Vorrede.
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Welcher den umstand zum öfter», und noch gar im eingangevon Aristodemo deutlich zu verstehen giebt.
Gehet der artickul Aepylus kurtz vorher/ in welchem dessen re-st^fung zu Messene ebenfalls gantz klar vermeidet worden. Auswelchem allen letzt unser Herr Gegner ungezweifelt glauben kan/wann fthon fein gelehrtes blat nicht eingelauffen, so würde ervennoch den zurückgebliebenen alten Leipziger fehler neben mehrandern desgleichen unter den Lrearis dieser Baselischen auflägeangetroffen haben.
..Wasman letztlich anhänget: es wäre auch in diesem ar-«crul der rwtlwr, ncmlich Pausanias / nicht angezogenworden ; ist offenbar geirret; Massen ja in dem artickul selbstwu ausführlichen Worten gesagt ist: pausanias hatte diegantze Historie weitläuftig erzehlet. Wo man die surko-ws schon mitten in einem artickul bey gegebenem anlas vermel-art, wäre es nicht üderflüßig solcher nahmen am ende noch-mals zu setzen ? Hat nun also unser geschickte Herr Gegner inhinein artickul/ über den er eine so scharfe censur vorgenommen/und welche,, er aufs allerffeißigste durchspüret / gleichwol dieausdrückliche citation nicht in acht genommen; wie viel eher istaw Baselischen zu verzeihen / wo sie unter so vielen in gleichemi-.k gemachten ausbesserungen annoch die zwey fernere fch-"chaffte Worte / darinnen die Königliche abstammung Aristode-wl verneinet wurde / übersehen / und stehen gelassen haben?
Beyder folgenden beschuldigung verstösset sich der Herrwegner wiederum gar heftig / da er eben am meisten über dieT^eler zu lriumphiren verhoffet. Er heisset die am ende desaruckuls Banzäuo mit gar wenig Worten gemachte anmer-Msswng von den unterschiedlichen nahmen / welche sowol bey.Mch alten scribenten, als auch noch oftmals in besondern ma-^lpten des nemlichen aurboris dem vornehmsten der crtödrh"' Alcibiadis gegeben wird ; er heisset solche eine wunder-awLriri^ue, und decidiret mit gröstem ansehen: " es müsse'' un fehlerhafft exemplar von Cornelio Nepote seyn / wo der'' Mann da Bagvaö heisse. In guten editionen heisse er Ba-'ü,,§ssus w. „ Allein man wolle doch nur fein sachte fahren/"L nch nicht ohne noth allzudlos geben,übe?^ sollte niemand sich weniger ungehalten erzeigen
LxI dergleichen anmcrckungcn / als die Verfasser der vorigen«m artickul; weil eben dadurch diejenige art von fehlerncke f°Me,i mag verineidet werden, welche bisher in ihrem wer-uiao, üar gemein gewesen sind / und demselben gewißlich die we-üersl,« ^re gemachet haben. Wie oft ist uns da nicht aus einertcrstk's ^dr auch aus einem orte / nur wegen eines kleinen un-schj/ssws in schreibung des nahmens / weichen man bey ver-teil ,,»?".s"ibenten angetroffen / zwey oder gar mehrere perso-ivlchen ^^r gemachet worden ? Und möchte nicht jetzt unterfer„°?^gchchickten Händen ohne dergleichen erinnerung annochdbensaNä liäus , Bagäus / Magäüs und Bagoas sich endlichSem ^ viel unterschiedlichen Personen vermehren?die >ie,,^ss ist jetzt gar artig / wann unser gelehrte Herr GegnerVvte Teutschland gemachte ausgaben von Cornelw Ne-mich fl"d a^em ansehen nach die einige / so ihm bekannt sind/faile,w.j?le einige dargeben will / auf welche man in allen vor-zu sehen habe/ und also nach benselbigen diesen voll-schluß machet: Das müsse ein fehlerhafft crem-en cm. Lornelio seyn / wo der mann Bagoas heisse.lchtbjAf" editionen heisse er Bagaus. Was wird denn"hd Gelehrte sprechen / wann er sehen soll / wie die ältestevvÄwnsIen kennern am meisten werthgeschätzte ausgaben derÄ^rsicf ornelü lVeporis an dem bedeuten orte richtig Bagoam-awj/ ? Also setzet diesen nahmen die berühmte aufläge des"'0 oba°^, dessen schwähers Andräi Asulani von an. 1522. all-wechet,."I^dte ledens-deschreibungen dem IustinobeygefügetDiony^.also behält denselben auch im text stlbsten gar richtigPfluge s "mbinus in seiner bey den Gelehrten so sehr beliebtengedruckt w ^^8. zu Paris spuck ^»Ksnnem Lenenswmllicht verss,' er schon übrigens in den beygefügten rimckve nu hat, die gleiche critic mit der Baselischen zuga-
BaM>'Men. mit dem andeuten: wie Plutarchus den mann»alt fornE"ennet hätte. Insonderheit ist dieser nähme derae-"'tt sejtkck"er worden von dem berühmten Gebhardo / dessenpren eiua als nach den besten und sichersten alten manuscri-Md EnaijÄ^^t, dem größten theil der neuern HolländischenMnqell ausgaben zum Muster gedienct hat. Aucher->vie sich djxffoyardus nicht in seinen anmerckungen zu erinnern/pten gründ^/^^e auf mehrere alte editionen und manuscri-
wayu^Ä^ ^bet es denn jetzt an unserm geschickten manne/"chinas ewiger neuen ausgaben / in welchen er schlech-^'ll, andere^eom. gefunden , sich gantz aufgeblasen erzeigenlesen^es Nepolis/ so etwan mochten Ba-^iutarcho und ÄÜ. pachtet / und derselben vergleichung mitbesondern ' als deren jeder noch der person ei-
' Man bildet U"?^en, eine wunderbare Lriciguo heis-das geringste ^ascl mit keiner kritischen wissenschafft! welchesich mss i b'n; glaubet aber, daß diejenige wohlu>'wjsche„ woll«,, besondern vertrauen auf ihre ftärcke
lheileu; wo sie zuvo/,n/,"^ Eritie über gewisse smkores zu ur-besten alten ausgaben ^ ?ur cine mittelmäßige erkänntnis^" erlangen trachten ^d Manuskripten solcher scribenten^'t'vnen ih es Ldcki^^'^bcr sich wohl Huten, die neuernwnves, welche ihnen alleine bekannt sind,
aüzuschneü fur dre ewige gute und sichere exemplaricn auszuge-ben / nach denen man sich in allen vorfallenheiten blindlings zurichten.hätte.
Im übrigen sollte der Herr Gegner eben aus dem jetzt ange-führten artickul Banzäus/ weil er denselben ja so fleißig nach denLeipziger und Baselischen ausgaben gegen einander gehalten / ei-ne deutliche probe genommen haben / wie doch die Critic nichtallemal ohne nutze sey. Wann man nur die ersten fundamenleeiner vernünftigen Critic geleget/ das ist / die alten smliorosmit gutem verstände durchlesen / und sich anbey einige wjssen-schaffl von der Historie und Antiquität erworben halte / würdeman wol haben können diesen BanzäuM/ der wider Agesi-laum / den Lacedämonischen Feldherrn / gekriegt / und Alci-,biadem umbringen lassen / in einen natürlichen söhn Rö-nigs Pharnacis in phrygien und Mysien verwandeln?Wie viele und grosse fehler werden nicht in den wenigen Wortenbegangen ? Erstlich sollte an statt des pharnaces der nähmepharnabazus gesetzt werden. 2.) War der ertödter Alclbia-dis/ Bagoas oder Bagäus/vder wie denselben je der Herr Gegnernennen will / nicht ein natürlicher söhn / sondern der leibli-che bruder Pharnabazi. ;.) Ist es ja die gröste absurdität/und streitet gegen die bekannteste folge der Historien / in die zel-ten Aqesilai und Alcibiadis / einen Rönig von phrygienund Mysien / setzen wollen. Zu Basel hat man alle dieje sonahmhaffte Leipziger fehler stillschweigend ausgebessert / und inder ersten vorrede selbigen nur keinen platz unter den dargeleg-ten mustern begehret zu geben. Allein well unser geschickte HerrGegner an statt des dancks in solche ausspottungen dessen / wo-von er noch gar wenig unterrichtet ist / ausgebrochen; so soll esihm gar nützlich seyn / hierüber noch etwas besser/ das ist/ durchmehrere / eben aus gleichem Wercke hergeholte exempel undproben erleuchtet zu werden.
Wie nöthig wäre doch eine kleine Critic / eben von der arkderen / welche ihm jetzt im artickul Banzäus so sehr fürn köpfsiösset/ in dem schon droben bey einem andern anlas gemeldtenartickul Britomarus gewesen / als in welchem / nur weil manzwey einander in etwas verwandte oder gleichkommende nah-men / Britomarus und Viridomarus nicht gewußt hat zu un-terscheiden / auch zwey gantz unterschiedliche Personen gar elen-diglich sind zusammen geschmoltzen worden? Wie wohl hätteauch dergleichen Critic gepaßt im artickul kbslsnx, um zuverhüten/ daß doch nicht Philippus/ Amyntä söhn / und Philip-pus / der vatter Alexandn kck. für zwey absonderliche Personenverkauft würden ? Der Leser wolle selbst urtheilen / ob diesesnicht geschehen / wann uns da in gar nettem Teutsch gemeldetwird: Es sott diese Macht - Ordnung (die kiwlsnxem)Philippus/ des Amynta söhn/ erfunden haben. Sie wirdauch Alexandro nebst seinem vatter Philippo zugeschrie-ben. Doch wann der Herr Verfasser allhier einen andern sinngehabt / begehret man nicht darwider zu streiten; wiewol an-noch auf solchen fall die Critic/ als welcher neben viel andermauch die nett-und deutlichkeit der rede insonderheit angelegen ist /noch ziemlicher Massen erfordert hätte / baß man sich da besser er-klären möchte. Wie nützlich wäre wiederum die Critic zu stat-ten kommen im artickul eben des jetztgedachten Philippi sech-sten/ da gleich im anfange seiner kriege aus einer zwar altenund tief emgewurtzclten / aber jedennvch vvn den Gelehrten all-bereit seit zweyhundert jähren für fehlerhafft erkannten lesungIustini/ als eine gar unstreitige fache vorgegeben wirb: dieserRönig hätte von den IUyriern die stadt Larissa erobert;obschou Larissa nicht allein keine Illyrische stadt / sondern auchin der fernesten gegen» von Jüyrien / und nahmentlich imThessalischcn lande gelegen war / da gantz Macedonien zwischenbeyden innen gelegen ist ? Der fehler ist nicht geringer, undklinget die rede gar nicht besser / als wo jemand anjetzo sprechenwollte: Der Gouverneur zu Mayland hätte den GenuesernBergamo weggenommen. Wie gut sollte es insonderheit gewe-sen seyn / nur einen kleinen bericht von der Critic zu haben,als man im artickul Petit ( Petrus ) welcher mann in derthat ein geschickter Lrlucus gewesen ist / diese Worte des Morerivon den Oblervstionikus mikcellsnels ketiti zu übersetzen be-kam : oü il restitue quantire cke psstsZes, yui iembleirr cles-ekpsres. Denn da die Worte: restituer un pscksZe, und:uu psffgM ckechspers, für jeden / der nur zwey blätter vonnoris critiLik' jemals gesehen / nicht die geringste dunckelheithaben können / UNd rpüiwer un psffsZS , in Latein restiruerslocum aurkoi'is, bedeutet: die von copisten verderbte lesungeines vrts wieder in den guten stand bringen / wie solchen ver-muthlich der smüor selbst vormals gesetzt hatte; und un pAjff,.xs ckelespere, locu 8 ckelperstu 8 , ein ort / welchen die Gelehr-ten sonst verzweifelten / oder / nicht getränkten zu rechte zu brin-gen ; so hat man uns dafür zu Leipzig gcdollmetschet: petitushabe unterschiedliche orter/ welche verlohren geschienen/wieder hervor gebracht.
14. ) Über den artickul Aar hat man dem Herrn Gegner schon
droben an seinem rechten orte genugsam begegnet; weil dervorwurf allein die schreib - art angehet / und dabey nichts insbesondere angreiffet. ....... ^
15. ) Wegen dem artickul Avu»^aafar wird vorgeworffen:die Warnung / welche da geschehe sowol die zween ?oco-l<io 8 nicht zu vermengen / als sich vor Hottingers chro-nologischen fehlern zu Huten / stehen beyde an einem un-rechten orte; weil solche niemand aUda vermuthen oder
d; auf-