Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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823
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M LaS den tag übertu thun war, dictirte. Er hat auch die»es stiner zeit beschrieben, und ein buch von der Pflicht ei-gegan^'Marsthalls verfertigt gehabt, die aber beyde verrohrener es 3» der religion war er so gar eifrig nicht, denn obals-i^ar milden Catholischen hielte, verdachte man ihn dochNich. M Hugenotten, daher es nicht viel gefehlet hätte, daß erccite?" der Parisischen blut-hochzeit nebst andern wäre rnassa-i>s x. Worden, wofern er sich nicht in die Bastille retiriret hätte;einig geschütze aufführen ließ, und dadurch die an-' so man bey selbiger gelegenheit wider ihn mochte in»er gehabt haben, bald verschwinden machte. Von sei-^ ^ch^hiin und kindern siehe den geschlechts-artickul. V/-««-"d-LIII. elogs clu Nsreckiil cls Liron.

Kitt. äe Henri III. D'^lvr/a. l^ko»r/«c. 6s-

»"taut, (Carolus, Hertzog von Biron,) war des vo-llst. fvMandi söhn, und einer der grösten Kriegs-Helden seiner8iog stiner ersten jugend ward er in der Resormirten reli-erzog.,ey stjues vatters schwester, Madame äe Brisambourghex ^/bezeigte aber nicht die geringste lust zum studiren , da.

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mi/^de seines alters, als sein vattcr auf einem gewissen5 e!vjlij'„dein pftrbe einen unglücklichen fall gethan hatte, mit5 °l',b^v"L der andern anwesenden Officirer das ober-comman-er messen völcker kriegte. An. r; 8 ?. half ihm sein vatter,°sttj^^^neral - Feld - Marschall ward, und, weil er in dieserk»ie ,-Mg noch nicht recht erfahren war, that er selbst vor ihnßllle s', die gehörigen dienste. Er setzte sich indessen durchkite« "verbare tapferkett, die er in den meisten haupt-gelegen-j'lyr .„""es, bey dem Könige in solche gnade, daß er ihn an.Ust Admiral von Franckreich machte, wiewol er an. 1594.M,, dem von Villars abtreten muste, welcher selbige

« i»a ^ unter Henrico III. gehabt, und nun unter dem

Wl,ss 'Wen frieden mit dem Könige geschlossen, und mit über-d en von der I.iZus zu dessen partey getreten war.

uun Biron zu ersttzung dieses Nachtheils züm Marsthall>??vch,'^re,ch undGouverneur inÄurgund ernennet ward,blieb^mit diesem Wechsel sehr übel zufrieden, sonder-Mgle wm der König auch das Gouvernement von LaonUnlieb Derselbe fuhr aber dennoch fort, ihm grosse probenNr viw F* geben , gestalt er ihn an. 1598. zum Hertzog undM U-Zranckreich machte, auch nach Brüssel in Gesandt-daselbst von dem Ertz-Hertzoge die beschworungd""al »,'sschen ftiedens anzunehmen. Gleichwol ließ sich das„ A iv^Mebrachle gemüthe des Biron nicht bändigen, son-ai,f >, ^lmehr durch die listigen schmeicheleyen der Spa-dexs-.,^^str reist noch mehr verdorben, dergestalt, daß erh?' oistn«an allerhand anschlüge wider den König schmie->^gegxl,"mrllch von seinen eigenen grossen thaten redete, undkM h ves Königstverrichtungen niederschlug. Diß allesL^ckreiu, der anwestnheit des Hertzogs von Savoyen inke« de,, ?)>gu- 1600. vermehrt, indem dieser verschlagenelek,Eö„ia^sson durch zmragung einiger verkleinerlichen redenhe>, ^ >veu -M'iner in grössere Verbitterung setzte, und es zu-L^lichez ?rachte, daß Biron mit ihm und den Spaniern einBii?ckreis>, ndnis machte, vermöge dessen das Königreich»li^lind liSuedert werden, und er davon das Hertzogthum>vn, enier Spanischen oder Savoyischen Printzeßin,

Mitgift die kranoKe-Lomte haben sollte. Wie->ret. ^ KönL ^em kurtz darauf erfolgenden Savoyischen krie-»ia? auck, gus eigener ruhm-begierde noch gute dienste lei-stkL.si'tnd ^^bmst demselben, als ex merckte, daß Henricus ei-»j^ beken,^»" i^ssen anschlügen habe, solche mit verstellter reuex ' .Mw davor völlige Vergebung erhielt, setzte er>»a,v6Kö>,i»^r seine verrätherische Handlungen mit den fein.^ou^über m möglichster Heimlichkeit fort, zumal er aber-dlls^Z ev Zr' Lirß ihm der König das Gouvernement vonsch-6ysth°,, Me nicht geben wollte, mißvergnügt ward, und8» . n bey der armee befindlichen Lesdiguieres mit

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»^c>i. ?>issi5"sahe. Währender zeit schickte ihn Henricussie^,oes vv^^^icndtschafft an die Königin in Engelland, we-ÜvAsche,?""ms , g) sie beyde zu erniedrigung der Oe-Via>,^hr ^Vücht im sinne hatten. Er ward von der Kö-'kchr-isi^chtlg unterhalten , was aber hier einige ge-^ ^ meld-n . als ob ihm die Königin den auf dem

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-kKesteckten köpf des Grafen von Effe^ falsch,>il Naen falls gewiesen, ck allm umstanve^^ ^Mhdie gantze zeit über, als als

^sassMcht na'ch Londen gekommen. An. is ^ Cantvns

E« U' die Schweitz, allwo er das bunvm letzt

Franckreich erneuerte , und siM ^^nft g«ng^ UngA aufführte; aber bald nach lerne

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Nutz ,an. Sein vertrauter Lastn war ihm untreu wor-ivei^^sse sich mit verschiedenen schriften von BrronsÄ» ", d-»?^ vorgehabte verrätherey betrafen, zum Konrgefv siekü^br den gantzen Handel entdeckt, dabey sich dennetT !?F^en ließ, daß er meynte, Lastn könne un-vj°it-T^nbart haben, daher er sich auf erfordern,^Warnungen seiner freunde, nach Hofe^ vastlbst dem Könige, der ihm gerne gnade erwet-

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fen wollte, und ihn mit deren Versprechung zu dreyen unterschie,denen malen gantz allein befragte,,nicht nur nichts gestehenwollte, sondern sich noch wol gar erzürnt anstellen dorfte. Des-wegen ward er endlich, als er das letzte mal aus des Königscadinel grenz, zu Fontainebleau in verpafft genommen, und mdie Bastille gesetzt. Die er nun durch eigenhändige briefe undviele zeugen sattsam überzeuget,gehalten ward, sich auch unterden befragungen durch unbeständige aussagen stlbst verdächtiggemacht, so mochte ihm die späte zuflucht zur Königlichen gna-de, und die entschuldigung, daß sein verbrechen nur in Wortenbestehe und zur that niemals gekommen, ingleichen, daß er al-les aus Übereilung und jächzorn gethan, und seit der ersten Kö-niglichen Vergebung, die aber der König jetzo widerrufst, zumwenigsten nach des Dauphins geburt, feine vorigen anschlügegäntzlich fahren lassen, nichts helffen, sondern er ward zum to-be verurtheilt, und diesem nach den ;i. jul. an. 1602. in demHofe der Bastille enthauptet, bey welcher Vollstreckung des Ur-theils er sich halb rasend angestellt, und noch viele drohungmvon sich hören lassen. Er war ein überaus ehrgeitziger mann,der auf alle andere, die was rühmliches thaten, auch so garaufden König selbst eifersüchtig war, von demselben oft mit Ver-kleinerung , und von sich mit vieler ruhmräthigkeit redete, wie-wol man nicht läugnen kan, daß er in tapferkeit wenig seinesgleichen gehabt, deswegen ihn auch der König, in dessen dien.sten er wunden empfangen , sehr hoch hielt. Von der reli-gion hielt er nicht viel, stellte sich aber doch, wie man meynt,den Spaniern zu gefallen und des volcks liebe zu gewinnen , biszum aberglauben eifrig in dem Catholischen gorteodienste. Demspiele war er sehr ergeben, gestalt er wol ehe des jahrs fünf ton-nen goldcs verspielt, auf andere Wollüste des leides hingegenhielt er desto weniger. mämoi-

res. tlilt. univ. tlilk. cie 1a I'aix.

, bist. äe Henri IV. ctironoloZ. leptsn.

/arra lM. Lallst« x.48». L«§öMLrerre, inemoires lom.I.

* Eontaut, ( Judith Charlotte äe) Gräfin von Bonneval,ward qebohren an. 1696. Ihr vatter ist der an. 1741. noch le-bende Hertzog Armandus Carolus von Biron, Marschall vonFranckreich, und die mutier Maria Antonia von Baust»,des Grafen Armandi von Nvgent tochter. Sie wurde den 7.merk an. 1717. mit Claudio Alexandra, Grafen von Bonneval,der sich damals als General in Kayserlichen kriegs-diensten be-fand, vermählet, mit welchem sie aber keine vergnügst ehe ge.führet, sondern meistens von ihm abgesondert gelebt. Er rstnach der zeit, wie aller welt bekannt ist, zu den Turcken über-gegangen, bey welchen er sich noch befindet; jedoch soll er je-mweilen briefe mit ihr gewechselt haben; wie sie dann nur nochzwey tage vor ihrem ende von ihm einige erhalten haben soll.Sie starb den 20. april an. 1741. zu Paris im fünfund vierzig-sten jähre ihres alters. Genealogisch-Historische Nachrtch.ten, wm. II. x. 967-

* Gonterius, (Johannes) ein Iesuite, gebohren zu Tu-

rin an. 1562. war des Lolstgü zu Beziers erster Keckor, undthat sich sonderlich durch predigten und controversien hervor,wie er denn mit dem berühmten Resormirten Lehrer, PetroMolinao , insonderheit viel zu thun gehabt, und wider densel-ben unterschiedene tractate geschrieben, in denen er zuweilenden nahmen Philothei angenommen. Er starb zu Paris an.i6i6.den 6. nov. in dem 54. jähre seines alters. .

* Gontharis, ein Tyrann in Mauritanien zur zeit des Kay-

sers Justiniani Nsgni, welcher, als Salamon ülsgitstr Mili.tum in Africa, und Areobindus sein LäMÄus war, die beydeim krieg unerfahren, gelegenheit genommen , die Mauritanierund Römischen soldaten wider den Kayser aufzuwiegeln. Ererschreckte dadurch den Areobindum so sehr, daß er vor angst inein kloster lief, darinnen er sicher zu seyn vermeynte, alleinGontharis ließ ihn durch den Bhchoff Reparatum bereden, daßer sich ihm ergebe, wie er aber zu rhm kam, wider alle treuund glauben ermorden. Weit nun dieses aufrichtigen und ge«rechtigkeit liebenden leuthen nothwendig mißfallen muste, soberedeten sie Attabanem dieses manns unschuldigen tod zu rä-chen. Dieser gab kurtz darauf befehl, ihn, da er eben auf ei-nem schmause sehr bezecht war, nieder zu stossen, welches dennan. 546. geschahe. k^scoM,, II. 28. O- vita Mir-

niam N. 8.x.;76. not.

Gontran, ein General, siehe Boso Gontranus.

Gonzaga , ein kleiner ort in dem Hertzogthum Mantua,nicht weit von Guastalla, den man vornemlich deswegen merckt,weil er den geschlechts - nahmen der Hertzvge von Mantuaführt, und wol gar, wie einige davor halten, das stamm-haus dieser familie ist. Gchaupl. des kriegs in Ilal. x. ;°6.

Gonzaga, ist eine alte und berühmte famA in Italien,woraus viel vornehme Herren entsprossen. Es wird deren ur,sprung von einem vornehmen Italiänischen Herrn, nahmensHugo, hergeführet, welchen eiE^uen-ckel und des Kaysers Lotharik vorenckel machen wollen. Dessengemahlin ist eine gebohrne Gonzlngm, Longobardlscher nation,gewesen, dahero auch der zunähme Gonzaga dem Hause erblichworden. Hugonis söhn, Gerhard Gonzingl, oder Gonzaga,hat an. iooy. als ein unmittelbarer Vasall des Reichs, die lehn er-langet. Von diesem Gerhard stammet im eilften grad der nie-

Zzl 4 berstet.