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Vierdter Theil. He - Mc.
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man

In der ssegula St. Benedicti wird angeordnet, daß das Mn-äarum alle sormabend geschehen soll. ölsnästum trium psupe-rum ward alle tage die gantze fasten durch verrichtet, und be-kamen die armen zugleich allmosen. N-mäswm xaupsrum,da sich die armen selbst unter einander sonnabends vor demPalm-sonntage die füsse waschen musten. Nanäswm hieß auchin den klöstern das Haus, darein die fremden einkehrten , weilihnen daselbst die füsse gewaschen wurden. LLnM/r», Lex.ecclssi ?. II. p. 98 - 99-

Mandelsloh, eine uralte adeliche familie in demBraun-fchweigischen, allwo sie Rübbesbüttel, Morungen und anderegüther besitzet. Sie hat sich auch schon im XII. seoulo in demErtz-Stifte Bremen ausgebreitet, und in der Nieder-Laußnitzhat ein äst davon ohngefehr zu ausgang des XVI. gxLuIi seinensitz aufNeuhaus und Gohsden genommen. Im Mecklenbur-gischen ist sie gleichfalls von langen zeiten her bekannt gewesen.Ehrenfried von Mandelsloh ist um das jähr 840. als ein Kriegs-Held berühmt gewesen. Hvyer hat an. 1272. dem Land-tage zuBrannschweig mit beygewohnt. Elisabeth ist die ;6. Aebtißindes freyen Stifts Essen ; Nicolaus aber an. 1477. Lenlor desDom-Capiluls zu Verben gewesen. Dietrich hat an. j„dem nahmen der stadt Bremen den Schmalkaldifchen bund un-tersthrieben. Berkhoid, Chur-Brandenburgischer Rath, hatan. izzr. dem Paffauischen vertrage mit beygewohnet, und an.1588- als Amts-Hauptmann zu Cotbus fein leben beschlossen.Ernst, Marggraf Albrechts von Brandenburg Oberster, halfan. i?6;. die stadt Würtzburq einnehmen; hierauf führte eran. 1572. dem Printzen von Oranien ein rcgiment zu, bcfatzteMecheln , brandschatzte Löven, entsirtzte Mons im Hennegau,und ward letztens wegen der Grumbachifchen Händel in die achterkläret. Um das jähr 1^92. florirte einer dieses nahmens, alsChur-Sachsischer Kriegs-Oberster. Johann hat als Obersterder Cron Franckreich gegen ausgang des XVI. steculi gute dien-sie geleistet. Michael auf Morungen , Braunfchwetg - Lnne-bnrgischer Drost zu Giffhorn, hinterließ Georgen, Fürstlich»Weimarischen Jägermeister. Dessen fohn Iost auf Eckstädt,Marck-Vippach und Pfands-Jnhaber der Herrschafft Blancken-heim, ist cchnaefehr um das jähr iü6i. als Fürstlich»Wiemari-scher Ober-Jagcrmeister mit Hinterlassung 2. söhne, FriedrichLudwigs und Friedrich Antons verstorben. Hermann Albrechtwar an. 1646. Commendant zu Höchst und als Oberster imdreißigjährigen kriege berühmt. rke-wr. Xob. Lrem.

Gpailgenbergs Ädclfp. 6erm. stemm. Faöttc»

vrigin. 8ax. üb. IX. annal. 8ax.

Mandelsloh, (Johann Albrecht) aus dem jetztgedachtengefchlechte, war anfänglich bey dem Hertzoge von Holstein Pa-ge , und nachgehends der Abgesandten, welche derselbige an.

16z6. in Mofcau und Persien schickte, Legations-Cavalier. DerKönig in Persien bot ihm eine pension an , um ihn an seinemHofe zu behalten; allein er gierig von dar nach Ormus, undferner, wie er sich vor seiner abreist aus Deutschland vorge,uommen hatte, in Indien, von welcher reise er eine beschrei-bung herausgegeben hat, die er im jan. an. i6;8- ansieng,und im majo an. 1640. vollendete, da er wieder zurück nachHolstein kam. Man findet die Historie hiervon in dem anderntheile der reife-befchreibung Olearii. Nachgehends begab sichMandelsloh unter dem Fcld-Marfchall von Rantzau als Ritt-meister in Französische kriegs-dienste, starb aber an. 1644. anden blättern zu Paris im 28. jähre feines alters.

* Minderen, (Conrad von) der zwölfte Groß-Teutsthmeisterdes Teutschen ordens, wurde an. 1269. darzu erwehll, als erschon ziemlich bey jähren war. Er suchte zwar die Niederla-gen , welche fein orden von den (finden erlitten, zu rächen ,iind lieferte ihnen zwey treffen, war aber dabey so unglücklich,daß er in dem ersten mit grossem vertust der stinigen das seidräumen muste; in dem andern hingegen in die gröste lebens-gefahr gerieth. Doch hat er die Semigallier so weit ins engegetrieben, daß sie sichs musten vergehen lassen, einen neuenrinfall in Liefland vorzunehmen, hat steh auch an den Samo-gitiern und Russen vor den empfangenen schaden zu erholen be-mühet. Er ließ Wittenstein oder Weissenstein in Esthland undMietau in Curland aufbauen, und danckte um das jähr 1272.vom Groß-Meisterthum wegen hohen alters ab.still. Lnüser. p. 24-

Mandern, ( Carl von) ein berühmter Niederländischermahler und Poet von Meulebreck in Flandern, aus einem adeli-chen gefchlechte gebohren an. 1549. Sein lebhaffter geist zeigtesich bey ihm schon in früher jugend, sonderlich die bcgierde undgeschicklichkeit zum zeichnen , wie er denn auf die weissen Mau-ren in seines vatters haust, dessen diener und mägde abgerissen,und lächerliche verse darzu geschrieben. Seine lehr-jahre mach-te er bey dem berühmten mahler Lucas -le Heer und hernach beyPeter Ulrich, bey welchem er sehr geschickt in der kunst wurde,darneben auch sich starck in der Poesie übte. Als aber die Nie-derländischen Unruhen und der krieg mit Spanien angegangen,und auch das stadtlein Meulebreck überstiegen und geplündertworden , begab er sich mit feinen eitern nach Brügge, und vondar restete er mit etlichen Edelleuthen in Italien , kam also imjubel-jahre anfRom , allwo er drey jähr lang verbliebenist, und viel schöne wercke verfertiget hat. Als er wieder nachHaufe auf Meulebreck gekommen, und auch alldort ansieng be-rühmt i» werben, geschahe ein Spanischer einfall in das land,

man

wodurch seines vatters Haus und güther gantzlich ruiuiret w^den, also daß er sich gemüßiget gesehen, seine krancken ^wie auch seine brüder und fchwestern, so gut ihm nwa»^ so-nach Conrlray zu bringen , und alldort im Frauen-Mv"^ster um ein gemach, speist und tranck anzuhalten, dafür r ^dem kloster viel schöne gemählde verfertiget hat. " y r.pest da ansieng zu graßiren, gieng er mit seinem w"vc ^kindern an. 1582. nach Brügge, und von dar ,«jede--mit etwas mobilien gen Meulebreck ziehen, seine stulycrrnm zu bewohnen ; allein er fiel den unbarmhertzlge» ' . ^rtin die Hände, welche ihn rein ausplünderten, und nam ^ ^wieder in die stadt lausten liessen. In diesem zustande !sich mit den stinigen in ein schiff, und fuhr auf ver-

land, allwo er wohl empfangen, und mit nöthigen stu-sehen, auch mit Goltzen und den Cornelischen bekannt >

Er hat unter andern das leiden Christi in 12. stücken ge''^welche vortreflich sind, und vom cle Geyn in kupier 8 Mg,worden ; er hat lliaäes Uomeri in reimen und stro" -MWie auch diekuLoÜLa UNdOeorgiLL Virgilii und Zll»-

ses Oviäii, die niedergelegte und wieder erhabene »a binfterdam, und noch viel andere poetische wercke g h zyfchilderbuch ist eines der vortrcflichsten stücken. Es.' §Amsterdam an. 1607. mehr von der ungeschicklichceu .brauchten Artztes, als von der kranckheit; er ward «amtobe mit einem grünen lorbeer-krantze beehret. Gm'Academie, ll. II. IM. III. p. 276.

* Manderscheid, ist der Haupt-ort der zwischen bew ,scheu und Jülichischen gelegenen Grafschafft Mameu . ,

und wird in Ober-und Ünter-Manderscheid gelheilet.

Diät. 6eogr. ^

Manderscheid. Das geschlechte der Grafenvon Manderscheid soll von den Königen in Australien > - odcksprung haben, von welchen der letzte Schwentisbo» .Schwantipolcus einen söhn Wilhelmnm gehabt, bf" l(j„sspie-schafft Manderscheid bekommen , und in den ersten tu* fsihretlen zu Magdeburg, die an. 914 . gehalten wordenwird.. Dieser zeugte mit Cunigunda, gebohrner hcV-Hennegau und Namur, Wilhelmnm II. welchem r.gelegt werden. Der erstgedohrne davon, Henricus,das jähr 109;. gelebet, führte den titul eines Grafen vv'verscheid, starb aber in seinem ur-enckel Wilhelms »'v gestbADer andere söhn, Nichardus, welcher an. nzz. uomführte den titul eines Herrn von Manderscheid, unv. Her-auf dem schlösse Nieder-Manderscheid. Seine Pnray". ^ecwig, Gräfin von Jülich, machte ihn zum stamm-va ^gesegneten nachkommenschafft. Denn diese gcbahr M'' ^ne, Richardum und Waltherum. Nichardus lebte » §styjähr 1170. und scheinet durch seine gemahlin AgnesKayl an sein Haus gebracht zu haben. Von seinen loo. ^her,blich Theodoricus gleich in dem ersten gliede, FoltarHerrin Manderscheid und Kayl, dessen bruder,warum, welcher um das jähr 1207. gelebet, und dmmmit Hildegart, Freyin von Kerpen in Eiffel, erstbeiao ^ Mschafft Kerpen an sich gebracht. Sein söhn HenncuS/ V^ eManderfcheid, Kayl und Kerpen, zeugte nebst Adelberw/^ §i>linder verstorben, Theodoricum, welchem seinesabeth, oder wie andere wollen, Gertrud, eine towwvon Nassau, nebst Wilhelms, fo keine kinder gehabt, uno^reN'do, welcher Abt in Himmeroth worden, HeimcumDieser Henricus, so an. 12;;. gelebet, zeugteGräfin von Betkingen, Americum und Henricum, . Eren brüdern Richards, Herrn von Kerpen, und Udan .

Herrn zu Cöln, ohne kinder verstorben, auch WmMV"ser letztere wurde von zweyen gemahlinnen ein vacrer .ner kinder, unter welchen Wilhelmus um das >ayr " ^ zMbet; dessen söhn, Wilhelmus, lebte um das jähr > 141 - E

te nebst verschiedenen andern bindern einen söhn/ Kras

ches nahmens , welcher von seiner gemahlin Ellsavem.^^wyuvon Spanheim und Stahrenberg, unter andern -LmyelnU'^Johannem, Fridericum und Arnoldum gezeuget. vv

der an. m 88. gelebet , vermählte sich mit Lucia , -

Neuenar, und zeugte mit ihr nebst Alberto, Theod^u j^liamser vermählte sich mit Elisabetha , einer erb-toaster ^^chie^.von Stein-Callenfels, Herrn in Wartenstem, ger dEdurch die Herrschafft Wartenstein an sein lMS. e»söhnen starb Wilhelmus an. 1456. ohne kinder,Gery"^,„ nde Dom-Herr, Weyh-Bischoff und 8c!-.olüü.cm V-Probst zu St. Gereon,der erstgedohrne aber,Meom ^d, a

te das gefchlechte fort. Dieser war Herr in Manvc > §i,ch A .nach seines bruders tobe in Kayl und Wartenstem, st»ter von Jerusalem, und starb an. >469. ben^8 -1 Herr» "y.gemahlin Jrmgard, einer erb-tochter Theodorvi, ^

Daun, Broich und Cinssart, verschiedene kmde u^„^, m^Unter diesen begaben sich die z. jüngsten soh»f/^..ssjcus „ecus und Henricus, in den geistlichen stand / »»» " ^sicstbol' „gar zum Ertz-Bischoffe von Trier erweh rt' i

söhn aber hatte das glucke mlt seiner gewählt»^stamm zu erhalten. Diese brachte ihm die ^rrswanJunckerroth nnd Neuenstein, wie auch ble G 5 »N'sHeini nebst den Herrschafftcn Geroldstein^Castew zii. ^

gen zu,und er selbst erlangte von dem Weil er »"'sch>e»den titul einesGraftn vonMandrrscheid. Weu sei»