Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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8 ;r luc

stund deswegen zwischen dem Papst und dem Hertzoge vonSavoyen ein streit, weicher von beyden diese Abtey verge-ben sollte.

* -Eucena, (Ludovicus 6s) ein Meöicu8, von Guadalaxarain Neu-Castilien gebürtig, lebte im XVI. tteculo, und nahmden graäum eines IVlaZittri kbilolopbi« und lVIeclicillK voctto-ris an. Er brachte viele jähre auf reisen zu, um die pstantzen,Mineralien, metalle, und anders, woraus er sich in der Phy-sik einen nutzen versprechen konnte, genau kennen zu lernen,practicirte auch sodann eine zeitlang zu Toulouse, und end-lich zu Rom, allwo er den io. aug. an. 1552. in einem al-ter von 6i. jähren mit tode abgieng. Er hat cle wenäa, gr-o-tertim 3 kette, Integra Valetuäme, cleqne bujus IVlorbi tte-rneclii» geschrieben. Unter des Ioh. Gen. Sepulvedä epistelnsind auch einige briefe von ihm anzutreffen. bibl.

Hilp. hihi. soript. iVIecllc. üb. II.

Lucens, ein schloß ohnweit Moudon, (Teutsch Milden)auf einem erhabenen berge gelegen, so Bischoff Ulrich von Lau-sanne in dem XU. tteculo erbauet, jetzo aber dem Canton Berngehöret, und von dem jeweiligen Bernerischen Landvogl zu be-sagtem Moudon bewohnt wird. LVott'», abrege p. ;;2.

Luceoria, siehe Lucko.

Lucera äelir Pagani, Nocera, eine stadt in Neapolis, inder landschaffl Capitanata, die residentz des Gouverneurs die-ser provintz, hat einen unter das Ertz-Bißthum zu Beneven-to gehörigen Bischoff, und ist der schönen wolle wegen be-rühmt. Der an. 1719. verstorbene Vrce-König zu Neapolis,Johannes Wenceslaus, Graf Gaüas, führte den titul als Her-tzog von Lucera.

l.llt)kft^8, war der nähme der dritten zunft oder ordnungdes Römischen volcks zu Nomuli zeiten, da alle einwohnerselbiger zeit in drey zünste abgetheilet wurden. Die erste wardes Romuli zunft, deren glieder ttamnenfes genennet wur-den. Die andere war diejenige, wovon Tatius, der Sabini-sche König, das Haupt war, weswegen sie den nahmen ffHen-ses bekam. Diejenigen aber, welche zur dritten zunft gehöre-ten, wurden I.uLere8 genennet, von Lucero ihrem Obersten,welcher mit einer zusammen - gebrachten grossen menge volcksnach Rom kam, um die xrivilsgia und freyheiten zu gemessen,welche Nomulus allein denen versprochen hatte , die sich in sei-ner neuen stadt niedAlassen würden. vir. ttomuli.

§ucern, lat. ffucemo, Luceria, ist eine schöne, ziemlichgroß- und wohlgebaute stadt, welche von einer tapfern bür-gerfchafft und vielen adelichen gefchlechtern bewohnt wird;liegt zu unterst an dem vier Waldstädten - see, an dem ausflußder Rüß. Sie wird von diesem fluß in 2. ungleiche theile ab-gesondert , und durch etliche gedeckte mit schönen gemähldengezierte brücken (deren die gröste bey schritt lang) an ein-ander gehänget. Sie ist zwar ziemlich mit bergen etngcthan,liegt aber dennoch schön und bequem, und ist ein strenger paß da-durch nach und aus Italien über den Gotthardt, daher auch«in starcke Niederlage für die waaren. Es pflegen die;. LänderUry, Schwytz und Unterwalden dahin auf den marckt zu kom-men , wie dann die stadt 4. nahmhaffte und grosse iahrmärcktehat. Sie ist der dritte Canton der Eydgenoßschafft und gantzRömisch-Catholisch. Der Päpstliche Mncius, der Spanischeund Savoyische Botschaffter, halten sich jeweilen in dieser stadtauf. Ihr wapen ist ein weiß und blau abwärts getheilterschild, cl'iirgent psrti ä'arur. Und die stadt-farbe der weibelnund überreuter ist ein gleichmäßig getheilter mantel. Diemerkwürdigsten gebäude in der stadt sind: i) Die Chor- undStifts-kirche Vt. Leodigarii. 2.) Die Hof-kirche, oder der Hof.;.) Das Jesuiter-Lollegium und die neue kirche St. Taverii amsee, welche an. 1677. gebauet worden. 4.) Das Ursuliner-kioster.5.) Das Rathhaus. 6.) Das zeughaus. 7.) Der kbaru8 oderuralte wasser-thurn. 8.) Das Capuciner-klostcr, und 9.) dasBarfüsser-kloster. Belangend den Ursprung dieser stadt, so istderselbe nicht gar gewiß, und die scribenten nicht einerley mey-mmg, die wahrscheinlichste aber ist diese, daß der kbsrue oderwasser-thurn (auf welchem nächtlicher zeit ein licht oder grosselaterne gestanden, und den schiff-fahrenden geleuchtet) nebstder bequemlichkeit des sees, die ersten einwohner dahin gezogen,und der stadt den ansang gegeben habe, und als hernach imVII. Lclllo das Benedictincr-kloster, nunmehr» St. LeodigariiStift, von einem sürnehmen mann, Wichard genannt, allda ge-stiftet und erbauet worden, hat die stadt gleichfalls an Häusernund einwohnern zugenommen. Sie hat vor altem den nah-men Luceria gehabt, wie solches erhellet aus des klosters be-stätigungs - brief, welchen König Lothar in Franckreich an.698. ertheilet hat, in welchem es UonEerimn LuceriL genennetwird. Ob nun dieser nähme 3 Lucs oder von Luceria, des altenHelvetischen Hertzogs Orgetorix (dessen Jul. Cäsar gedencket)tochter herkomme, oder ob bey desselben zeiten diese stadt schonin weftn gestanden, kan nicht gründlich erörtert werden. Derheutige nähme Lucern aber, kommt ohne zweifel 3 Lu-cerna, so ein licht oder laterne bedeutet, womit man leuchtet,dergleichen auf dem wasser-thurn anfgehencket worden. DieHerrschassts-anderung und Regiment betreffend, so ist die stadtLucern mit den übrigen Helvetischen landen an die Fräncki-sthen Konrge gekommen, und dem Hertzogthum Alemanien ein-verleibet worden. Nach der Hand erhielte der Abt zu St. Leo,

digar von dem König Ludwig IIL und , >pie

pin die beherrschung der stadt mit den ä^A/Pjpi»sdie geschichl-schreiber melden, daß die Lucerner d MLCarl Martel, an. 729. und hernach dem Konig ^E,sen wider die Saracenen zugezogen seyen, ^ te>>

tapfern Verhaltens, nebst andern freyheiten, auch rnen Harschhörnern begäbet worden seyen, times mr(welcher ein söhn obigen Carl Martels und ein peiu ^grossen war) ward das kloster und die studtLuc ^ ^ Mvon Murbach im Elsaß all Lsussm uberl ls ^,chFürstlichen Gottshause dann die stadt, stdoch v° ch^„bis«sirer freyheiten, unterwürfig geblieben, und dlem" v „olW^1298. da dann Abt Berchtold , aus furschutzeii Mn.und armuth, die stadt und Stift Lucern an vectE-gegen 4. dörfer im Elsaß und 20 c,. marck si> ?und abgetreten hat. Also kam Lucern an da»reich, dem sie auch (wiewol ungern) am ssss. ^ diesegen hin, endlich gehuldiget hat. Gleichwie sie ,regierung den bürgern sehr schwer siel, am -„per»bey angegangener feindschafft mit den 1 - ^, sehr ^Schwytz und Unterwalden, als ihren naclMclich und verdrieslich; dann einer seits wurvr'^ pcm'^quartierungen Oesterreichischer lands - knecyre, »yd"chem wacht-halten, steuren rc. mächtig beiamv.j^l.a.^ihre freyheiten gehandelt; anderer seits GoEflii,zur see stets auf sie, und sperrten den weg über 0 > ^ ^

Italien, dadurch läge die speditton der waarm ' „hruiÄdas einkommen der stadt, der gewinn undburgerschafft darnieder. Als nun, bey st , vor K»der burgerschasst ihr völliger ruin lind untE- Mlag, auch von selten Oesterreichs, weder cn>a p - „mit den ;. Ländern zu hoffen stunde, such""' Mie» vBnen sechsten, und schloffen mit den z. Ländern „yAwider wissen und willen ihrer Herrschaift/nun an nicht mehr Oesterreichlfches volck m - siMsie allenfalls wohl übermetstern mochten, paiN' ^dder Herrschafft und dem Adel sehr übel / ^

viele dürger, welche an Oesterreich und demihren genuß dahero gehabt, solchen gleichst^ "''McheAwegen dem Freyherr« von Ramschwag, Oellcrz stov'vogtzu Rotendurg, leicht gefallen, eineparteyn - Mnem complot zu bringen, welcher dahin gwng/^ M

gnügten in der stadt ihm des nachts zu einer mw ^

stadt-thor eröffnen sollten, dadurch er mit der,"reutherey in die stadt eindringen könne, worna^^.ou^,,-ter Hand die sriedemacher angreiffsn, niederm ^ vc>..^je-den aufheben, und die stadt mit einer gemW" ^belegen solle. Weil aber dieser anschlug nmff ^ hMss zv'gen blieb, und daraus die in Harnisch gevra )die stadt-thore besetzet, so ward das grausinn si x,e 0 ch,nichte, hatte aber dennoch diese würckung '.^peruschafft den mit den Eydgenossen in ^ss^ndnisten frieden, an. >z; 2 . gar in ein ewiges vu' y Mle. Solcher bund war nun der Oesterreich l E

gar unerträglich, also daß der stadtden, allermassen die städte Zug, SempaA Oenberg und andere schlosser um die stadt § EMischem volcke starck besetzet, mithin dre stadt r d> Zvgeschlossen, alle lebens - Mittel abgeschnitten^ a^ rnaller orten feindlich tractirt, und deren « ^ yiltn^r^",.

ger-see 8». erschlagen wurden, als be leven,^ coE^iff 'stadt holen wollten. Es wurde abermals aiigeffund morb-nacht auf den zo. lunil an- bli>l'ss.,tiiff'allein auch dieser streich schlug fehl, »»

ben, in selbiger nacht, zu der stimde der bewA ei'MMtcäemen unschuldigen knaben, wunderlicher wc^^. conff

burgerschafft aufgeweckt, die thore besetzt ^ ivords'erschreckt, aufgesucht, gefangen und AM ^„oeru^ Mgenden tags kamen ;oo. mann aus aver ^

geschickte hülffe, in die stadt. Es.^ Mchteu/Mcecr' M!'

' das mitte!, und vra^^b LU' Ä U

Zürich und Basel in 0,.--.^ ^

nen anstand zuwege. Von dieser isu ?ä.^jment0freye Eydgenoßische stadt. Ihrcratisch, und stehet die meiste gemalt bey.. r.

,6. dessen Häupter sind jährlich raiig^^^äthcivechselnde Schultheissen, auf welche lM > Eyen ',,Fner-Herren, und auf diese die Statthalter' ^ zu b^vcrwechseln alle halb jähr auf St. Iohanaw ^gteru^chl ^^nen-wenden ab, also daß allemal r8. an be ,^ ersind. Sie werden vor kleinem Rath durchder neue Schultheiß wird von kl"n u"dLgths-gl>^

Es berichtet Steiner, daß alle und jede X^ W yiM^

Kayserlicher Privilegien, durch ihre wam» gedurt,mäßig und geadelt seyen, obschon sie f^vor wc-Lr bADer grosse Rath bestehet aus ^4. stlstdernn s ^lefitz, die letzten appellationen "»d dw ^ und k"cAe„ Al-'

gehöret. Er wird auch sonsten m notv ^ des

wichtigen angelegenheiten nach gutbrn ^ kleM " „hcversammelt, dessen glieder werde«» ^ umRath erwehlet. An. >7°r- den? Unglück / ^

mittag betraf die stadt ein groi! . ^ gufgeisich eine schwartze wolcke von osten^-^^ ^nunversehens, bey noch trockenem