Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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«Ä Md/üü! 7" k°pf,schwind« m-ch-n, da- «r„ein ^ /lchcr behutsamkett, wie,m anfange, mtt sei-

befördi^d- Oku fortfuhr, und dadurch feinen Untergang selbstlustig ' Er befaß auch viel neigung zur Wollust, war stetswalt»^ ^bng sonderlich der liebe zum frauenzimmer ge-gebolff»« ^^^wol ihm dieses zu seinem zweck zugleich vielNisse !?^km ihm von den Damen die wichtigsten geheim-seinee ^ wurden. Ob er nun wol auf diese weifedes-bäm^Eui schlechte färbe hielt, konnte er doch ihre iie-liebbaii^. wohl vertragen , und ließ einen von ihrenselbst ak» Maigrin genannt, heimlich hinrichten, ihrSeben oer richtete er einen gewissen tranck zu, mit dem vor-hin blns " ^ gift sey, wiewol es nicht dem also, und vonrus in schrecken also angestellet war. (Siehe Henri«' ^vnig in Franckreich, ingleichen kiML.)

eÄtinn» äs ///. ö«)>/s ,

Lg-^ ^ss^l'kist. äuLslvm. äs Alsimburg, com. l. lettr.

roi^^hus II. von Lothringen, Hertzog von Guife, war Ca-Herx f ?Ws von Guife söhn, und an. 1614. gedohren, einrühnn leben wegen vieler Ritterlichen abentheuer be-zum a/L. Ob er schon bey lebzeiten seines altern brudersteyen „."«wen stände gewiedmet ward , auch viel reiche Ab-er so, gar das Ertz-Bißthum Rheims bekam, wolltegen he» 5 ^>l er immer eine grosse Neigung zu weltlichen din-iieß si<5^ch empfand , sich niemals weyhen lassen, sondernhdnis^i der Printzeßin Anna von Gonzaga in ein ehe - ver«Bis;m„,um deswillen er seine Abteyen nebst dem Ertz-gii d-s",' Rheims aufgeben, und sich nur die Abtey St. Remi-Selieu !?Ee. Allein, weil ihm hierinn der Cardinal Ri,van. (Z"^wer war, begab er sich gantz mißvergnügt nach Se-delstiisn7„ Mle gleichwol nach seines ältesten bruders tode denter j» ^ stand völlig ab, und folgte also hernach seinem vat-Hertzoglhum Guife, Fürstenthum Joinville undvändx? stl Eu. Hingegen verwickelte er sich in verdrieslichebvn »-."wem er sich mit dem Grafen von Soissons, HertzogeM todp und den Spaniern einließ, welches ihn nachstinem,.? ees Grafen, da der von Bouillon frieden machte,Teivch^llen aber der Venetianische Gesandte vergeblich bemühetmne , nöthigte nach Cöln zu gehen, dahin ihm zwarAr, Isteuannte verlobte in manns-kleidern folgte, die er?ch>: er seinen sinn schon gegen sie geändert, nun nicht

Arcqh wehinen wollte. Er war unterdessen zu Paris als einstl q^f e verdammt worden, und brach von Cöln nach BrüstMse !,.?o er seine meiste zeit bey der Hertzogin von Che-Mlhel^7°eachte, die ihn aber, um dem Ertz-Hertzog LeopoldAuß, "' von dem sie sich geliebt wissen wollte, keinen ver,?ekat,sit,.Zwecken, mit der verwittibten Gräfin von Bossu inple, brachte. Weil er nun derselben öfters äufwar-ste ih,, zd ste sich mit ihm zu verheurathen wünschete, brachteAllste, dahin, daß er ihr sie zu ehlichen versprecheney sie ihn denn also übereilte, daß sie den augen-Aen qx'. einem darzu bestellt gewesenen Geistlichen zusam-s Zuratn " wurden. So sehr als man wünschte, daß die-a He«-« j. verschwiegen bleiben möchte, brach sie doch aus,blieb wm das von den Spaniern versprochene jahr-geldAey gx,si ^>ch die kriegs-dienste, so ihm unter der Kayserli-,-^e zugesagt waren, abgesagt wurden. Dieses aber„stl vv?'erneu feinden zum Verdruß die Gräfin nun öffent-M Hg, "lle gemahlin zu erkennen, und sich mit ihr erstlichtvb?Aw, von dar aber nach Lüttich zu begeben. Nach^ vstrch »ves Cardmals und des Königs Ludwigs XIII. ward>?ll ay Parlements-schluß vor unschuldig erklärt, undd-^llf ^74;. wieder nach Paris, daselbst duelkirte er baldsii st er üb egen einer Dame mit dem Grafen von Coligny,e/, stlls ^ dessen ungeachtet aber doch der gerecht!«,keiteeniii, Wege gieng, sondern in den folgenden feldzuge dertenqn^stvelingen beywohnte, und hernach die General-Mv>nwx., stclle unter dem Hertzoge von Orleans würbe an-y^s^en, wofern er nicht unter dem Marschall von.ststi thei, stehen müssen. Gleichwol mochte dieser HandelAst'vvi er^eh seyn, hnß er an. 1646. nach Italien gieng,'l^Ull weil auch noch eine andere Veranlassung bekam.ü?AstdeinoAn°v Gräfin von Bossu feind worden , und sichv?I hatte. Pons aus der Konigin frauenzimmer ver-.„^stlich s„^?ollte er seine scheidung von der Gräfin zu Romfaltig hinb^/darinnen ihn aber die Französischen Gesandten

Vwhr zu mengen, und erhielt auch ^ schwungevv ^ ^Msthen bemühungen io viel« datz und ehu t ^Änlich entschloß, Franchsischeusch -^enGesa"

tzheee adnehmem wozu ihm die ^ ^ar dabey «

KardiMe auch riechen. Er beduW chß und ,üranckreich eine Mte mtt 4000. ^^0000. krönen au g ^dserde nebst nochiger Munition und?, ^ehderu er ztt ^Wartete aber auf keines, sondern stieust' empfangenkteine summe von einem kausinaW auch nachMchter beglettung nach Neapviis , ,^,» wenigsien ev l ^pehung gefährlicher abencheurr, wie zum ^MN dnrw ^tu seinen Msmolres die fache erzehlet hat, ^«assen bestManische schiffe und galeeren, die ihm

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waren, in einem kleinen fahr-zei^e durchlief, «nd zu ende desjahrs 1647. ankam, und ward von dem volcke unter vielenfteuden-bezeugungen zum Generalißimo und Vertheidiger ih-rer freyheit unter Französischen schütz ausgeruffen, und sollteeben so viel bey ihnen bedeuten, als der Printz von Oraniettin den vereinigten Niederlanden. Allein er ließ sich eine un-zeitige begierde ankommen , Neapolis vor sich zu behalten ,und meynte, weil er am anfange ziemlich glücklich gewesenwar, daß er schon einen König daselbst bedeutete, deswegener einen seiner verwandten schon mit vollmacht nach Parisschickte, die Mademoiselle äs Pons in seinem nahmen zu Heu-rathen. Dadurch aber warf er nicht allein den FranzösischenHof aus der wiege, und machte, daß er ihm nicht aufrich-tig hüiffe leistete; (.mmassen die flotte, so scinekhalben auf denNeapolitanischen küsten ankam, doch in geheim befehl habenmochte, nicht gar viel für ihn zu unternehmen) sondern eereitzte auch das volck von Neapolis gegen sich, welches seinerlos zu werden unterschiedene anschlüge machte. Endlich warder von denen, welchen er sich am meisten vertraut, verra-then , die ihn zu einer Unternehmung ausser Neapolis veran-laßten, worauf die Spanier, so sich bis dahin noch ittden schlossern gehalten und gewehrt hatten, in seiner Ab-wesenheit die stadt fast ohne gegenwehr eingenommen. Dochmachen andere die fache noch weniger reputirlich für diesenHerrn, indem sie versichern wollen , daß selbiger von einerDame, die er geliebt, und welche mit den Spaniern einheimliches Verständnis gehabt, heran gelockt, und also recht,wie Simson von der Delila, seinen feinden wäre verkauft wor-den. Dann so bald das gerächt von Überwältigung NeapoliSunter die bey ihm gehabte leuthe kam , ward er von fast al-len Itallänern verlassen, und die kleine anzahl Franzosenwurde sowol von dem land-volcke, welches bey dieser gelegenheikauch zum gewehr gegriffen, als auch von den Spanischenparteyen dermaßen in die enge getrieben, daß sich schier alsles muste gefangen geben , unter welcher zahl er sechsten war.So sehr sich nun die Spanischen Ministers ihn um das lebenzu bringen bemuheten, wollten doch die dem Don Juan ä'Au,stria zugegebene Räthe, und Don Juan selbst nicht einstim-men , und ward also der Hertzog, dessen sich über dtß auchJnnocentius X. annahm, von Capua auf der see nach denkschloß zu Gaeta gebracht, wo er sich ohngeachtet des ihmvorgestellten todes-schreckens, immer lustig erwies. Auf Kö-niglichen befehl ward er endlich an. 1649. nach Spanien ge-führt, wo er zu Segovia bis an. i6;r. im gefangnis geblie-ben , da ihm der Printz von Condä ohne ranzion seine frey-heit bey dem Könige verschafft. Das absehen mochte auf Spa-nischer feite wohl seyn, durch ihn in Franckreich zum Vor-theil des Printzen von Conde einige unruhe zu erwecken; alleiner nahm sich dessen nicht an, theils aus haß gegen die Spa-nier, theils aus danckbarkeit gegen den Französischen Hof,der feinethalben 4000. gefangene Spanier los ließ, theils auch,weil er nach seiner Wiederkunft mehr an liebes-händel als ernst-hasste fachen gedachte. Er setzte nemlich anfangs seine liebegegen Mademoiselle «le Pons öffentlich fort, und gab ihr alsseiner braut kostbare geschencke. Nachdem er aber aus etli-chen aufgefangenen brteftn ersehen, daß sie ihm nicht färbehielt, fieng er mit ihr einen proceß an, und wollte seine ge-schencke wieder haben. Allein er verlohr denselben, und dar-über wollte er sie in ihrer Wohnung überfallen ; sie wichihm aber aus, und verließ nach einiger zeit gar das König-reich. Hierauf that der Hertzog an. 1654. noch einen zugzur see nach Neapolis, konnte aber wegen schlechten anstalteiiauf seiner flotte, und weil es den Franzosen mit diesem Han-del kein rechter ernst seyn mochte, nichtigsten fuß fassen»Nach seiner Wiederkunft in Franckreich, fieng er MadcmoisellSsie Gorci an zu lieben, die ihm auch, ob sie gleich nicht sei-ne gemahlin hieß, getreu verblieb, und nach seinem tode Mein Carmeiiter ktoster gieng. Er aber ist von derselben zeitan mit nichts anders als mit Ritter-spielen und der prachkdes Hofes beschäfftiget gewesen , an welchem er nach seinesbruders, des Hertzogs von Joyense, tode Ober-Cämmerer wor-den war. In solcher bedienung starb er zu Paris den 2. jun»an. 1664. ohne leibes-erben zu lassen, wie er auch nie rechevermählt gewesen, ob er gleich seine maitressen wie gemah-lt,inen hielt. Sonst war er eirr Herr, der in leibs - und ge-müths-gaaben viel an sich hatte, so in die äugen fiel, sich auchgern durch pracht und Heiden-thaten sehen ließ, aber rn al-lem seinem vornehmen etwas suchte, das den abentheuern derumschweifenben Ritter gleich kam. Kn. Aismoires «li,L»s cke <?r,r/e. Kilt. äes gMncls (Mc. IVIemoirös äs'

liv. VIII. äs /a

tom. II. äs Üs«^g7s, Notes Kilt. «L polit. ltir "L«leite»

6««/äa, Kilt. äes revolut. äs Xsxles. lik. VIII. Ham-

burg. bist. remarqu. an. 1699. L«7/s.

Aenricus von Lothringen, Graf von Harcourt, rc» Siehtunter Harcourt.

Aenricus von Lothringen, Hertzog von Mayenne und Ai-auillon, Palr und Obcr-Cammer - Herr in Franckreich, warRitter der Königl. orden, und Gouverneur von Guyenne, Her-tzoas Caroli von Lothringen ältester söhn, von der Henriettavon Savoyen. Er war den 2. dec. än. i?78. zu Dijon gebüh-ren , wohnte Königs Liidovl« XIII. crönung an. 1610. bey,

G 4 und