Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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aber fast in die hundert jähre in keiner besondern aufnähme ge-wesen , bis König Jacobus III. seine schwester Mariam Stuartdem Jacobs Hamitton gab, und ihm die Grafschafft Aran, soaus einer insul von dem flusse Glotta bestehet, fchenckte. Erhaltekinder, Jacobum Hamilton II. der ihm folgte, von dem her-nach ; eine tochter Margaretham, die an MaUhäum Stuart,Grafen von Levin, vermählt war; und den dritten Hamilton ,welcher von seiner gemahlin Stuarta, des Hertzogs von Albantochter, einen söhn hatte, nahmens Patricium Hamilton,welcherwegen der Protestantischen religion verbrannt worden. Jaco-bus II. aber hatte 2. gemahlinnen, eine aus dem Hause Humey,die er verstieß, und die andere Janetam Betoniam,des CardinalsBetonn muhme, von welcher er Jacobum Ils und Johannemhinterließ, von welchen beyden hernach. Jacobi Hamiltons III.söhne von des Grafen von Morton tochter waren, Jacobus IV.Graf von Aran. Dieser, weil er blödsinnig war, bekam Jaco-bum Stuartum, einen verwegenen menschen , zum Vormunde,welcher unter dem scheine der vormundschafft die GrafschafftAran, das schloß Hamilton, Kinvel und andere güther der Ha-miltonischen familte an sich zog, auch wider alle dillichkeit durchdes Parlements ausspruch an. i; 87 > zum Grafen von Aran er-nennet wurde. Johannes und Claudius aber wurden an. 1179.mit weib und kindcrn durch anstiften ihrer feinde aus Schottlandvertrieben, da sie denn ihre zuflucht bey der Königin Elisabeth inEngclland suchten, durch deren Vermittelung man auch selbigenach verlauf 6. jähre restituirte, und der erstere Johannes wurdean. 1599. von dem Könige Jacobo VI. zum Marggrafen vonHamilton, der jüngere Claudius aber zum Baron von Paslaygemacht. Johannis söhn war Jacobus V. welchen der Königan. 1619. zum Baron von Ennerdal und Grafen von Cambridgein Engelland, zum Cammer-Herrn, zum Ritter vom blauen Ho-senbande und zum Seneschalln des Königlichen Hauses machte,von dem hernach. Er starb in seinem besten alter den 2. mertz an.1624. nicht ohne Vermuthung empfangenen gifts, und hinterließvon seiner gemahlin , Anna Cunningham, des Grafen Jacobivon Glencarne tochter, Jacobum VI. und Wilhelmum, von wel-chen beyden hernach. Jacobus VI. hatte nur 2. töchter, Annamund Susannam. Die älteste Anna wurde mit Wilhelm Dou-glas, Grafen von Selkirk, vermählet, welcher hierdurch den tituleines Hertzogs von Hamilton erhielt. Dieser starb den 28. aprilan. 1694. und hinterließ Jacobum Douglas , Hertzog von Ha-milkon, Grafen von Aran, Groß-Schatzmeister von Schottland,dessen erste gemahlin war Anna Spenfer, Graf Roberts vonSunderland tochter; die andere des Baron Gerhards von Brom-ley tochter, mit welcher er sich den 27. jul. an. 1693. vermählet.Seine gefchwister sind Carolus Hamilton, Graf von Selkirk,Lord - Kegilir-Iwi in Schottland, welches amt er an. 1722. nie-derlegte ; Johann Hamilton, welcher ehemals wegen hoch-verraths gefangen gesetzt wurde; Georg Hamilton, Graf vonOrkney , General - Major und Oberster von einem regiment zufuß; Basil Hamilton ertranck im sept. an. 1707. im flusse Mi«noch und Archibald Hamilton, ward Schiffs-Capitain. Es istauch dieses geschlecht und nähme noch jetzo in Schottland gar be-kannt, indem Dugdale in seinem Verzeichnisse des Scholtländi-schen Adels, Hamilton, Grafen von Abercorne, Carolum Ha-milton,Grafen von Hadington,Johannem Hamilton, Freyherr«von Bargeney, und Johannem Hamilton,Freyherr» von Bilha-ven, anführet. Auch wird in deb an den König Wilhelmum III.übergebenen Schottländifchen national - addresse der nähme Ha-milton sehr oftmal gefunden. bist. 8cob.

tiilk. 8Lot. rt. bitt. Lritsnn. Laronagium. Com-ment. 6s Ouc. Hamilton. gen. Lritann. k. I. c. 14.

Hamilton, (Jacobus II.) Jacobi I. söhn. Er folgte demvatter in der Grafschafft Aran , und hat sich durch verschiedenefactionen berühmt gemacht. Als Alexander, David und Wil-helm Humey wegen allerhand Unruhen, so sie zu Königs Jaco-bi V. zeiten angefangen, von dem Hertzoge Johanne von Albanals Vice - König waren proscribirt, und daraufgenöthiget wor-den sich zu ergeben, wurden sie dem Grafen von Aran anver-trauet. Dieser aber, weil er ihre schwester zur ehe hatte, ließsich durch selbige bewegen, eine neue conjuration wider den Vi-ce-König anzuspinnen, und suchte selbst als nächster erbe des Kö-Mgreichs die Verwaltung desselben. Er zog auch JohannemStuart, Grafen von Levin, seiner schwester enckel, auf seine fei-te , wurde aber bald wieder zur ruhe gebracht, und von demVice - Könige, als er in Franckreich reisete, unter die 6uberos-lores des Reichs mit ernennet, und dem jungen KöniglichenPrintzen zum Hofmeister gegeben. Hierauf entstunden zwischenihm und dem Duglas, Grafen von Angus, zwistigkeiten, der-gestalt , daß es zu einem Hand - gemenge kam, worbey des Gra-fen von Aran bruder umkam; es wurden aber diese Unruhendurch des Vice - Königs an. 1^21. geschehene rückkunft gestillet.Es währete nicht lange, so brachen die streitigkeiten zwischen denHamiltons und dem Duglaßsschen geichlechte von neuem aus.Denn als Jacobus V. aus der Reichs - Stände rath die regie-rung selbst antrat, solche aber allein zu fuhren nicht vermochte,sondern sich darbey auf seine mutter und den Grafen von Aranmit verlassen muste, verdroß selbiges den Grafen von Angusund den Johannem Stuart dergestalt , daß sie zu den Waffengriffen, und wurde zwischen jenem und dem Grafen von Aranein scharmützel gehalten, in welchem dieser den kürtzern zog.Weil es aber dem Grafen von Angus mißfiel, daß JohannStuart hierbey so stille gesessen, söhnte er sich mit dem Grafen

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von Aran wieder aus, und gicngen beyde auf Skuartcn ws, dadenn dieser in einem scharmützel umkam, und von allen sehr ^dauret wurde. Des Stuarts tod suchte nachmals einer jemrbedienten zu rächen z dannenhero, als er zu Edenburg den- 5 "cobnm Hainilton, des Grafen von Aran söhn, antraf, d»aus dem schlösse gehen wollte, brachte er selbigem ohnverseye«6. wunden an. , bitt. 8cor. lib. XIV. '

Üb. IX. /»,/>»/. ßsn. Lrirsnn. ?. I. c. 1;. p. 96.

Hamilton, (Jacobus III.) war des obigen Jacobi II. sEEr wird von Buchananv vor einen unächten söhn gehaitem unzwar darum, weil er von der Janetta Betonia, des Cardin«Betonn muhme, welche bemeldter Graf von Aran noch bey " 'zeiten der ersten verstossenen gemahlin geehlichet, war gez.e '9worden. Nichts destoweniger folgte er dem vatter inwürden und Herrfchafften. Als er von den wunden, duvon des Stuarts diener, wie obgedacht, empfangen, wur.genesen, kam er in grosses ansehen. Wannenhero er auchdes Königs Jacobi V. tode zum Llukernawr des Reichs unv °der Königin Vormund als der nächste anverwandte ernen«wurde. Dieses übernahm er mehr auf seiner freunde einratv»als aus eigenem gefallen, und versähe selbiges unter marE,ley factionen, die er erleben muste, gantzer 10. jähr. Als m«.aber an. i;;rechenschafft von ihm fordern wollte, ließ erdurch der Franzosen zureden bewegen, daß er abdanckte, u>die regierung der Königlichen mutter überließ, erhielt hi"E,„Chateleraut in Poitou von dem Könige in Franckreich, nebst AHertzoglichen titul und einer jährlichen pensivn von 12000. Pstvden, wurde auch, wenn die Königin ohne kinder versterben >«/te, zum erden ernennet. Als einige jähre verflossen waren, st^te Jacob Hedrun , Graf von Bothwel, der gantz verarmeneue Händel anzustiften. Zu diesem ende suchte er den M«'IMurray mit den Hamiltonen zusammen zu hetzen, spracherstlich die Hamiltone an, erbot sich , den Murrayten, und fand bey selbigen gutes gehör, indem sie die Konwgern nach ihrem willen haben wollten. Sein ältester söhn avrJacobus, war der einzige aus diesem gefchlechte, welcher m ^einstimmen wollte, sondern den Grafen Murrqy durch ewzugeschriebenen brief warnete. Als nun selbiger daraufwertete, erbrach dessen vatter in seiner abwesenheit den vrmund da er daraus ersähe, wie die fache durch feinen söhn erm ^cket worden, ließ er ihn in gesangliche hasst bringen, daran»aber entkam , und sich zu der Königin wendete, welcher ergantzen verlauferzehlte. Als man ihn nun in derer, du er»gegeben hatte, gegrnwart befragte, wrwde er dergestalt ocget, daß er selbst nicht wußte, was er sagen sollte ,'wdemtheils die liebe, die er zu der Königin trug, anlag, theno ^genaue frenndschafft mit dem Grafen Murray, theils, da» ^auch feinen vatter nicht gern in Unglück bringen wollte, unser keinen zeugen anzuführen wußte, erbot er sich, mit demfen Bothwel sich in einen zwey - kämpf einzulassen. ^

wurden verschiedene eingezogen, und der Hamilton St. AnvV xin dem Bifchöfflichen schlösse verwahrlich gehalten, wiewm ^vatter der Königin zum öfter» anlag , daß sie den söhnandern gegen sattfame bürgschafft losgeben möchte. NE ^sem grenz er aus Schottland in Franckreich, als er aver. ,nahm, wie die Königin Maria in Engeüand geflohen w« ,und daß die Königin Elisabeth zu Londen eine verfammlun», ^gestellet, der Mariä fache zu untersuchen, gieng er, auftzoge von Guise anhalten , auch dahin, und machte demKönige, welcher von der Königin Elisabeth gleichfalls nawden beruffen war, wegen geführter administrativ» des ^viel Händel, fand aber kein gehör. Er kehrte daraufland zurück, starb an. 157z. und hinterließ 4. söhne,

Grafen von Aran, Johannem, Claudium und D<""^/mcilsche;. letztere aber etwas im köpfe verrückt waren ,von mütterlicher feite geerdet hatten. , bm-

«nnal.

lib. XIV. , lib. IX.

»r,,, rsr. Lrltann. lib. I. /-»i-o/. Zsneal. Lrirannx. 96.

Hamilton, (Johannes) ein söhn Jacobi II- Grafen ^

mn, und Janetta Betoniä, einer muhme des Cardtnaw^tonn, welche sein vatter, nach verstossung seiner ersten ge" plin, sich beygelegt hatte. Er studirte in Franckreich, undLanfänglich Abt von Pasl .y, nachgehends aber Ertz -von St. Andrews, auch eine zeitlang Reichs - Swatzwen ^Als sein älterer bruder, Jacobus III. nach des KönigsJacov'

tode, an. 1542. Regent und der jungen Königin Maria

mund war, ließ derselbe sich durch ihn fast in allen ststssb-f^entren, welches um so viel weniger zu verwundern , well/o u 7^von natur an muth und an guter resolution fehlte. Als

von natur an muth und an guter refoiution fehlte.nach io. jähren sich bewegen ließ, die gedachte Regentender verwittibten Königin abzutreten, gab der Ertz - Bnckwn ' ^Mißvergnügen und zugleich feinen ehr - geitz mit ^zu erkennen: sein bruder wäre eine lumme bestie,

: ,cin vruver Ivarc eme rumme veme, v-p " ."h-n,ner solchen zeit das heft der regierung aus den Händen ws-«er-da zwischen ihm und dem thron mehr nicht, als eine wem ^ ^son, sich befände. Es fiel auch würcklich diesem Muiaschwer, in einem privat - stände zu leben, daß er wrder ^wittibte Königin eine mächtige lägus formirte, um ou »gemalt wieder an sich zu ziehen, worein er den grosten wClerisey zog, ingleichen alle diejenige, so nicht gm E'^Mgesinnet waren. Jedoch die Koniglu entkrafftete dieie 1

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