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Dritter Theil. D - Ha.
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hcncr flecken in derjenigen gegend von Süd-Holland, welche dasland von Putten genennet wird, an dem auslaufder Maas indie Nord-see, der kleinen insul Blanckenburg gegen über.Geest, siehe Marsch, Marschland.

* Geest, (Janvan) ein guter mahler von Antwerpen,

dessen epitgpkium Johannes Vsßius in Holländischen Versengemachet hat. ä'üoil.

* Geest, (Wybrand van) ein unvergleichlicher Historien«mahler, dem zu Rom, allwo er sich meistentheils aufgehaltenhat, wegen seiner ausnehmenden geschicklichkeit, der nähmedes Frießländischen Adlers ist beygeleget worden.lcbiläerbcLlc.

Gefäll, ein stadtlein im Voigtlande, ohnfern Planen, imAmte Planen gelegen; ist schon vor langen zeiten zu solchem Amtund Herrschaft gehörig, demnach auch bey dem SächsischenHause gewesen.

Gehan-Abad, die Haupt-stadt in der provintz Dehli, sovor zeiten den titul eines Königreichs führte, in dem Reiche desgrossen Mogols diffeit des Ganges. Vormals war eine solcheDehli, sie ist aber gantzlich ruinirt worden , seit dem Chage-han die neue stadt Gehan - Abad nahe dabey aufbauen lassen,und sie zu seiner residentz gemacht hat, weil die tust an diesemorte viel tempcrirter als zu Agra seiner vorigen residentz. Alleprivat - Häuser haben grosse vorhöfe, in deren mitten daSwohn-Haus befindlich ist, damit niemand alsofort zu dem ortenahen möge, wo die weiber verschlossen gehalten werden.Die meisten vornehmen Herren halten sich wegen der bequem-lichtest des Wassers ausserhalb der stadt auf. Des Königspallast hat eine gute halbe meile im umfange. Die mauren sindvon ausgehauenen steinen gebauet, mit zinnen, und zwar der-gestalt, daß allemal zwischen io. zinnen ein thurn stehet. Diegrüben sind mit wasser angefüllet, und auf dem boden mit ge-hauenen steinen gepflastert. Die Omrhas oder grosse Herren desReichs halten innerhalb des andern Hofs wache; der Divanoder andientz-saal ist im dritten Hofe, wird von zr. marmornenPfeilern getragen, und ist mit allerley gemahlten blum-werckausgeziert; zur lincken feite des Hofe, worinnen die Divan ist,stehet eine kleine Moschee, nebst einem gewolbe mit bley ge-deckt , so über und über starck vergöldet ist, so gar, daß einigevorgeben, es sey von maßivem gold. Darinnen pfleget derKönig sein gebät zu verrichten, ausgenommen freytags, da erin die grosse Moschee zu gehen pfleget, so ein unvergleichlichschön gebäude ist, welches auf einem höher« gründe stehet, alsdie Häuser in der stadt, und da man etliche stufen aufzusteigenhat. Die Königliche ställe sind auf der rechten feite des Hofs,welche mit den schönsten Pferden angefüllet sind, worunter dasallergeringste auf ;ooc>. einige aber gar auf roooo. rthl. zu ste-hen kommen. Selbige pflegen nicht etwan Heu und Haber zufressen, sondern des morgens werden sie mit einer maas vonwaitzcn-spreu, milch und butter gefüttert, und wenn die zucker-röhre und der Hirse gut sind, giebt man ihnen davon etwas gegenmittag, des nachts aber ein maas von geflossenen und in wassergetauchten erbsen. voxags äes Inäes.

Gehan - Guir, ein König in Ost-Indien, steng seine regie-rung an. 1604. an, und starb an. 1627. Zwey seiner söhne,Kosrou und Konrom, wurden seiner langwierigen regierungüberdrüßig, und suchten ihn dahero noch bey seinen lebzeitenvon dem throne zu stürtzen. Zu diesem ende brachte Kosrou einemächtige armee auf die deine, wurde aber geschlagen, undnebst den vornehmsten, so seine partey gehalten, gefangen ge-nommen: worauf ihm sein vatter mit einem glüenden eisen dieäugen ausbrennen ließ, auf die weise, wie es sonst in Persiengebräuchlich ist, und war willens, das Königreich seinem ru-cket, Bolaki, des Kosrou ältestem söhne, zu hinterlassen; die-sem aber vorzukommen, brachte Kourom gleicher gestalt einegrosse armee zusammen, tödtete seinen bruder Kosrou, und ließsich Cha-Gehan, oder einen Rönig der weit, tituliren. Dar-auf marschirte Gehan - Guir seinem aufrührischen söhne ent-gegen , starb aber unterwegs, und recommendirte seinen enckel'Bolaki dem Asonfkam, seinem Generalißimo und vornehmstenStaats-Minister. Doch dieser, anstatt, daß er dem Bokakrheiffen sollte, war vielmehr feinem schwieger-sohne, Cha - Ge-han beförderlich, sich auf dem thron zu bevestigen.

voyage äes Inäes.

Gehasi, war ein diener des Propheten Elisä, und ein zeugemehrerer wunderwercke seines Herrn, wie nicht wenigerdessen, womit sein Herr den Syrer Naeman von feinem aus-sah befreyete. Weil er aber dem letztem, ohne des Elisäwissen, geschencke abforderte, und solches nachmals läugnete,so ward zu bestrafung seines geitzes und seiner lügen, nichtnur ihm vor seine eigene persdn, sondern auch seinen nachkom-men die plage deS aussatzes von GOtt zugeschickt. 2. /i-Z. iv.12. <L V. 20.

* Gehema, (Ianus Abrahamus) ein Polnischer Ritterund Königlicher Leib-Artzt, florirte gegen ansgang des XVII.sseculi, hielte sich meistentheils in Bremen auf, pflichtete denlehr-satzen der llstbolosise islste bey, und schrieb verschiedenebücher, als: der qualificirte Leib-Neäicus; die sorgfältige undaewissenhaffte Säug-amme; äpkorilmos oder Gesundheits-re-guln; die eroberte Gicht durch die Waffen der Noxs; sonderlichaber machte er mit seiner schrift von grausamen Medicinischen

geh ger

Mord-mitteln das gröste aufsehen, und verwarfdätinügiren, aderlassm, clystirenrc. fonsten hat erauchdeo^ ;Holländischen tractat äe kebribus ins Lateinische uvm ? ^

Gehmen, Gemen, ein flecken, nebst einem sw - Aa,darzu gehöriger Herrfchafft in Westphalen, an dem L^eiinahe bey Zütphen gelegen. Sie hat vor diesem eigc-

dieses nabmens deren ndnana sie vllr"/^

Lucä Grafen-saal, x. 975.

Gehülffenberg, siehe Hülffenberg. ^ „äst

Geierus, (Martinus) wurde zu Leipzig , Mo kter ein kaufmann war, an. 1614. gebohren. ^rias Cramer, welcher ihn privatim informiren rnun.^, MTorgau in die schule beruffen ward, zog er mit stiEseiner unterrichtung ferner zu gemessen. Nach eu'bler zu Leipzig, Witteyberg und Straßburg, und tmTheologie die Orientalischen sprachen, worauf "IbsologilL, Lrokiciiacomis zu St. Thomas, lMauf Lalior und Superintendent in Leipzig, wiezu Zeitz wurde. Endlich erlangte er die stelle eines ^ MPredigers und Kirchen-Raths zu Dreßden , und staef ° „enAbürg an. 1680. den 12. sept. Seine schriften sind: 7 ^ such

rius in klalmos, krovsrbia, kcolefialken, üanielew ' , Mv

Debr.-xnrum; Zeit und Ewigkeit; AllgegenwartPredigten, rc. memor. Ttieol. ^

Geiger, (Johann Conrad) ein berühmter ^Zürich , welcher die kunst erfunden, mit ol-farbenmahlen, oder amalirte trefliche trinck-geschirre, auevgel, die er so herrlich gezieret, daß sie als besondere" „„pedem Könige in Franckreich, Groß-Hertzoge von LÄe

Republick Venedig prasentiret wurden. Er legteEydgenoßschafft in gründ , welche hernach durch l",-soperfect inkupfer gebracht worden, daß barmnthäler und Wälder gantz nach der natur gebildet vorchhat er auch andere Fürstenthümmer neben demdergestalt gemahlt, daß alle weyer und siege darm'lich sind, wie zu Zürich auf dem Rath - haustSandrarts Academie, k. ll. lib. m. p. 244- lE

Geiler, (Johann) von Kaysersberg, ward

den 16. mertz zu Schaffhausen gebohren. Sem "hann Geiler, war ein Notarius, welcher sich ' biß

Ammerschweir in dem Elsaß gesetzt, und als er 7ren , so die Weinberge verwüstete, jagen Hass/seis Uissoll gestorben seyn, nach welchem unglück bleler ^E^der damals nurjähr alt war, zu Kaysersberg /dem Elsaß, von seinem Ahnherrn auferzogen waro /. yerden bekannten zunahmen erhielte. Er legte M " ss mversität Freyburg auf die Üumsniorg, ftudirte dara^ eisst-^sdie Theologie, und nahm darinnen gar dieckoris an. Als er hierauf erstlich zu Freyburss!,rg iiigeprediget, hernach sich für einige zeit gen WuE pck vW,cken begeben, wurde er an. 1478. zu Straßburgkirche zum Predig-amt beruffen, welchem er; 2. w^gte ,,Fden. Er strafte der Geistlichen lasier scharf, »no v ^den zerfall der frommkeit, daher er sich ihrenzog, und dafürhielt, daß eben durch ihren -M

Wesalia an. 1479. wäre verdammt worden. . hab^, yiesoll er ex tsmpors, aber von wort zu wort concip ... gM'ein liebhaber von guten büchern, und emÄ-stM

armen gewesen seyn. Sein tod soll ihm vorher von , ^

von Augfpurg, welche damals sich aller speist/"„Met / UxMseyn prophezeyet worden, darüber er sich nicht em-/heygewünfchet haben soll, aufgelöset zu werden, uu^xjfE^fl-zu seyn. Er starb den 10. mertz an. i;io. Sem^gii; .„„ei"Loliilla über die Evangelia, samt dem Gibäragespiegel; Orationes varise aci Llerum; Sermone pgj.

ilominiosm, äe ciecem kreeoeptis, äs sspremlibus; Navioula Latuorum §t Loenitentium,llonis und andere. Einige haben auch uE^OfM W b^zeit etwas wunderliche titul, als: der Haas u> ^ches predigten sind über den spruch krov.auch Gersonis oxers zuerst gesammlek und -Dst

druck befördert. vic. H,eol. . i--^r -

* Geilfuß, (Joh. Godofredus) ein gei«'^e ^ ^Neäious zu Butzbach, florirte in ber letzt^uKtculi, stund bey dem Landgrafen von ,interE:>M)

Leib-Artzt in diensten. Seine schriften M! "ssermwisbade ; Tractat von der Laubachistm" ^ Leä-ÄUnterricht von dem Sauer - und Brodel - ooestESchwalbach. Er hinterließ auch verschiedeus ^fgilibivon welchen der vo<ckor Valentini seinerbeygefüget hat. ,«iliE

Getling, siehe Gailing. marM/^rstlA

Geisenhausen, Geysmhausen, em E

teEayern, an dem fluß Vils, welches Lünche"Pfleg-Gericht hat, und in das Rent-Amt M A, E

ist vor diesem eine Graffchafft gewesen, da . ivoeo ^ v/

sitzer Henricus an. 97;. Bischofs zu dsshsph standstan. 981. oder 98». als er dem Kavstr Ottour n>-