Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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ij , lud

bittet Welten, zur antwort: Ihr wisset nicht wasD xj,,."' Also war auf einmal alle Hoffnung zum friedenAHn-Mt zwischen Reich und kirche verschwunden, doch daMordes tod Iohannem XXII. an. 1 , 24 . aus diefer zeitlichkeitk (ggq) und die Cardinäle Benedictum XII. oder^gkij^M hieß/ den Cardinal Blancum, (rrr) einen from,Akst, '^en mann, auf den stuhl fetzten, fieng Ludovicus vonseiner baldigen loszehlung von dem bann gu«schöpfen, darum sendete er zwey Oettingifthed ^ ergem sehr demüthigen schreiben (»«§) an Bene-t ' "ud bat um seine wiederaufnehmung in den schoosA Hiermit war der neue Papst ungemein wohl zufrie.MlW. Mnete Ludovicum in öffentlicher Versammlung derÜ kiven edelsten Fürsten auf erden , und die Teutsche na,borg!,, "pichen zweig der allgemeinen kirche. Er wollev ^ge„ '^nden frieden um so viel desto weniger etwas in den§deg '"ehr Italien von tyrannen, Armenien aber vonA vuWlaget, ,md das Reich sowol als die kirche durch sok de»h„^ylge zwistigkeiten in den stand geseyet worden, daßMch f' m der äussersten noth nicht beyfpringen können,lil?" öffentlich, die Hartnäckigkeit seines vorfahrn

2 llch Is,Ikhii!d. Denn als man ihm vorhielte, Ludovicusieinss^^'oi an der kirche GOttcs vergriffen, und solchej>Aedi(^/"^aarrigkeit nicht wenig geärgert; ia, antwortetele^stus k wir haben uns vielmehr an ihm versündiget. Er,lbistrZ 7 hatte sich wol mit dem stock in der Hand zu den füf-l>» "kcht v^chrn Johannis niedergewvrffen, aber dieser hatSk2 de2"khmen wollen. Alles was Ludovicus gethan,pAet gethan, weil er aus einem gerechten zörn dazuW cä Allein so bald der König von Franck«

M^k>i2?^us Valeiiu 8 und Robertus von Avulien merckten,>2? stickt»dem Kayser zu vergleichen grosse lust,ir ihn mit aller macht von diesem vorhaben ab,' ^ Die Französische Könige konnten vhne-

iJapste nach ihrem gefallen lencken, weil siek! er ii... M Reiei, . ^md so zu reden in Händen hatten.

hAc» ein.^stippus nicht nur alle einknnfte der Cardinale in!>k "/tttzjMen , (uuu) sondern auch Benedicto zuentbreren,st»» ^ sollte willen mit Ludovico frieden schliessen wür-' als kines weit schlimmern tractaments gewärtig

^mials fein vorfahr Bonifacius VIII. empfan-

Nil,

Vit kam, daß Johannes von Böhmen, der

ltzjff'^vico eben damals zur Unzeit überworffen, demkjAr >>eß, daß er mit hülffe des Königs von Polen undücki-n s ausländischen Fürsten Ludovicum absetzen undi>kder 5dstr wehlen wollte. Denn durch alle diese dinge' " ^ , dae 'H snedliebende Papst in solche verwirrte umstän-, ^ "8 er seihst nicht wußte, wozu er greiffen, oder wo»

'>« s»cy>"o,i mcyr wußte, wozu ei°>e G.^aben sollte. Deswegen nahm er bedenck.zeit, undÄ'Mcke kTssehctfft des Kayftrs unverrichteter fachen wieder-(M) Dieser ruhete noch nicht, sondernh»d nach Spcycr einen neuen Relchs-tag

, u»,Eke von da eine abermalige Gcsandtschafft nach^seh^v z,, " 1"" schon oft ergangenes bitten noch einmal bey

'"wn vsl ergangenes vuren nocy elnmai vey

Aädi»^chvlen. Dieser empfieng zwar die Botschaff«

st» ??ke, U' bezeugete aber mit vielen thränen, wie leid es- va«»>. n..^ .-- - - >

Ä Franckreich ihm am meisten «m wege stünde, und

Äst Macht veeupsneine. daß man an dem Päpstlichenbe,mUstellungen verwerffen. mäste. Um dttser n'ksacheOch stkte er sich , die Französische macht zu brechen, undttar ^vaffeuPhihppum auf andere^danckenzubnngenil»^dua?Mckretch ohnedem schon m einen gefährlichen criea

«KA ÜEngelland verwickelt, und Ludovrcus ergnff

Partey dieses letztem, machte ihn zum Verweter>e)KatlL bes Reichs, und ließ hiligegeli N>liPvo V»w6o,

>2k Z?e.Tchen Könige , zuentbielen, er aufhören soll-V^vMs-lande mit unrecht an sich zn ziehen, die lehn von2m' wegen der mitEduardohab-ndenstmttgke-,>",h >eqs gKuch erwarten, oder widrigen falls olmfthlbardiei-st^ärtla sey» k,,?V Es hätte damals gar »eichiÄ Ew^chtige Crone etwas ftuchtbarliches ausgerichtetDenn die Fürsten von Brabant, Geldern ,, nahmen sich dieser fache mit grvstem ernst an,»/ststschafft des Königs Eduardi bis nach AnM m

V? ßm , und trieben Philippum dermassen m die enge,

seiner armer im ftldr nicht sehen lassen dorf-Weicher gestalt hatte der Kayser von Eduarde» n-^ empfanden, düMlt

^»2str entspvnnenen kriegs sich mck desto groft

leyn lassen, (bbbb- Doch als Lu-

K'EiSSLrLL.«

n, -mer einen ve,onvern srieoen. L-cnn

^A k^Uch,^j^?Ulcum vor einen rechtmäßigen Kayser er-

,Ä- er ^sten n^'stchkn ihm und dem Papste ein gutes verneh»Ükst sg,., unterhalten versprach, meynete Ludovi-^ Vortheil siknug erhalten. Er kündigte des«

^ öst lvck°»^^undnls und anvertraute Vicarmt auf,sranckrerch ergriffene Waffen nieder, (cecv)

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Jedoch hielt Philippus, was er verbrochen, sehr schlecht.Denn ob er sich gleich äusserlich anstellete und bemühete, zwi.schen dem Papste und dem Kayser einen frieden zu stiften, soverhinderte er ihn dennoch heimlich mit allen kräfften. Dennes führte sich Benedictus nach diesem fast härter, als er sonstgethan, gegen Ludovicum auf. Er empfände sehr übel, daßdie Churfürsten mit des Kayftrs bcwilligung das k«clus sten-tsnse, oder die sogenannte Churfürstliche Verein getrof,fcn, (cläckcl) in welcher sie nicht nur das verfahren Johan»nis XXII. noch einmal als unkrästtig verwarfen, sondern auchzugleich die ihnen bey der Kaystr-wahl zustehende rechte kräfftigzu schützen , sich unter einander verbunden, und die lehre, daßdie würde des Kayftrs von der Hoheit des Papsts dependirle,verffucheten. Er verbot den Bifchöffen, Ludovico den eyd dertreue zu leisten, die regslia von feinen Händen zu empfan,gen , (eeee) und die von ihm nach Avignon abgeschickte Gc->fandtschafften ließ er sehr hart an. (M ) Zwar starb Bene-dictus xil. an. i;42.; fein Nachfolger Clemens VI. aber, wel»cher sonst Petrus Rogerius geheiffen, und nicht nur von geburtein Franzos, sondern auch eine creatur Philippi Vgisin war,verfuhr mit Ludovico weit schärfer , als einer von feinen vor»fahren gethan hatte. Denn so bald Clemens den thron bestiegen,bekräfftigte er seines vorfahrn bann wider den Kayser, und ließsolchen alle fonn-und fest-tage bey dem glocken-fchall und bren«nenden kertzen wiederholen. Ludovicus erinnerte den Königvon Franckreich seines bey dem geschlossene» frieden gethanenVersprechens , und dieser sendete auch seinen Printzen nach Avi»gnon, damit er im öffentlichen Lonilikono der Cardinäle eintvorbitte vor den Kayser einlegen möchte. Aber es haben schoneinige um diese zeit lebende scribenten nicht unbillig angemercket,daß alles dieses mehr aus Verstellung, als einem aufrichtigenhertzen geschehen. (gggg ) Denn eben daher kam es, daßPapst Clemens VI. an diese geschehene intereeßivn sich dermaf»sen wenig kehrte, daß er erst vielmehr damals allen seinen eiferund zorn wider den Kavftr anstieß. Er befahl Ludovicoabermal zu Avignon zu erscheinen, und da er nicht persönlichkam, wollte er von neuen den härtesten banmffuch ergehen las.sen, wenn ihn Philippus von Franckreich, der es doch zumwenigsten mit Ludovico nicht offenbar verderben wollte, nichtdaran verhindert hätte. Endlich sendete unser Printz denDauphin Humbcrt nebst einigen Geistlichen an den Paust, undgab ihnen beseht, das bisher unversöhnliche gcw.üth Clemenrisauf alle ersinnliche art zn erweichen. Allein Clemens bliebvor wie nach unerbittlich, doch schlug er, damit alle wett vonseinem harten verfahren nicht übe! urtheilen möchte, folgendebedingungen vor: Es sollte Ludovicus das Reich abdancken,solches nimmermehr ohne des Papsts ausdrücklichen befehl wie-der annehmen, seine verübte gottlvsigkeit erkennen, sein eigen,thümliches land , seine kinder, seine ehre, ja seine eigene Per-son , und alles was er hätte, der pur läutern gnade und barm-hertzigkeit des Papsts überlassen. Jederman stund tn den ge-dancken , es würde Ludoviciis solche schändliche, und einemmächtigen Kayser unanständige bedingungen unmöglich einge-hen. Aber er that es doch, um dadurch theils sein friedlie.bendes gemüthe öffentlich an den tag zu legen , theils auch dervielfältigen unruhe einmal los zu werden, oder, welches amwahrscheinlichsten, um das raachgierige gemüth des allgemeinenBisch,offs aller welt vorzustellen. Clemens VI. und alle seineCardinäle hatten die veste Meynungen , der Kayser fty von sin-nen kommen , weil er einen so schimpflichen frieden einzugehenbey sich beschlossen. Ader es war in der that Ludovicus sotumm nicht, als ihn der Papst ansähe. Denn so bald er mcrck«te, daß Clemens ihn bey so gestalten fachen in den schoos derArchen wieder aufnehmen wollte, schrieb er an. i;44- nachFranckfurt einen Ncichs-tag aus , und trug den häufig versam.melten Ständen vor, ob sie zugeben wollten, und ohne ihren ei»gcnen rmd des Reichs augenscheinlichen Nachtheil zugeben könn-ten , daß er die von dem Papste ihm vorgeschriebene artickul an.nähme. Die Churfürsten , die Fürsten, die städtc des Reichswaren insgesamt ohne ausnahme der einhelligen mcynung, daßdie von dem Papste vorgeschlagene friedens-puncten, weil siezum verderben Teutschlands gereichten, durchaus nicht anzu-nehmen , sondern schlechterdings zu verwerffen wären. Ebendieser ftbluß wurde bald darauf zu Rheinfte wiederholet, iniddie Teutschen Stände liessen ausser diesen noch ein wcitläustigcsschreiben an Clementem ab, in welchem sie nicht nur ihre eigc,ne , sondern auch ihres Oberhaupts anssührung rechtfertigten.So klug Ludovicus an diesem allem that, da er sich bald an-fangs der gewogenheit seiner Unterthanen versicherte, w übetnahm es der Papst auf, weil er glaubte, es habe ihn Ludovicusmit der schon geschehenen annehmung, und nachmaligen wi->derruffung der vorgeschlagenen friedens-puncte nur zu äffen ge-sucht. (ttlchh) Deshalben verbannete er ihn m dem folgendenjähr 1,46. noch einmal am grünen donncrstaae mit vielen cere-mvnien auf das heftigste, und befahl den Churfucnen nachdrück.lieh, sich in einer gewissen zeit nach einem andern Kayser um»zusehen, und denselben ordentlich zu erwehlen, damit die kircheendlich wieder mit einem Schutz-Herrn, und das gemeine We-sen mit einem Regenten versehen wurde. (Hii) Wiewo! eswürde der Papst mit allen seinen befehlen wol schwerlich etwasbey den Standen ausgerichtet haben, wenn er nicht den .Königvon Böhmen, nebst seinem söhne Carolo, nachmaligen Kayfte,m>t in das spiel gezogen, und wider Ludovicum aufgehetzt

hätte.