Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Garsias V. ein söhn Ramiri, Herrn von Moncon, und einenckel Ramiri, Herrn von Calahorra, welcher Sanctii IV. bru-der war. Er erlangte an. n;4. das Königreich Navarra / undmuste deswegen mit den benachbarten krieg führen. An. n zo.sturtzte er auf der jagd mit dem Pferde/ als er ohngefehr iz. jährregiert hatte.

Garsias, König von Oviedo und Leon/ war ein söhn Alphon-siIII. zugenannt des grossen. Seine mutter Limene verhetzteihn, daß er wider seinen vatter die Waffen ergriff; er wurde abergeschlagen und gefangen. Doch seine bruder und sein fchwie-gcr-vatter machten ihn los / und nöthigten Alphonsum an. yia.die Crone, in favor des Garflas, niederzulegen / welcher selbigenur;. jähr behielte / und an. yiz. starb. Sein bruder Ordonnosuccedirle ihm. Kill. Hitz>.

Garsias I. ein Graf von Castilien / sonst Ferdinandus ge-nannt/war Ferdinandi Gonfalvi söhn / wurde nach seinem vat-ter an. Y42. Graf von Castilien / und regierte 48. jähr. Seinsöhn Sanctius rebeüirte wider ihn / welches die Mohren so ver-wegen mächte / daß sie ihn mit krieg überzogen; er wehrte sichZwar tapfer / verlohr aber an. 990. die schlicht mit dem leben.

A/M'/ersr«, kiü. Hilx.

Garsias II. ein Graf von Castilien / succedirte an. 1023.seinem vatter Sanctio / Garsiä I. söhn / welchen er mit Urracagezeuget hatte. Er wurde den 1;. may an dem tage seiner Hoch-zeit mit Sanctia / Wermondi III. Königs von Leon schwester /ermordet. Seine schwester / welche an Sanctium III. dengrossen genannt/ Konig von Navarra / vermählet war/ brachteCastilien an selbiges Haus. IM. Hilx. M.

ck'LfpAMö.

* Garsias Nmenes oder Innicus I. König in Suprarbienund Ridagorga / dem zweyten Christlichen Königreiche in Spa-nien/ welches er ungefehr an. 724. aufgerichtet/ nachdem erdie Mohren verjaget / und sich Pelagius in die Asturischen ge-bürgt geflüchtet hatte/ welcher daselbst angefangen das ReichGaUicien und Cantabrien zu stiften / so an. 716. geschehen.Innicus erwehlte für die Haupt-stadt und seine residentz diestadt Infam ; er führte in seinem wapen einen grünen bäummit einem rothen creütz/ in einem blauen feld / welches erzum angedencken eines gesichtes angenommen / so ihm in derlnft (etwas vor der schlackst wider die Mohren) soll erschie-nen seyn. Daher kommt / wie man davor hält / der nähmeSuprarbia.

* Garsias / (Innicus II.) nahm Pampelona ein , und ver-setzte dahin seine Königliche residentz; er veränderte auch dennahmen des Königreichs / und hieß es hinfort Navarra / oderauch nach der Haupt-stadt / das Königreich Pampelona. Seo^.

vrbis imxersnb.

Garsias / ein Rechtsgelehrter / gebürtig von Sevilien / lebteum das jähr 1290. Er ist am meisten durch seinen Lommsnts-rium über die vecretsles bekannt worden. 2>rÄc»r/r</,äs fcripr.«ocl. bibl. Hifp.

* Garsis / oder Garcis / heut zu tage ein geringer ort in

Africa / in der provintz Chans / am fluffe Mulvia. Man hältsie vor der Alten Galapha / welche als eine stadt in Tingitanain Africa / nicht weit von dem Ursprünge des flusses Malva /über dem berge Phocra / der stadt Molochath gegen mittag ge-legen/ beschrieben wird. siw/emE. , nor. orb. 3uc. IV.

7. §- 27.

* Garsten/ oder GaerstM/ Gärstingen, einkloster inOber-Oesterreich, am flnß Ems, welches an. iozo. von Marg-qrafOltocaro von Steyermarck gestiftet / und anfangs mit LIs-ricl8 8eLuIsribu8 besetzt / hernach aber von dessen söhne, glei-ches nahmens / dem Benedictiner-orden gegeben / und einemAbt unterworffen worden. Der erste Abt daselbst war Berthol-ldus aus dem Haufe Würtemberg / der wegen seines heiligenWandels und der wunder / die sein corper nach seinem todegethan / unter die Heiligen gefetzt worden. Der Abt Gunthe-rus brachte an. 1120. ein guth in Biberbach dazu , und an.A096. schenckte Hildegardis nebst ihrem söhn vonIphe eine«rirtsm an das Stift. Ottocarus / Hertzog von Steyermarck/schenckte gleichfalls zwey N-mlo8, wie auch den wald an demsiuß Gabelenk dem Stifte / nebst der fifch-und jagd-gerechtigkeit.Übrigens ist auch St. Wiratho / welcher hernach unter die zahlder Heiligen gesetzt worden / nebst viel andern gelehrten leuthen,<ms diesem kloster gekommen. Von Hoheneck, beschreibungvon Ober-Oesterreich. De Lr//te^r§, reüg. mauufcript. äiploma-tum tom. IV. p. 191. leg. Lr/ceL». 6 erm. sircr. ?. II. x. Z7.Zeltlers Reichö-geogr. I. x. z;. iriner. 6erm. c. iz.

* Gartach , eine kleine stadt im Hertzogthum Würtemberg,ins Amt Brackenheim gehörig. Liegt an der Pfaltzifchen grentze.

itin. 6erm. contin. I. c. 8. x. 102.

* Gartamve, ein fluß in der Französischen provintz Marche,welcher sich in die Vienne ergeußt.

Garter, also wird in Engelland der oberste Wapen-Königgenennet / welcher einer von den 4. beamten des Garter-ordens,-der des ordens von dem Hoseubande ist. IiM kommt zu, dieregister dieses ordens zu halten, worein er den nahmen eines jed-weden Ritters / nebst dessen wapen / aufzeichnet; rngkerchen diesireitigkeiten zu schlichten / welche über den wapen entstehenMöchten. Er ordnet auch die folennitäten an, welche bey den

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vrdens-festen in acht zu nehmen sind. Unter ihm stE ^andere Wapen-Könige/ deren der eine Clarencieup ,dere Norroy/ genennet wird. Siehe Herolde.

Garter-orden, siehe Hosenbandes, (orden des)

Garthius , (Helvicus) war von geburt ein H^ÄLdigeran. 1579. Sein vatter war Balthasär Garthiuö,

Alsfeld, die mutter aber Catharina Hulfcherin. Erfangs zu Marpurg/ allwo er in MZiitrum promovme, .besuchte er Straßburg , und ward im 2z sten jährevoätorsskeologl-r: zu Tübingen. Aeg. Hunnius,Superintendent zu Wittenberg/ gab ihm seine tochter ^ x^teN"mit welcher erAnder zeugete. Er wurde auch , Eirck^ ^dent zu Freyberg / nachgehends aber in der TeursiYch W"Prag zu St.Salvator Prediger undEllor Lonüstonl.^ ^ gls(-dendec. an. 1619. und hinterließ verschiedeneäe Invocsrione 8-ui<ckorum; cls ^uüice Lontroverllärcon Lrneeum Lc. vit. Tkeol.

Gartz / eine stadt in Vor-Pommern an derOdck' z, z>sthier paßiren kam ist an. n;8. von dem HertzogeBm"' MBstadt gemacht / an. 1469. aber von dem Churfürsten " .^pc» -denbtirg erobert / und mit einem vesten schloß verM" per stAwelches doch die Pommern nicht lange hernach siuw, vo>wieder eingenommen. In dem Teutschen kriege M MMdieser, bald von einer andern partey erobert, vcrww

endlich an. rSzg. von dem Schwedischen General Ban^^pe

sich / bis aufArchen und schulen / geschleift worden . ^zeit ist sie wieder angebauet / und in dem Nordische«denMoscowiternerstlichfortificiret/ an. 171z. aber«« eevon denselben / unter dem vorwand der repressasienvon den Schweden zu Altona verursachten brandeS/ «worden. 4 'or/re/-. AE

Gartz / eine uralte adeliche familie/deren stawlU-N.^li Nin der alten Marck gelegen, in welches land sie Moder Henrici rluLupis zelten an. 927. gekommen sey"' »x!ve"'Shat sich auch in Schlesien ausgebreitet/ und allda ""«V.z. Elahren Brufewitz im Oelsnifchen besessen. AN' °^' 'Hans Christoph von Gartz und Rieza auf Ober-S^Wartemdergischen als Ländes-Hauptmann der Mdes-Herrschafft Wartemberg. In eben diesem iE,? .trich von Gartz auf Rieza / Raths-Prseles zu BreßA, rodeÄreüor des Königlichen Burglehns zu Namslan / «' ,.hceer war an. 1582. zu Breßlau gebohren. An. 1664.

Heinrich von Gartz auf Bruftwitz / und an. E.

Dietrich von Gartz und Riezen auf Langendorn z. Mio

Standes-Herrfchaff Wartemberg Land-Hof-M^v xEnzettMärck. chron. x. 67. Märck. chron. u '

5/«^// Schief, curiof. Äz

* Garuffi / (Joseph Malatesta) ein gelehrter de

LibIiotbeLLrw8 zu Rimini in Romagna / lebte «It ^XVII. ÜLLuIi, und schrieb IwLSMLM Isniä-lkisw ,0 gWls"klärung von allerhand stein-schriften / welche >" V,?.iwüguit. <L Kill. ItLl. tom. VII. k. II. unter dem mIsxMri-r v,L LlLmimW Ac. stehet: Loetici ^ H.nem; 8pkingis Loensm senigm-tdiLLM; das leben ^6.phi in Italiänischer spräche. gebüßt y

lebte zu ende des XV. und ansang des XVI. wurde M '

in dem Spanischen Lollegio zu Bonomen/e-mowcu8 m Saragossa, nach diesem aber FeKchDaroca. Seine meriten machten ihn an des M

di Hofe bekannt, allwo er Hof-Prediger und der K ," Aarce»^xläBeicht-vatter wurde, welches ihm das BM" " yiid^,zuwege brachte. Man hat von ihm etliche sthMlig Oh^unte^tdern ein volumon predigten , welche August" mznoniLU8 von Barceüona, an. 1520. drucken >^perd"

warS^A

andern

03 nonicu 8 ,.___ .

fchiedene autkore8 reden von diesem PrälatenLloxio. bibl. Hisp.

Garzon, (Johannes) ein Doüor 'fandet

von Bononien, und lebte zu ende des XV. Lom-- § lebe"berti sagt, er sey fein krXcexwr gewesen. Er UDominici, ö. Petri Veronen68 und THU

beschrieben. Insonderheit ist er wegen der hlston hacken^fen Friderici von Thüringen mit dem gevmei' Mosyje-kannr, welches buch mit Erafmi Stelln vorrel1518. gedruckt, und von Reineccio zu Fran»i"^b^'derum edirt worden. ckelcripr. Ic»u»-

8sx. üb. VI. cle lüll. Ast. üb. III. ^ Aestllt^MrGarzonr, eine reiche familie, welche stit d^E^hMkriege m der zahl des Venetianischen geyclstL^jii^

erste, welcher sich darein erkauft , soll Baldm"und ern wurtz-händler gewesen seyn. An. ^ .ssersilstE-,, eh"Garzon» ?rocur!Uor von Sau Marco, und fe-dere dieses gefchlechts fmd von der Republi» » 0

ren-stellen gezogen worden. ziberce

riifep. z;9. /Utt», remargu. für I'exrimen '

, (Fabr«) a»

hat ein werck cko l<ebu8 KipM« geschricoen,