Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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zu gefallen, der aus selbiger gebürtig war, wieder aufgebauet,und mehrentheils mit neuen Heydnischen einwohnern angefül-let , wie Josephus und Strabo schreiben. Sie haben sich des-wegen von dieser zeit an kom^sjsnos Oaäsrenles genennet;und ihre müntzen , als welche zu prägen ihnen unter den Rö-mischen Kaysern erlaubt worden , haben noch viel kennzeicheneiner Heydnischen abgötterey. Dahero es gar kein wunder ist ,daß sich schweine daselbst gefunden haben , welche den Judenverboten waren, so gar, daß nach der Rabbincn meynung, sieauch nicht einmal schweine auferstehen durften. loc. He-drsic. sä snn. ;i. n. 69. äe mirac. nst. ter-

r-e prom. c. 54. In annal. Laron. nummi in

Lot. <L mun. xerc. L'eFar-. tleogr. snt. ^

Gadd, (Henning) wurde an. i;oo. Bischofs zu Lincöping,nachdem er vorhero bey Papst Alexandro VI. Natbematicus, unddes Schwedischen Reichs-Gouverneurs,Stenonis Sturs, Agentin Rom gewesen. Weil aber der Konig in Dänemarck mit die-ser wähl nicht zufrieden war, so konnte er die Päpstliche confir-mation nicht erhalten , und ward endlich gar mit dem bann be-legettHierauf that er denen von Stur sowol zu wasser als zu lan-de tresiiche dienste wider die Dänen, ward aber von diesen letztemgefangen, und an. r; 20. enthauptet. Seine schriften sind Ora-tiones vsriis contra Lsnns; Lommentationes äe LntiguitatibnsLnecicis L Osnicis. -I/eAe». äe Lpile. 8uec. cbron.

van. tom. VI. VII. Lll-eFerr 8uec. lit. cum jVMIeriü^pomn.

* Gaddesden, oder Gadesden, (John) sonst lln^ücus ge-

nannt, ein Englischer Äleäicus, der an. IZ20. im Loüegio Uer-tonenü gelebet, und ssolam Lngücanam geschrieben, darinn erdie gantze xrsxin der Medicin zusammen fasten wollen. Und esist allerdings wahr, daß er vieles darinn gesammlet, aber auchvieles aus den Arabischen und andern medicinischen scribentenausgeschmieret. Er war ein grosser Charlatan, und konnte feineartzneyen mit sonderlicher parrhesie preisen; vvrnemlich wußteer sich bey den Damen und reichen wohl einzuschmeicheln, dieihm die artzneven noch einmal so theuer bezahlen musten, alSdie armen. Die Kola änZIicana ist zu Augspurg an. 1595- in 4.gedruckt. Die etymologien der Wörter , welche er bisweilengeben will , kommen mehrentheils sehr abgeschmackt heraus.In seinem Ü7I0 läßt er hier und da knüttel - Verse mit einstießen,daran er einen besondern gefallen gehabt. , billoire äe InNeäecine x. 94. legg. Stollens Historie der medicinischen ge-lahrtheit, k. II. c. I. §. 2I. x. 718. sgg. bibl. 6r«c.

VI. 9. § 4-x-^4-

Gaddt, eine Florentinische familie, welche mit den familienäe Medicis, ä'Accijauoli und äe Diacetto verbunden, und je-derzeit zu Florentz in grossem ansehen gewesen ist. FranciscusGaddi, ein Cardinal, war Nicolai, deffen.unten gedacht wird,vetter, welcher ihm das Ertz-Bißthum Conza und die AbteySt. Leonardo in Apulien abtrat. Er war sowol in geistlichenals weltlichen Rechten erfahren, und im mertz an. 1^7. machteihn Paulus IV. zum Cardinal, worauf er den 22. oct. an. 1567.starb, ssorE, IM. üb. XXV. /'nnr/Är L/o

kr». 6aäL,in elog. Ital. Ain-markis. OsII. /.'/,^rM',<',1osc.

6^rÄ»r, tbsstr. kart. II. ferrnMel/a»'. /.rÄ, Itsl. regn.

L. III. üb. IV. AtorHo/. L0I7ÜÜI. ?. I. Üb. I. c. l6.

* Gaddi, (Jacobus) aus obiger vornehmen familie ge--ohrcn. Er lebte im XVII. Lcnlo, unter der regierung Urba-rst VIII. und Jnnocentii X. und stunde bey nur gedachtem PapstUrbano VIII. in grossen gnaden, und bey den Gelehrten seinerzeit in nicht geringer Hochachtung. Sein werck äe 8criptoribu8uon LcclellMicig ist nicht vollkommen, denn es gehet nur bis

- auf den buchstaben 8. aber deswegen rar, weil der erste theil zuFlorentz an. 1648. der andere aber zu Lyon an. 1649. in fol. ge-druckt ist. Die Gelehrten urtheilen nicht einerley davon, so vielaber ist gewiß, daß er viele gelehrte leuthe, sonderlich aber dieTeutschen darinnen sehr hart tractiret. kolviM. wm. I.

üb. I. c. 16. n. 19. leg. Sonst hat man von ihm LorollsriumLoeticum ; ücüocutiones und ülogia , Florentz 16,6. in 4.Lorona koetica ; ülogls Historien , Florentz 16;7. in 4. /.etr,Itsüa regnante k. III. üb. IV. , äe scrixt. eccl. x. 878-

, rbestro äei Istterati.

Gaddi, (Nicolaus) Cardinal und Bischoff zu Fermo undSarlat, und hernach Ertz - Bischoff zu Conza in dem König-reich Mapvlis, war gebürtig von Florentz, und des ThaddaiGaddi ß)hn. Er begab sich sehr jung nach Rom, woselbst eran dem Päpstlichen Hofe unterschiedene bedienungen erlangte,bis ihn endlich Clemens VII. an. 1527. denmart. zum Cardi-nal gemacht. Jovms meldet, daß er einer von denen gewesen,welche die Kayferlichen zu geißeln verlanget, ehe sie den Papstlos lassen wollten. Sonsten hielt er es mit dem Könige in Franck-reich, Francisco I. der ihn auch IN wichtigen Verrichtungen ge-brauchte, und ihm an. 1451-das Bißthmn Sarlat gab. Erstarb zu Florentz im ansang des jahrs 1,52. nist.

* Gaddi, (Hieronymus) Bischoff zu Cortona, war ausFlorentz gebürtig, wo fein vatter, Angelus, erne Rathsherrn-stelle bekleidete. Er war anfangs ärclüpresbytcr in seiner vat-ter - stadt, setzte sich aber durch seine besondere qualitatey in sol-ches ansehen, daß er an. 1562. zum abgedachten Bischofs bestel-let wurde. Der Groß - Hertzog Cosinus ernannte ihn darauf zufeinem Legaten bey dem Tridentinifthen Lonciüo , wo er auchals Bischoff erschien, und diese beyde chargen mit grossem rühm

verwaltete. Er starb zu Florentz an. r; 72. -

tom. I. p. 6;o.

Gaddi , (Gaddo) ein berühmter Mahler von Flo".^r -eilsonderlich in Mofaickischer arbeit excellirt hat, und zu 0 ^hc.hochästimirt worden; erstarb an. 1,12. seines aicervAngelo sein söhn war in dieser kunst nicht weniger , ^. erund hat sonderlich die affecten wohl zu prästntiren gew'M ishatte sich 24. jähr bey Giotto aufgehalten, und M ^„DiBdem coloriren übertreffen; sein schönstes stuck ist die erl - „nei-Christi zu Arezzo; er war neben diesem auch ein Wer ^ster, wie er dann den schönen thurn all» 8. Mrmdie veste gewölbte brücke über denArno (worauf 24. rw'llüden stehen, welche jährlich 800. crvnen zins ertrage^hat. Er starb an. i z zo. nicht mehr als 50. jähr w'

Losä. k. II. üb. II. x. 58. L 64. * .M ^

* Gaddo, Gaddi, (Thaddaus) ein berühmstrdem XIV. steculo , und ein lehrjünger des beruhnmOe, abrege äe la vie äes Leint. »allste^

Gadebusch, eine kleine stadt in dem eigentlichHertzogthum Mecklenburg, nicht weit von denGrasfchafft Schwerin, in dem Amte Schönberg, an 0^flusse Gade gelegen. Hierbey wurde an. 1712. den ^ ^ MDänische armer von der Schwedischen , welche letzl^ §.neral Steinbock cvmmandirte , geschlagen.

r»/p. 84. o-landE

Gademes, oder Gademessa, eine ziemlich grosirin Africa, nebst einer wüsten gleiches nahmensrid, zwischen der wüsten Fezen und Guerguela,die stadt Gademes am flusse Lapsus lieget,

Lkrica.

Gadendorp, ein adeliches geschlecht in NrederM, Waus welchem an. i z86. Detlef mtt der stadt Lübeck gr^ch li»hatte, und vermittelst einer conspiration den gantzchzubringen fuchte, so ihn aber selbst das leben gekost^ ^a«findet man in briefschafften den nahmen GotlrE' v"160;. Clementis von Gadmdorp. An.

Gadendorp ihre güther in dem Holsteinischen dewu ^ ^

wisch verkauft, und sind dazumal ihrer drey noA as-MB'.Wesen. Heut zu tage besitzen sie in dem BraunschwM i?'guth Schliestädt unweit Samtleben , auf welchen^noch ein einziger zweig blühete. /o-E «L I-

in äelcript. Ll'/svir. p. 540. Danckwerthö Sckj^v 'x. 17. Holsteinische Adel - chronick, 9- jc-a"

* oderüLDMI, wurden zu derA^^Adie völcker genennet, welche zwischen dem a)>sflM.M^und Edenboroughfirth in den Schottischen lanM^^,bdale, Twedale, Merck, und Lothian wohnten. ^

x. 89,. 894- 899- . cMvek^a«-

Gadenstädt, eine alte adeliche familie m .nn „M ^sen, welche heut zu tage in dem Gandersheinme^r jMdern güthern Eggelsen und Bockensen besitzet. ^

Hans Gadenstädt liegt in dem Stifte HildesyelM >"

Peina. Berthold hat an. 1272. dem land -tag . praschweig beygewohnt. Lucä Grafen-saal, k- ^

Adl. Europ. p. 676. in deill»

Gadersleben, einstecken an dem flusse SeA/ „M,'stenthum Halberstadt, an den Quedlinburgsschen s,^hiiiel>cher einem dabey gelegenen ziemlich grossen see ^geben, der aber nunmehro zu acker gemacht wv^ ,

* Gadilon, oder Gadilonitis, ein sch^«sses

in Ponto, nicht weit von dem Ursprünge des, flw! L vE ^5

gen. Dieses stück landes brachte sonderlich viel

dicker und zarter wolle hervor, dergleichen man '

und Cappadocien nicht findet; ingleichen auch

in selbigen landen selten flehet. 8'^», XII. ?- s yieUpck

not. orb. snt. II. 8- fsä. ,. §. 64. Die Herr N>elchz4zc^

waren theils die Lmiseni. theils ber Deiotarn Ayft

Pompejus N. ausser seiner vätterlichen ss^tcar

rum ssalillobogiorum , was an Pharnacien /. yärüre

chos und Klein - Armenien lieget, gegeben, und ^ ^

König bestellet hatte. , XII. p. 82;. ^,-,Men

* Gadiz, eine kleine stadt in der MosE weit A^

am fluß Pfol, welcher in den Nieper fallt ,nlch^j^e reg'^/.tawa, gegen norden, da an. 1708. fünf I/»'

ter von den Moscowitern niedergemachet w»

LaMsl^iE

Gadolus, (Bernhardinus) General ^ordens , war gebürtig von Brejcia, und ^„MNin der Rechtsgelehrsamkeit, Theologie und an . ,vercke ^F^

ten wohl versirt, und war willens, gekonnt!,^ E

zu geben, dahero er von demseibigen, was.. ^gientsM'men gebracht. Sonsten hat er auch einen <? ander^Mr

die gantze heilige Schrift hinterlassen, und

verfertiget, als: äs kugieoäo 8sLuIo « ^chcion- ^

Ne contra 8uperbism Zlmbitionsm,

* Gadrois, (Claudius) gebürtig vo^P Cart^pM^der geschicktesten und eifrigsten verfechte , nss ,^,, ss

Philosophie, welche er sich gar bald gefallen M

kaum den gewöhnlichen curüim der Alten