Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Franckreich retirirte, und ein Lonailium nach Lyon berief, da»hin er auch Fridericum citirte, und zugleich von neuem in bannthat. (p) Er machte auch die Teutschen geistlichen Fürsten vonihm abwendig, daß sie an. 124;. Henricum Landgrafen inThüringen, Ivscho zugenannt, zum Kayser auswarfen, derauch Friderici söhn Conradum aus dem selbe geschlagen, abervor Ulm verwundet worden , und bald hernach an. >247. ge-storben. (g) Der Papst brachte hierauf einen neuen Gegen-Kay-ser, den Grafen Wilhelm von Holland auf, und endlich wur-den Friderico seine vertrautesten freunde untreu, darunter son-derlich sein Cantzler, Petrus äs Vineis, bekannt ist, welcher,ohngeachtet er seithero den Kayser mit mund und feder nach-drücklich vertheidiget hatte, dennoch endlich dessen LeibMsäicumdahin soll verleitet haben, daß er ihm gift beygebracht; (ri. )welches jedoch von den wenigsten scribenten vermeldet wird,da im gegentheil sonderlich die Jlalianer, welche von dieserfach den besten bericht haben können, mit umständen schreiben,es wäre Petrus äs Vineis eine ziemliche zeit vor Friderici tobebey demselben in Ungnade gefallen, und unter dem vorwand eineran dem Kayser begangenen untreue und verrälherey seines ge-sichts beraubet, und noch dazu ins gefängnis gemorsten wor-den , in welchem er bald vor kummer gestorben wäre. (rr.)Viel glaublicher ist also, und wird von eben diesen Italiäni-schen geschicht - schreibern ausführlich erzehlet, daß Fridericinatürlicher söhn, Manfredus, ihm erstlich gift beygebracht,-und als dieses nicht schleunige würcknng gehabt, ihn mit einemknssen ersticket, so an. 1250. zu Fiorenzuvla in Apulien gesche-hen ; wiewol andere solches in zweifel ziehen, und ist nachmalssein tod gar vor ungewiß gehalten worden; daher sich viele vorseine person fälschlich ausgegeben, (s) Im übrigen war Fride-ricus ein Herr von »«gemeinen gaaben, und fehlte es ihm we-der an eifer, noch an tapftrkeit, die Rechte des Reichs zu be-haupten. Er redete Lateinisch , Griechisch, Französisch, Ita-liänisch , Arabisch und Teutsch mit grosser fertigkeit, und suchtedie freyen kunste mit aller macht zu befördern < wie ihm danndie hohe schulen zu Wien und Neapel ihren Ursprung, wie nichtweniger Aristoteles, Galenus und andere ihre Übersetzung ausdem Arabischen in das Lateinische zu dancken haben. (r > Erselbst hat ein buch von dem vogel-baitzen hinterlassen. So vielaber kan nicht geläugnet werden, daß er der unkeuschheit erge-ben gewesen. Von seinen gemahlinnen hat ihm die erste Con-stantia, Königs Alphonsi II. in Aragonien tochter, Henricum,dessen oben gedacht, gebohren , und ist an. 1222. gestorben;die andere war Iolanta, des Königs von Jerusalem erb. loch.ter, die ihm Conradum IV. gebohren, und an. «228. gestorben;die dritte Isabella, Königs Iohannis in Engelland tochter,die ihm Henricum, Statthalter in Sicilien, gebohren, und an.1241. gestorben; die vierte eine reiche Dame, deren nähme un»bekannt, (u) Einige neuere scribenten melden noch von zweyandern, die aber nicht gewiß sind. Nebst diesen hatte er un.terschiedene concubinen, darunter die beruffene Bianca, eineMarquisin von Montferrat, ihm Manfredum, Fürsten von Ta-lent , Enzium oder Hentinm oder Henricum , König von Sar-dinien , und Friedrichen, Fürsten von Antiochien, gebohren.(3) äeLoveäe«, snnsl.LnZl. psrt. poll. sä snn. H97.

(b) Otts äe §. k/g/I c. 4 t- sä SUN. 1196. ckron.

8lsv. länäenbrog. p. 2;?. sä sn. 1197. (c) Levo/ä. ä-iV-rk-baf'.«chron. Nsre. p. ;8;. (ä) sä sn. 119;. (s) <7a»r.

sä sa. 1196. sp. tom. I. p. 164.

sä ä. s. ( f) sn. 1219. leg. tAva». ä. s.

sä sn. 1220. bsäe/r. < 7 ->/o«.

>Lr«Lr</i. sä sn. 1220. v. Lrtic. HenricusVII. kriä. II- stl- (b) ftVs«. sä sn. 1220. feg. ( 7 s«r.sä sn. i22i. L leg. L'o/s«. sä sn. 122;. (1) ^/s«. ?aä.

sä sn. 1227. boäyg-. c?a/a». L

sä snn. 1227. L sä sn.

1228. (ll) l/r/p. sä sn. 1229. Spill,

kriä. II. gp. L. ä- 6. L. Älsnt. tom. II. §. 45. p. 24;.

A sl. Spill. sp. sä sn. 1229. ( 1 ) sä

Sn. 1227. leg. l/iD. sä sn. 1228. feg. 6aäe/r-.

ä. sn. 1228. öL ir;o. sn. I2;o. (m) V.

llrtis. Henricus VII. (n) (?oäe/r-. Cs/. Anä. L

ka»/ sä sn. i2;6. 12;?. <L omn. sä sn. 12^9. Lsä sn. 12; 9. (0) äL cit. sut. sä sn. 12)9.1240.

(p) äVntt/?. TlVo«. I'nä. Änä.Ac. sä sn. 1241-1246.conf.^cer. , Spill, (g) brov. H/a/a/p. ütc.

v. Urtic. flenr. llsspo. ( x sä sn. 1249. conf.

srtic. ^öViümlm. Iloüsnä. ( r 2.) t?rsr>. Üb. VI. c. 2).

Limiüs narrst. Ikrcm-ä. A-sa/aäxj». Lt süi ItsÜ. (s) L^ro».r-chf. et-ro». sä sn. 1250.

ä'nr-i/I sä sn.i2;i. still. Vriä.III. p. La»s. ckron.

Litir. sä an. 12;°- (t) äe , üp. 1. <.. 44. üb. III.c. II. 12. iz. >8:67. (u) ^4/oerre. sä sn. 1241. L sä sn. 121;.

5,sä. sä SN. 1222. ?aä. L ^raZ»r. kr/?. sp. r/7/lr/i

sä sn. 1227. boäe/»-. c?o/o». sä sn. 122;. <?z>7v«. sä sn.122^ säsn. 1224. 12;;. 1241. ?«»--/! säsn.

124N 124^. 1248- orst. äs vits Viiäerics II. Im-

xerst.'ötc.

Fridericus III., der schöne, war ein söhn Kaysers Alberti lund Elisabethä, Mainardi, Hertzogs in Karndten und Grase!in Tyrol (s) tochter. Den beynahmen des schonen bekam ewegen seiner lebhafftigkeit und vortreffichen letbes-gestalt, ha

fri

sich aber niemals aufmüntzen, wie einige vorgeben, selbst^ §8.nennet, (b) Nach dem tobe seines vatters, welcher an. ^rli-ermordet ward, machte er sich eine Hoffnung zu derchen würde, allein Henricus von Luxendurg trugallein davon, sondern suchte auch die güther desscheu Hauses an sich zu bringen. So bald Feldmausletztere merckte, ließ er sich gegen die Kayscrliche bev»«nehmen , es hätten bereits fünf Könige der OesterreM" ^lande wegen ihr leben eingedüffet, und könnte Henrllus^ ^er wollte, den sechsten abgeben, welche großmutlM ^hung so viel würckte, daß »hm der Kayser die belehn»«»länger versagte, doch muste Fridericus vorher verMew-Mi»er ihn aus dem Nomer-zuge mit 200. geharnischte» , f me-nsch Italien begleiten wollte, (c) Weil nun Henricus ^sem zuge sein leben verlohren, und der Kayscrlichegantzes jähr ledig gestanden, vermeynte Fridericus v Mtgewiß zu besteigen, konnte aber die sämtlichen Churstv^yMauf seine feite bringen. Denn der Erk-Bischoff K» ,, ,p MPetrus von Asphelt, seiner vorigen profeßwn ein Artzr '.^^z»Tyrol gebürtig, war ihm zuwider, weil er noch alsBasel wegen der an sein damaliges Stift gekaufte»Liechstall und Homberg, von den Oesterreichs» v>e>erleiden müssen, (ä) Balduinus von Trier war emdes Habspurgischen Hauses, weil ihn Friderici vaM ^ xel»walt der Waffen gezwungen, die einträglichsten Mey,Rheinstrome herzugeben, (e) Johannes , König vsh.j»,al)l Eaus dem Hause Luxenburg, hatte ursach, Frideric»' ^hintertreiben, weil das Haus Oesterreich mit aller z»der Böhmischen Crone strebte. Diese zogen denSachsen Johannen,, und den Marggrafen von ^gie»Waldemarum, von der Oesterreichischen partey »»/rwehltt'sämtlich in Franckfurt ain Mayn zusammen, N^be»^Ludovicum, Hertzog von Bayern zuin Kayser. ES w sse»;einige vor, Waldemarus sey nicht persönlich zugegchch^ Er?'es hat aber keinen gründ, stehe Bock i Nicolaus-.) ^7.,, ivffBischoff von Cöln, Henricus von Virnenberg, H>E abzEdurch keine Vorstellung von der Oesterreichischen vwsei»he», absonderlich weil ihm Fridericus versprochenbruder Henricus, Hertzog von Oesterreich , mildes Z>>schoffs bruders tochter eine Vermählung treffen 'Stm- ^ ch»diesem trat der Pfaltzgraf am Rhein Rudolphns ' ,Llichc»sowol die natürliche feindschafft, die er gegen stinc».bruder Ludovicum hegte, alS das von den Oesterrc>"^M,pfangene geld verleitete, (g) Diese beyde zogen ^ ^ch-Hertzog von Karndten, und Rudolphum , Hertzogstn, an sich, davon jener wider Johannein von ^ pereine prätension auf Böhmen machte, (b) dieser aoei ^wähl ein besseres recht als sein bruder zu haben , Ederselbe bereits zum Bischoff zu Paflau erwehlt w ..also keinen weltlichen Churfürsten vorstellen konnte. ^nun wehlten den 19. oct. an. i;i4. zu SachstnhaLEeinem über dem Mayn gerad gegen Franckfurt ge^v^lein, Fridericum von Oesterreich, der sich «>>6» , Epersönlich eingefunden, zum Könige » (1) fuM» "),,»»Bonn, nicht aber nach Bingen, wie einige vorgebenliessen ihn daselbst durch den obgedachten Ertz-Bissvvllmit gewöhnlicher Pracht salben, als die übrigen an»»dovicum zu Franckfurt erwehlten, und bald daraw.^ vekrönten, (u) Durch diese zwistige wähl und une» »^,geChurfürsten, gerieth Teutschland in einen erbarm" ^0,0zustand. Die städte am Nieder-Rhein lilengen^«^^tzec/am Ober-Rhein aber Friderico an, und die Sw fg»vnach dem einen so viel als nach dem andern frag h^eitsdie beste gelegenheit, sich in ihrer freyheit, wozu 1^ ,,,,p Mter Alberti von Oesterreich regieruna einen guten grrecht vest zu setzen. (0) Beyde Kayser zogen sich ." l, so ^ehe sie recht an einander kamen , denn die seh/U Neckar,' §Speyer, in Schwaben bey Eßlingen, am flustess EElsaß und an andern orten zwischen ihnen vorgie w ^jchuL»zwar blutig genug, aber nicht zulänglich/ e>neM j^,"c^streit den ausschlag zu geben, (x) Endlich siel F"" izrr- ,,seinem bruder Leopoldo dem glorwurdigen,. .Ln^.^Bayern selbst ein, verheerte das land, u>"^,, orter^Äliecum, daß er sich mit seinen völckern in die veste» . ani^. p«-muste. (a) Allein da die Oesterreicher bald her»a"^^y §e>vihr heil versuchen ivvüten, sich aber allzu t>efw"get, auch ihre macht getheilt hatten, indem Leo^ Mnem corpo abgeschickt war, die güther des Grav^^pt r» ,,,fort, der es mit Bayern hielt, mit ftmr und stv entgE,,^Heeren, gieng ihnen Ludovicus mit r^ooo. m .

da es dann endlich zwischen Oettingen und M»y ^

Macht kam,welche fast iv.stunden, von morgen v'S 'f E stwährte. Anfangs schien es, als wenn der M A,,mM",pchische feite fallen wollte, denn die Böhme» ergu»Dg,

die flucht, zum theil präsentsten sie chr gewehr>r ^ zy

begehrten lieber in die gefangenschafft als m ^eher,"hen; ja es war alles auf Bayerischer fette 'N '^x lebe» ^nung, daß man nicht wußte , ob Ludovrcus w» , ^inE yjewäre. Doch endlich verkehrte Siegfried Swm je sonnU pe»

Macht-ordnung, daß dem feinde der wmd un ^pd »es^

äugen fielen, machte den bedrängten Böhmen'M ^ ve» MBurggrafen Fridericum von Nürnberg dem je . jcv stegehen. Als die Oesterreicher diesen ankomme