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mag
orden annahm, fienq er sich an Valerianus zu nennen. Erwar oft IVlgZiüer Xoviciorum und Guardian der Profeßchäustrseines orbens , und lehrte die Philosophie und Theologie.Weil er in den conlroversien sehr wohl erfahren war, schickteihn Urbanus VIII. als Millormrium Lpoliolicum nachTeutschland, wo er den Landgraf Ernst von Hessen zu an-nehmung der Catholischen religiott brachte, nach Böhmen, Un-garn , Polen und den Nordischen Königreichen. Man glaubtevon ihm, daß er eben so geschickt in der Staats-kunst als in derTheologie wäre, und brauchte ihn daher zu verschiedenen Ge,sandtschafften, und es stund draus, daß er auf recommendationdes Königs von Polen, Uladislai, sollte Cardinal werden, wennihm nicht theils die Jesuiten, theils stin eigener entschluß dieÄissloE fortzusetzen, im Wege gestanden. Mit dieser mächti-gen Societät war er wegen zwey verschiedener Ursachen zerfal-len ; deren eine soll gewesen seyn, daß er die Unterdrückungdes neu-aufgekommenen ordens der Jesuittßinnen aus allenkläfften befördert; die andere hingegen, daß er auf gewisse,wie er sagte, aus blossem neid errichtete, und dabey gantz undeut-liche und nur in general-worten bestehende, aber dennoch imdruck ausgegebene anklagen der H. H. katrum , solche sogleichgar scharf angelassen, und selbigen zu klarer erlauterung und«Weisung der fachen mit den gar starcken Worten ausgebotenhatte: Daß er im widrigen fall hiemit vor der gantzen wett be-zeugte : ^sluitas impuäemWme mentiri. So hatte er nichtallein mit den keripatetiLiL, deren Haupt den Aristotelem erheftig angegriffen, sondern auch mit den Jesuiten grosse strei-tigkeiten, die ihm letztlich schuld gaben, er hätte den Prote-stanten eingeräumet, daß des Papsts unbetrüglichkeit allein ausden traäitionibus und nicht aus der H. Schrift herzuleiten.Man warf ihn unter dem verwände einer gefährlichen Unter-nehmung in ein schmählich gefängnis, daraus er aber durchhülffe des Kaysers Ferdinandi III. errettet ward, und sich nachSaltzburg begab, wo er im 7?. jähre seines alters gestorben.Er war in der Physic sehr erfahren, und man giebt ihm schuld,daß er sich die erfmdung des Toricelli zueignen wollen, undeines klsgü überwiesen worden. Seine meisten schriften betref-fen streitigkeiten an , die er mit den Jesuiten und Comeniogehabt. Sein leben ist an. 1662. in 12. unter dem titul: Rela-tiv verläma äs pio Obltu 1 k. ?. Valerigni heraus gekommen.Lai/Iet, tom. I. äes am. taroü memorabil. cool.lettr. kaüor. *
Rönige und Dringen aus Norwegen und
Dänemarck:
Magnus I. König in Norwegen, war Olai söhn, welchemrr succedirte, gleichwie auch hernach Canulo II. dem Königein Dänemarck, um das jähr Christi 104;. Er regierte dasKönigreich bis in das vierte jähr, wiewvl Sueno Mrttk)-us,der schwester söhn Canuti öl. alles angewendet, ihn von demthrone zu stürtzen, den er aber zu wasser und lande besieget.Gleichwie er auch die Vandaler und Slaven auf das Haupt ge-schlagen. Sein tod, welcher sich um das jähr 1048. ereignet,wird mit verschiedenen umständen erzehlet. Krantzius sagt, erwäre, indem er Suenonem verfolgt, von dem Pferde gefallen,woran er gestorben. Lra»»
rs»'«,, InXorveZia.
Magnus II. Rrie zugenannt, kam an. 10Ü7. zu der regle«rung, welche er drey jähr geführet. Magnus III. Xuälpesfolgte ihm an. 109;. auf dem throne, so er 10. jähr regieret,gleichwie Magnus IV. so an. n;i. die regierung übernommen,selbiger 5. jähr vorgestanden. Magnus V. bekam den Königli-chen sceptcr an. 1162. den er i;. jähr lang geführet. MagnusVI. bestieg den thron an. 1262. und regierte iy. jähr. Ma,gnus VII. Smeek zugenannt, der zugleich König in Schwedengewesen , soll bald hernach weitläuftiger vorgestellet werden.
Lc. , äs rerum Oanioarum
kill. Ilb. V. , äs bitt. Oanic.
Magnus, des Königs in Dänemarck, Christierni III. söhn,welchen ihm seine gemahlin Dorothea, Hertzogs Magni zuSachsen-Lauenburg tochter, an. 1540. gebvhren. Er tratdas dritte theil von Holstein seinem bruder Friderico ab , undvergnügte sich mit dem gebiethe von Oesel und Curland, soihm sein vatter von dem Bischoffe Joh. Minichhausen erkaufthatte. Dazu brachte er das recht in der provintz Reval, wel-ches ihm der Bischofs Mauritius Wrangel abgetreten. Nach-dem er aber wegen seines Hochmuths sich verhaßt gemacht, undendlich gar vertrieben worden, nahm er an. 1570. seine Zufluchtzu den Moscowitern, und erhielt von dem Czaar den titul ei-nes Königs von Liefland , worauf er mit 25000. Russen vorReval gieng, da aber noch vor der eroberung der friede erfol-get. Er heurathete an. 1574. des Czaars nahe anverwandtinMariam, Fürst Waldemart Anderwie; tochter; dadurch er,hielt er von dem Czaar eine armee, mit welcher er in Lieflandgieng, und allda eine ansehnliche partey, so des Polnischenjochs uberdrüßig, an sich zöge, aber Riga vergeblich belagerte.Weil aber Magnus die städte in seinem eigenen und nicht desCzaars nahmen eingenommen, verfiel er in Ungnade. DerCzaar grenz in eigener person nach Liefland , nahm dem Köni-ge Magno alles weg, und rückte selbst vor Wenda, allwo sichdieser aufhielt , da er denn bey dem anmarsch des Czaarshm entgegen gieng, und zu fusse fiel; allein dieser gab ihm
mag
eine maulfchelle und die schimpflichsten reden. Pil-
sich Magnus in Curland, und starb daselbst ohne erben sten an. i;8;. Ilb. XIX. sMoge x. 1)5'
Rönige in Schweden : ^
Magnus I. Ladulaes zugenannt, ein söhn des Kras^,.ge-gen Jerls in Schweden, welchen ihm seine gemahn ^ Aburga, König Erichs des Lisperers schwester, gebomkam an. 1277. zu der regierung, nachdem er 1"M> >.Waldemarum, welcher sich durch seine «nzuchl ndere grobe fehler bey den Ständen sehr verhaßt gema»^geschlagen , und das Reich abzudancken genöthiget. ei-nig in Dänemarck, Ericus, hatte ihm gegen verjprewner gewissen summe einige reuterey überlassen; als ag^n>e-gehends Magnus die zahlung unterließ, fiel Ericus in die Alleinbischen grentzen ein, und verübte ziemlichen sthabch'. hevEMagnus machte es viel ärger, so daß Ericus aufraacy« r,e
war, worzu ihm der verstoßene Waldemarus getreu-'^ D-Hand gieng. AIs nun die Dänen an. 1278- in S>w> ^„eiNbrachen, gieng ihnen Magnus entgegen, schickte auw " ydCaroli wider sie aus, der sie gantz sicher und bangue»traf, und also mit leichter mühe ruinirte. An. sAll-gen Ericus und Waldemarus mit vereinigter macyr' ^ zuGothland, und suchten dem Könige Magno einliefern , worzu sich aber dieser nicht wollte bring"worauf die Dänen mit guter beute wiederum zuru» » ^ ai»da immittelst Waldemarus dadurch nichts anders erv ge-daß er sich aller Hoffnung zu dem Königreiche SchA'ä vmlangen, verzeihen muste, welches den Schweden u». jya«leichter war, nachdem sie mit Erico frieden gemacht,an den schulden behörigen abtrag zu thun versprecht'
Nach diesem war Magnus darauf bedacht, wiestand seines Reichs wieder herbey bringen möchte II ^ seinließ er verschiedene berühmte kriegs - leuthe zn !)w ^,chiEReich fordern, die er mit grossen beschenckungen Mlich machte. Allein eben hierdurch machte er dtt 7^ M- -. unter denen die FE'zlie^
il--
schen Edelleuthe sthwürig, unter denen die
endlich so kühn wurden,
gemarum Nlcolm, einen Danen, dem der König A'vokder VöMmn"A?tdandtin Kelenam zur gemahlin gegebA Me°er Komgln äugen über den Haussen «liessen, so daß A'N^Ä,!"" ber flucht suchen muste. Magnus,wan n.vEtä dey den erbitterten gemuthern "
^"„ 7 ^/usi-ichte" wurde, machte sie durch uMf/gch-aenbett A -^Stengen, und ihm dadurch erwunchAe"öe'welt an die Hand gaben, sie bey den köpfen r» U ei»-x' df.^duh/end zu bestrafen. Hierauf vermehrte er d'^jcokunfte der Crone, machte mit dem Köniae in Dänemarcrfriede,zii dessen mehrerer Versicherung sein«Ä^^-.Erici tochter sich beylegte. Im übrigen
gesehen, und handhabete hie »e-mw Ä ^ die diebereyen, so daß kein bauc^AScheunen zu verschließen, daherder nähme Ladulaes, oder der riegel der stheunen z dM^den. Er starb endlich an. 1290. da dann die b^^,?,deeilebe gegen rhn zu bezeugen , seinen leichnaMmsu! Wtsingen bis nach Stockholm gantze 12. rage a,achseln trugen. Er vermählte sich gleich bey antritt se^cer,bleibn, ^^dwig, Graf Gerhards von Hoffeindie lhm Bugerum , Ericum und Waldemarum ^h-tt Luecans Ilb. III. x. gy.
Itrsts tom. II. ^ ^
II. Smeek zugenannt, ein söhn HeES^j >swelchen lhm ferne gemahlin Jnqeburga, Königs HsÄ,. all/.
b??^^bn tochter, gebvhren. Er war ungefehr drey Keil
^«^!?i?ontge von Schweden ausgeruffcn worden-^^oß-vatter, der gedachte Haquinus, keine niannl>nA go«/ brachte er es dahin, daß die Norweger ihnA,ch"'mahmen, gleichwie auch die Gothländer durch >i>N
schoten bey ihm den eyd der treue abgelegt, welche an-i-?»^k'«^^chehen. Einige jähre darauf new^MN
auch Schonen mit den beyliegenden p^ Wig
Ach/A. Schwedljche bvtmäßigkeit. Denn All dc ^ zuA.AV in Dänemarck, dem diese landschafft vA^Adlge den Grafen von Holstein um em
nicht liefern konnte, liessen die Grafen von Holstein hten daselbst Hausen, wie sie wollten Die Scheuesd-efts unerträglich war, und gleichwolfo bald keiner Afp--8,versichern Anten, ergaben sich b'^ EKonige Magno rn Schiveden mit dem bedinge, daß er AEliehene geld den Grafen von Holstein abtragen. soM. MF!^,chch wurde dadurch noch grösser, da ihm die Stand ^^"eburg in Halland die crone an. izz»ttht a ^ ssettsüblich machten. So lange MMA gehAmundson, welchem er sein gröstes glück bisher zu daEM EAAs, ^ind es mit der regierung überaus wohl. AssrchätE,ab« ergab er sich den Wollüsten, und fieng einen