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von Glocester, an selbigen verfertigen lassen, um seine güthcrvon der vi«LS8 von Worcester zu unterscheiden.
Mawezzi, (Virgilius, Marquis von) war von Bologna inItalien. Er verstund die Theologie, die Rechte , Medicin,Mathematik, und war auch in den Humsnioribu8 und derMustc erfahren. Der König PhilippuS IV. in «Lpanien ge-brauchte sich seiner sowol in dem kriege als in den wichtigstenStaats-affairen. Aus liebe zu seinem vatterlande gieng erendlich wieder nach Bologna, allwo er auch an. 1564. imang. gestorben. Man hat von ihm unterschiedliche schriften,als da jlnd : Lilcorli lopra Lorneüo Tacito ; II Komulo;II Tarquinio 8uperbo; II Ilaviäe kerlkZuitsto ; Kagioni per lequali li Tetterati creäono non pnterLvantagiarü nella Lor-te; II Kitratto äst privato kolirieo Lkrillisno, Lc. 6«.-na/rir kibl. Lonori. elvA. ä'kuom. k. I. rkeat.
ä'kuom. letter. k. I. Lc.
*MalM', Malm, oder Malim (William) aus demKönigs-Lollegio in Cambridge, der sich hernach am Hofe auf-hielt, und vielleicht der fohn des Johann Malims, eines As-che! , war, der in St. Peters Cornhtll zu Londen begrabenlieget, und den armen des kirch-sviels 40. liv. gegeben hat.Dieser Malin war ein galanter Gelehrter , schrieb eine sau-bere Hand , und war ein Meister von einem sehr guten Latei-nischen ttz-Io. Er war auch brav gereiset, und hatte Constan-tinopel, Antiochien, Jerusalem, und viele andere berühmtestädte in Asien besehen. Bey seiner widerkunft wurde er vondem Ritter Ambrosio Cave dem 8ecretario Cecyl vorgestellet.Der 8ecremr!u8 behielt ihn bey tische, und recommendirteihn nebst dem damaligen Grafen von Leicester an die Köni-gin. Der 8ecrersr!u8 William Cecyl gebrauchte ihn her-nach , die schriften des fürtresiichen Thomä Chalonerö, soviel möglich, hervor zu suchen. Da er denn sein gelehrtes werckäe Kepublics Lnglorum, so in Lateinischen Versen geschrie-ben war , verfertigte und heraus gab. Er hatte zwey grossePatronen, nemlich den vorbesagten Cecyl, als hernachmaligenLord-Schatzmeister, und den berühmten Grafen von Leicester.Als er bey nahe sieben jähr lehrmeister in dieser schule gewe-sen war, wurde er müde, des Sisyphi stein, wie er seine ar-beit nennele, fortzuweltzen, und wandte sich zu seinem hohenpatron, dem Lord-Schatzmeister, gab ihm seinen Vorsatz wegender Übergabe zu erkennen, und bat, derselbe möchte ihn miteinem angenehmern , leichtern und einträglichern amt versor-gen. Denn zur selbigen zeit war die besoldung nicht so wich-tig und aufmunternd, wie sie seit der zeit gewesen. Er be-klagte sich gegen seinem vorbesagten patron : Ne nimirum pau-percsts gravari , libertäre privat! , conculcari äoäirinam,1pe8 MLL8 exinsmrj. Er verlangte keine freyheit von der ar-beit , sondern nur
Airi'u8 exilium pauloque quietiu8 opto.
Er wünsche ein gelinderes und ruhigers exilium , und be-schließt seinen brief mit diesen versen :
Läün tu Oynolura miki , tsr nokili8 Hero8,
Die renui in menla clelit meciioere lalinum,
Ne nimium kraölum me roäac triliis egelias,
Neve ego perpetuo curi8 involvar acerkia ,
Hnee mea vcita precor lupplex, ne legnius kauri,Lanäiäe lVlsecena8 , unv8 qui lingula polli8.
8ic tibi multipliLe8 eurrent keliciter anni,
Lrochera magnanimi numere8 <L Tuilra lVletelli.
Er blieb ungefehr noch 2. jähr nach dieser bittschrtft an denLord-Schatzmeister, und scheinet alsdenn eine psründe zu Lin-coln bekommen zu haben , bis er endlich lehrmeister in derschule zu Eaton worden ist. Rnigths leben Johann Co-lets, in den anhängen p. )4-6. u. j. f.
* Mameranus, (Heinrich) ein Poet und klrilaloplm8 vonLuxemburg, lebte um das jähr i;?o. war ein buchdrucker zuCöln , schrieb äe Laula Lalamitatum kujus tempori8 , Cöln1546. und ein büchlein äe prilea Aoneta, ib. >551. welchesauch bey Budelio äe monsta zu finden. Die ihm von An-dreä bibl. Lelg. beygelegten getichte sind nicht sein, sondernseines bruders,des nächstfolgenden Nicolai. 8-w^rir. Htbsii.Ilelg.
* Mameranus, (Nicolaus) ein Niederländischer Poet und
Iliüoricus des r6. jahrhunderts, gebürtig von Luxemburg,ein bruder des vorhergehenden, trug stets, wenn er ausgieng,den lorbeer-krantz, und pflegte sich Rsmmam Nsronir zu nen-nen. Er hielt sich an verschiedenen Höfen, und sonderlich andem Hofe Kaysers Caroli V. eine geraume zeit auf, war auchwegen seiner lustigen einfalle sehr beliebt, im alter wurde ernärrisch. Er hat folgende schriften verfertiget : äs LonkeL-lione privata aä Laren 8aceräoti8,1546. äc Venstione, in Ver-sen , da sich alle Wörter mit einem L. anfangen ; Hiüorianiäe LlsNione Laroli V. Imperators; äs Lello 8axouieo; IterL«ssris lexennale per Lermaniam ; Lstalogum Luise LLl'aregLöt Oräinum in Lamitiin Luguüsnin , 1547. 48. Cöln 1^0.
M 8- Latalogum ssribunorum , Oucum , ssrimorumgue LaroliV. L keräinsnäi Kezi8 kam.; Latalogum Lxpsäitionin rebel-lium krineipum ac Livicatum Oerrnanise contra Larolum V.an. 1546. Franckfurt 1611. velcripüonem Lvguü-e L ^i-tenberZse; kormulam aulpicanäi liiuenäiqus äiem certin pre-catiunculin, Antwerpen i;^;. äe lnvellituraLlseiorin Äauri-tii, Basel i?74- äe Usmoria, Brüssel in 4. äe Hyems Lnnir;64. Lxiüolsm äe eo , <juoä 8. kecrur Komas kusrit; Getich-
te, darunter eines äe 8e?o lan Aanon genannt,und äs L6no 8. Aaximini, Lrobiepilcoxi Trevirenlis, .g,
Asrtino Lrckiep. duronenli Komam euntis ab M
Antwerpen in 4. Über dieses hat er auch den xels-
8acramenti8 verbessert auflegen lassen. 8-wertrr Ltnen.
bibl. Lelg. machte
* Mamercus, ein Tyranne zu Catana in Sicilien, ^mit dem Jceta und den Carthaginensern einen bunoTimoleon, wurde aber von demselben mit Verlust 200 vder seinigen aus dem selbe geschlagen , und da er »»lien flüchten wollte, lenckten seine leuthe wider stlne«.mit ihm um , doch flüchtete er vorerst noch r» de , inach Messen« , allein da Timoleon auch solche
ergab er sich bey der Übergabe demselben, mit dem ^ ^re.daß er seine fache zu Syracus gerichtlich ausmache» > ^henEs stund ihm dieses auch Timoleon zu; allein da er sansieng, erregte das volck einen ungemeinen tumutt, Mer sahe, daß für ihn nichts zu thun, warf er >e>« stießvon sich , renneke mitten durch das theater hinweg' ^te»'den köpf wider eine banck, der meynung, sich so i>l>^
Allein da er daran nicht starb, nahm ihn das vom - ab-richtete ihn an dem orte, wo die strassen-räuber leo^egethan zu werden, vollends hin. , m i»"
c. r. U. f. lib. V. ürategem. p. ;76. U. s-
NELKMI, ein volck aus der insul Samos -sich unweit Meßina niederliessen, daher die Metztt»^ inrini, und die meer-enge bey Meßina Aamertinum r'nennet wurde, dessen öfters in den alten schriften gcoau,Martialis gedencket des guten weins, so in dieser gegc»set, lib. Xlll. epiü. ii4.
Mamertinus, ein Redner, lebte in dem IV. ^ ^b-dem Kayser Constantino, dessen söhnen und Jullano .^er-trünnigen ; wurde unter des letztem regierung i",-men ^meister gemacht, und hielt zur danckbarkeit ihnen zune lob-rede, welche mit unter den bekannten uno ,dene mal zusammen ausgegebenen 10. kanegMcis nderedtsamkeit zeiget. * ' ^..vbinö'
Mamevtus , Ertz - Bischofs von Vienne in xMwar ein berühmter Prälat seiner zeit , und leo^ . , pV. lseculo. Er führte die sogenannte kogauooes r MSdrey tage vor dem Himmelfahrts-fest sind, welche-^ hefEmit fasten und proceßionen oder creutz-zügen zuzuvring Mlen hat, aus anlas allerhand zorn-zeichen GOttes,in und um Vienne selbiger zeit sollen ereignet haben rexempel nachmals die Französischen kirchen undeines nach dem andern willkürlich gefolget sind, o> ^xclEder gebrauch in den meisten abendländischen kireye» ^ ye»drungen ist. Die Römische kirche begehet sein geoaw ^ M11. may. Im übrigen muß man ihn nicht verme; von
seinem bruder, Claudiano Mamerto, welcher z. 0» pei
dem zustande der seelen verfertiget hat, und ebensa» - - -kirche zu Vienne, wiewol nur als Priester, gestanoeuep. I. Ilk. VII. K 6P. 14- ^0'
lermon. 17z. Loncil. Lurelian. eanon. 27. >
lik. II. tziü. ;4. in elironic.
not. aä. 8iäon. Lpollinar. lik. I. c. äs 8^, 6»»'
, in annal. eccl. L mart. Kom.
Lkrili. Lc. * ^
Mamilas, der i4de König in Assyrien, welcher ^i> h,sfahr der weit 246;. auf den thron gestiegen, uno 1an. 249;. besessen. in ckron.
* Mamilius , (Octavius) ein gebohrner Tusculaner, ^ ^sen vorfahren der Ulysses und die Circe gemacht wb^<ib Esseiner der vornehmsien und mächtigsten Lateiner,
Tarqninius 8uperbu8 seine tochter zur gemahnn vc,er sich viel anhang machte, und den Mamiimm s ^ stEmochte, daß er sich angelegen seyn ließ, die Latein ! ^ ^ -und völcker aus Tarqutnii feite zu dringen. L
c. 49. Lta/ic-ai'«. anciguit. Kam. ^
solches einiger Massen ins werck gerichtet , ließ ,einen A,nen sagen , daß sie sich gefallen lassen mochten , »m^e N>wissen lag zusammen zu kommen, weil er ragA
ihnen abzuhandeln hatte. Als sie sich auf bestlwm» y>c'guter zeit emfanden, blieb Tarquinius aussen.ten sich die Lateiner für einen schimpf, als ob er v
genarret hätte, besonders da Turnus Herdonms, ^„,n^
ner, welcher bey Tarquinio inn die tochter angev» §0» /den korb bekommen hatte, sie nicht wenig autd ^ Wv«dieser Mamilius besänftigte sie, und entschuldigte» ' pah"ger-vatter, so gut er konnte, brachte es auw e wE,,,daß sie des solgenden tages wieder zusammen com»
harten widerstände, endlich auf seine leite geo ^^
ihn nebst Sexto Tarquinio zum Feldherrn m w niassssiiiö
dem aber die alltirte Lateinische armee zu . . „,schlagen worden , blieb bey dem andern tresscn