4-seinem tode nach Genf in den studien und exercirus Müben schickte. Die gewogenheit des Czaars ließ sich in vielen-^legenheiten blicken,insonderheit nach des Is Fort tode, weiE f,12. (2) mertz an.1699.nach einem 8.tage ausgestandenentigen hitzigen fieber in dem 46. jähre seines alters erfolgte- A„eCzaar bedaurte diesen tvdes-fall so hoch, daß er auf eW' yenNachricht von seinem Hintritt von Waroniz, wohin er W §<«ischiffbau zu betrachten begeben hatte, alsobald nach M^s-zuruck kehrte, und innerhalb 54. stunden 128. Werste oderfische weilen zurück legte. Bey dem anblick seines Mkonnte sich der Czaar der thränen nicht enthalten ; er >0auch mit aller ersinnlichen ehre zur erde bestattet. ^

Fortaventura, eine von den Canarischen insuln, 'E haknächsten gegen Biledulgerid, und gehört den Spaniern- v^gendie sogenannte Wolfs - insul gegen süden, und Canarr"» »1-osten ; ihr umkreis ist ohngefehr 70. meilen, die breite ao^-beständig, baß sie sich in der mitten nicht über 4- meuen e ^cket. Sie ist an. 1417. durch einen Französischen Cve> ^,Jean äs Belhencourt entdeckt worden. Es sind kerne 1sondern nur etliche schlechte dörfer darauf befindlich-

* Fortema, (Magnus) welchen einige scribenten M ^MHeiligen ausgeben, wird von den Frießländern <ür g ^ Mihrer Fürsten gehalten. Man erzehlet von ihm, bav^ljei»einigen seiner leuthe zu dem dienst Carl des grosse» wst „„dgegangen , daß er daselbst die Saracenen überwunve»'

die stadt Rom von ihnen befreyet habe. Man meld" ' ^daß er an einer empfangenen wunde zu Fundi gestoe^x BitUbbo Emmius, welcher die Frießländischen alterthumn .grossem fleiß untersuchet, meldet nichts von ihm; doch nCarl der grosse habe den Frießländern neben andern stachle»'auch das recht gegeben, ihre eigene Obrigkeiten zu er»Groß allgem. Holl. Lexicon. .vo"

* Fortet, (Petrus) ein Lanomcus zu Paris, gebur ! ^ ^At

Aurillac in Auvergne, stiftete zu Paris ein Lolleßlum 1arme studenten, und starb an. 1; 91. bist- Schott'

Forth, vder Firth, einer von den grösten flössenland, welcher in der Grafschafft Menteilh nahe beymond entspringet. Er fliestet unten bey dem festenworauf das castell Sterlin stehet. Eben daselbst gehet.ew^ Mne brücke über, welche wegen der grossen Niederlage, Mgelländer von William Wallis erlitten, bekannt ist-läuft er durch die gedachte Grafschafft, und komntt bey Drtzen von Menteith zu der sogenannten Tyde, welches ^ ^ ve»fruchtbarer that ist, so vor reiten gantz und gar von ^deckt gewesen. Diese zurückweichung der see von ve«' ei-dachten thale soll um eben dieselbige zeit geschehen ssy'", all-nige den Holländern zuständige insuln nahe bey WM „herwo man noch bis jetzo die spitzen von einigen kirch-wA KondaS Wasser vorragen siehet, überschwemmet woroe^ Mp»dem Ursprünge des Forths bis an besten ausfluß bey ^ Zeilenfind ohngefehr 90. meilen , und bey Leith ist er vrev Mbreit. Dieser fluß oder vielmehr see-arm ist mn .Ico-nen städten sezieret, und hat auf beyden fetten den v . Ros-sten theil von gantz Schottland. geharnuau

Britannien. «.„chevl'!!

Fortiguerra, (Nikolaus) Vischoff zu Theano,

Pio ll. an. 1460. zum Cardinal gemacht, welcher Ker-als I.eMrum nach Neapolis abschickte, um daselbldinando von Aragonien wegen den bedingungen, uni'-er die investitur von dem Königreiche Neapons * ,Mcy/sollte, zu handeln. Er war in dieser Verrichtung w n »vprdaß Benevento und Terracina dem Römischen stuv'L > oloEfen, und zugleich eine Heurath zwischen Antomo L^ ^r Kvdes Papsts nepoten, und Ferdinandi enckelm, w^ ,^ zn>^nig das Hertzogthnm Meist und die Grafschafftbraut-schatze mitgab, gestiftet wurde. Als er hernawMüber die Päpstlichen trouppen worden, eroberte er vv,latesta, so dazumal sehr mächtig waren, Fand„-la-KiHenen Plätzen beydes in Rvmagna und der An ^ Pu .

beydes in Rossiagna und der

Ma.ck, und nöthigte sie, um friede zu bitten, n""

tode trug chm dessen Nachfolger Paulus II. das com">a „ o^r ^aimscum und Deiphobum, den Grafen vonauf, welchem er innerhalb 15. tagen i«>. bis ir- E, yybnahuu Franciscum, des Deiphobi bruder gefangen beka^den Grafen aus fernem lande vertrieb r ^endlich ^^47;. im 5 5. jähre seines alters, nachdem erwehlen helffen ^ L sommsnr. Iib. 1 . U.

Ilb. VI. Ls. af-cl-c^'

^ - (Raymundus Johannes) ein berühmter l A,^oi>s

wrrd von einigen auch Zanförti genannt und war zuvon armen und geringen eltern gebohren. Er gab vvu .auf erne grosse Hoffnung von sich, und brachte sich badgewogenheit eines reichen Mannes zuwege, der ihu ^ostchm seiner geburts-stadr, und so denn zu Padua auf ^st,.d-ren ließ Als er nun allda den Zraäum Lcu/NeäiLMN erlanget, und sein erstgedachter patron E fork-Aeb er die praxm zu Venedig mit einem so MckEZ°lng , daß er von bannen an. 1658. nach Padua r»Nehmstm LrofelLooe Nsckiciiiis krsäicro unter eine schrill-