Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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berti, gehalten hat , mit dem concept übereinstimmig, oder ander verlohrnen stelle andere substituiret worden , bleibet zu wei-terer Untersuchung ausgesetzt. , bibl. vomin. tom. I.

x.

Gazzuols - eine in dem Hertzogthum Mantua, an dem flußEeriola 1 a Pubega, gelegener ort. Die Spamer haben ihnehemals fortificirt; allein an. 1690. hat ihn der Hertzog vonMantua, Carolus IV. vermöge gewisser tractaten, aller vestungs-wercker wieder berauben lassen. Schaupl. des kriegs inItal.ii.

Geannabius, oder, wie ihn andere schreiben, Al Iannabi,war ein berühmter Arabischer Mttoricus, welcher in dem XVI.l-LLuIo florirt hat. Sein eigentlicher nähme, mit welchem seinaeschlecht nach gebrauch der Araber zu erkennen gegeben wird,heißt: Abu Mochammed Mostapha , Ebnol Sajeb, Chasan,Alchosaini, Albaschemi, Alcoraschi; er wird aber gemeiniglichmit dem titul Algeannabi belegt,und also von den Gelehrten an-gezogen,weil vermuthlich er oder seine vor-eltern aus Geannabagebürtig waren, welches ein städtlein in Persten nicht weit vonSchinis und Schires, an einem meer-dusen gelegen war, undvon Caramita, einem daselbst gebohrnen, und deswegen aufgleiche weise genannten Geannabi zerstöret worden. Er hat einhistorisches werck bis auftt. Hex. 997. d. i. tt. L. 1589- geführet,darum er auch vermeldet, wie er tt. Hex. 96;. odertt. L. i;;6.eine wallfahrt nach Mecca und Medina zu dem grabe Maho-mets verrichtet habe; viel Gelehrte haben sich dieser arbeit mitnutzen bedienet, wie dann daraus auch deutlich wider die meistenHiltoricos erwiesen worden, daß Abulfeda tt. Hex. 710. undnicht an. ?;6. zum Fürsten von Hama gemacht worden, undseine regierung bis zu ende seines lebens, so tt. Hex. 7;;. erfol-get, über 22. jähr gewähret habe, nicht aber nur;, jähr, wieauch droben nach anleitung vieler scribenten in dem artickulAbelpheda fälschlich ist vermeldet worden, in LbulLr.

, in /Ukraxan. biks ok Mabom. Las»/-»',

xr«tt in ttbulf. bittor. *

Geber, ist einer von den berühmtesten Lkymicis, welcher,wie einige wollen, 100. jähr nach dem Mahomet, und also zuende des VII. s«cuü gelebet. Er war von geburt und religionein Grieche. Man sagt, er Habe die Christliche religion verlastsen, um die Türckische anzunehmen, andere aber. sagen , ersey zu Sevilien in Spanien von Arabischen eitern gebohrenworden. Leo ttlricanus, (wo er von den Lb^micis, die ingrosser anzahl sich in der stadt Fez befinden, handelt,) saget,daß er vor den vornehmsten unter ihnen gehalten, und gleich-sam von ihm eine besondere stete gemacht werde. Einige wol-len ihn auch zum erfinder der Llxekra machen. Er hat in Ara-bischer spräche geschrieben, und ist, wie es der Lb^micorumIl^'Ius mit sich bringet, voller allegorien. , äs lubtiür.

bibl. IVIeä. , äs Alrttbem. c. ; ;. Lorrvci-. LON-

Hsäku Lbzsm. r8-

* Gebericus, oder Geberich, ein König der Gothen, Ara-

rici oder Aorici Nachfolger, an der zahl der dreißigste, war auseiner der ältesten und angesehensten Gothischen familien entjproj-sen. Sein vatter hieß Hildericus, fein groß-vatter Ovida, undsein urälter-vatter Cnivida. Er hielt den frieden, so sein vattermit den Römern gemacht, beständig; führte aber mit dem Kö-nige der Vandalen, Visumaro, blutige kriege, und schlug ihnendlich in einem treffen aufs Haupt, durch welche Niederlage ersoll anlas gegeben haben, daß sich die Vandalen mit des Kayserserlaubnis nach Pannonien gewendet. ./». , bitt. 6otK.

8ueon. VI. 21. Letic. 22. Von Bunaus Teutsche

Reichs-Historie, k. II. üb. III: §. 6.x. 6; 8. Nascou, geschichteder Teutschen VI. 28.

* Gebhardi, (Brandanus Heuricus) ein Lutherischer Tbeo-logus, war zu Braunschweig, woselbst sein vatter AndreasPrediger gewesen, den 16. nov. an. 1657. gebohren. Nachdemer in seinem 9. jähre eine grosse lebens-gefahr, da ihn nemlichein betrunckener bauer mit dem Pferde überjaget, und beson-ders an dem köpf sehr übel zugerichtet , glücklich überstanden;legte er sich mit besondern eifer auf die studien, und begabsich an. 1676. auf die Universität zu Jena, da er denn vorandern Velthemium und Bechmannum gehöret , drey jähredarauf aber nach Hamburg, woselbst er des berühmten Hol-steinischen Cantzlers I. A. Kielmann von Kielmannseck söhnein IIuinMiorlbus zu unterrichten bekam, und sich hiernächstbey dem gelehrten Efta Edzarbi noch ferner in den Orientali-schen sprachen übte., Hierauf wurde er an. 1636. krof. längn.Orient, zu Greyphvwalde, und nahm deswegen an. 1689.den titul emes Mxittri kkäoloxbi« an, bekam auch ferner an.1701. eine extrsorä. und an. 1702. eine oräinsriam brokss-Lonem Tbeoloxi«, da er denn sogleich hernach Ooctor, an.» 7 °;. aber des Königlichen Lonlittorii Lttettor, und endlichnach Ioh. Friderici Meyeri absterben auch General-Superin-tendent in Pommern und Rügen wurde; wiewol er dieses letz-te amt nur so lange bekleidet, als die gedachten länder unterKöniglicher Dänischer Herrschaft! gestanden. Er starb den r.dec. <»«,.,1729. im?;, jähre seines alters, und hinterließ ei-nen schonen Lommentsrium oder einleitung in die 12. kleinenPropheten; Vinäiciss 100. locorum X. T. contra ttabbi Isgac8en ttbrsbamLommentarinm in 2epbani-im contra ttbar-banelem öLc. Lomment. in Lxiüolam Iuä«; Ilstim Lakai« in

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priora capita Lenslsos ; Vinäicias guoronäMIlekrTi Textus contra kaulum kerrönium; Vinä'L'äam locorum kauli a ketsrlsnio aäk.sxnum lnu>en- ^nebst vielen andern philologischen dissertationen, >vicvaunterschiedliche wegen ihrer vortresiichkeit in Ho».?.ch chil^aufgeleget worden. Sein leben ist bey der vorbemen»tung in die 12. kleinen Propheten sä. 17;?. anzutreit«' MGebhardus, Churfürst und Ertz-Bischoff vonGraf Wilhelm Truchsessen von Waldpurg soh»'„? ArdAna, Gräfin von Fürstenberg. Er wurde, nachdem/' 77.fürst Salentinus von Cöln freywillig abgedanctt, am. ^ schE

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dessen stelle erwehlet. Allein er verliebte sich l».

Gräfin von Mannsfeld,nahmens Agnes, und vermav--ihr an. 1582. in geheim, gieng auch damit um, wie».therische religion in dem Ertz-Stift Cöln einführen hMer durch der Lutheraner Vermittelung das Ertz-SEten gedachte; das Capitul aber brachte es bey deM ^EHofe dahin, daß er abgesetzt, und an dessen stelle MSaus Bayern welcher. bereits Bischofs zu Freysingemheim und Lüttich war, postulirt wurde. Ob er Es.^Vermittelung PfaltzgrafJoh. Casimirs sich ru mE^, Mdachte, Bonn nebst andern vestungen wohl besetzt em ^ Mseine Vermahlung zu Bonn lolsmüter vollzog, Lv»durch hulffe der Spanier und Bayern genöthigM m.furstenthum zu verlassen, zumal da Bonn an. ^,1,0°porung der besatzung, welche so gar ihren Commenom HpEGebhardi bruder, Carln Truchsessen samt übrigen ^Befehlshabern gefangen genommen, in desliefert ward, und seine übrige trouppen unter den ^ LHohenlohe und Neüenar gleich daraus bey Bur§ ^Mte ^gantzlich geschlagen und zerstreuet wurden. Er Uhierauf mit seiner gemahlin in Holland, allwo er ^ ^ yr1601. ohne erben verstarb. Man sagt, daß ihm?L-monicus zu Cöln gewesen, und den der Ertz-HU<UI1 ^Mvon Oesterreich zu Antwerpen gesetzten triumphA^eM^betrachtet, das Chur-Cölnische wapen davon am ' kfiMsgefallen sey, welches er vor eine Vorbedeutung le mChurfurstlichen würde ausgeleget. Man giebt a»L. jhrmseiner gemahlin Agnes prophezeyet worden, sie fie 0°,,mahl um land und leuthe bringen,

Lolon. in kill. sui temx. üb. üXXV ' ^

äs ärcbiex. Lolon. nnn. Trev. Üb. XXi'

biü. p!>c. ^Veltxbsl. x. 11. bitt. I-utke - ^ ^

Gebhardus, Ertz-Bischoff zu Saltzburg, amem gebohrner Graf von Helffenstein, und hrelt es 2^, ^maligen streitigkeiten, zwisthen dem Kayser und dc»diesemletztern, erhielte auch wegen seines eifersAlexandro II. den titul eines I-eZsci nati 8eäis E' Ästetehernach bey allen seinen Nachfolgern geblieben. E107;. das Bißthum Gurck, war ein grosser eE schlEjMPriester-ehe, und baute wider den Kayftr drey veM'^, 5^,Saltzburg, Friesach und Werffen, wurde aberHenrico IV.au. 1078. verjagt, und an seineem Graf von Moßburg, gesetzt, der sich auch?. die'ten hat. Nachdem aber der Hertzog Welph fn ^

sen wider den Kayser ergriffen, wurde Gebhars ^wieder eingesetzt; er starb aber gleich im folgende'»'ML". bitt. 8->Ü8b. üb. III. c. 27. lsM. Dückers

x. 88. Staat von Saltzburg, x. 80. .liiid l-M-Gebhardus , ( Ianus ) Vroksttor der h'Wle z.schen spräche zu Gröningen, ward zu Schwartzym.lein in der Ober-Pfaltz, allwo sein vatter Peet'E E!- d>/febr. an. 1592. gebohren. An. 1605. wurde er " Ejpchxium nach Heidelberg gethan, und daselbst am - MÄlumnos Loüegii 8sriienti« aufgenommen. T' ^ , rck> si^d-'berg von den Spanischen soldaten viel leiden de» ,^iosich nebst andern nach Marpurg, wurde von da» ck

grasen zuC"' "

Xobilit-rtis

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ieo,l anoern nach Marpurg, wuroe vv>. ^ v M»en zu Cassel recommendirt, welcher ihm ' h, sich^.^.üb'r-ttis die vornehmste stelle üstin« Linß"^ "sich aber allda nicht stcher genug zu seyn dunckre, .^0,nach Bückeburg, und hielt sich bey Melchiore Gs lörmligem Holstein-Schauenburgischen Rath, auf. ^ hauestte er sich nach Rostock, weil er aber kein gelb M

konnte, nahm er bey dem Mecklenburgische» Astte dch, AcEstrau, Ottone Preen, condition an, und mfm' /oha>»ch,ß M2. jähr. An. 162;. wurde er von dem beruhmm^^x dE^cv.'te nach Upsal zu einer ki-ofellion beruften, kam xMe^j, esein ausländer und fremder religions-verwand»" .^hen. „Mtung, welches ihn veranlaßte, nach Holland ^ zürnihm aber auch daselbst nicht glücken wollte, rey ^-7.

Rostock, und las daselbst privatim, bis er ^chogekettors Lloquenti« ernennet, und von ^Hchts destd'^r^Alberto consirmirt wurde; wiewol man ^'E/ndel^wegen der religion wieder verwarf H'^am an "

12. may an.1628. nach Gröiüngcn,allwo er en

Emmil stelle krolsttor der Historie und ^. ->k>c

de, aber bald hernach den;. oct. an.6;Lsten sind : LrepunäLa IN Ostullum, Dbul 1 ^

guarum üsciionum bibri äuo; Lxlbuwminum; Orstio in Victoriam LuttsviLorn. Xepotem.vit. kbilos.