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der Syllam nicht mehr, als einmal, und diß zwar in derstadt Rom / und also gar weit von dem heutigen Marostica zufechten kommen ist. Wenn also je Marostica den nahmen vonMario her hat, so muß dieser zu der zeit sein lager allda ge-schlagen haben, als er nach Überwindung der Teutscher, wel-che von ihm noch in Gallien geschlagen worden , sich mit seinerarmee in Italien gezogen, um auch dort den Cimbrern zuwiderstehen , welche indessen würcklich über das Tridentinischegebürge eingefallen waren, und die auch Manns nebst Lucta-tio Catulo würcklich nach Flor» und andern scribenten, nichtgar ferne von berEtsch , und also auch von Vicenza, scheinetbesieget zu haben; wiewol doch Plutarchus die gegend derMacht um die sogenannte Lampvs Kmiäio8, wo solche gesche-hen , um Verceil gesetzet hat. Andere halten davor , daß derort , welchen Marius erbauet, gäntzlich zerstört, und das heu-tige Marostica nicht weit davon durch die Herren äella Scalaerbauet worden. Schauplatz des kriegs in Italien, p. ; 70.De 7 /c'. ale /'/ 7 a/. I. p. 44. *
Marot, (Johann) war von Caen in der Normandie, oder.von einem nahe dabey gelegenen dorfe gebürtig, und an. 14;7.gedohren. Seine auferziehung ward gar nachläßig in acht ge-nommen , und ließ man ihn nicht einmal Latein lernen, wie-wol er hernach durch eigenen fleiß und begierde zur Poesie die-sen Mangel ziemlich ersetzte, und sich in der Historie und fa-beln eine ziemliche känntnis zuwege brachte. Er setzte sichdurch seine geschicklichkeit in der Ticht-kunst bey der PrintzeßinAnna von Bretagne in grosse gnade, die ihn deswegen unter-hielt, und zu ihrem Hof-Poeten machte. Als sie Königin inFranckreich ward, kam er mit an den Französischen Hof, undmuste auf ihren befehl Ludwig XII. in seinen kriegs-zügen wi-der Genua und Venedig begleiten. Hernach ward er Fran-cisci l. Cammer-diener, und starb in dieser bestallung an. 1517.Clemens Marot, (von dem hernach) war sein einiger söhn.Man hat seine Französische aetichte zusammen gedruckt. AusserLeuen aber hat er noch obbcmeldte zwey züge seines Königsabsonderlich in untermengter ungebundener und gebundenerschreib-art beschrieben , welche sowol wegen ihrer anmuth , alshistorischen Wahrheit verdienet gelesen zu werden,tom. I. k. I. p. 19;. 2; 8 -
Marot, (Clemens) ein söhn des vorigen, und berühmterFranzösischer Poet. Er war zu Cahors ohngefthr an. 1496.gebohren , und ward von seinem vatter zur Poesie und Lateinangehalten. Anfangs war er Page bey einem FranzösischenCavalier äs Neufville genannt ; nach seines vatters absterbenaber erhielt er bey Francisco I. die Cammer-diener-stelle, undmuste dergleichen auch auf befehl des Königs bey der Hertzoginvon Alcngon an. 1520. übernehmen. Er begleitete ihren ge-mahl das folgende jähr nach Italien, und hatte das Unglück,daß er in dem treffen bey Pavia verwundet und gefangen wur-de. Er kam hierauf wieder los , wurde aber in abwesenheit desKönigs Francisci I. welcher in Spanien gefangen gehaltenwurde, der ketzerey verdächtig gemacht, und in ein gefängnisgeworssen. Doch wurde er auch hieraus wiederum öefreyet,worauf er sich aus forcht aufs neue in die Hände der Inquisi-tion zu fallen, nicht recht mehr nach Paris getrauet. Viel-mehr nahm er seine znflucht zu der Königin von Navarra, undals er auch da nicht sicher genug zu seyn glaubte, gieng er garnach Italien, allwo er sich bey der Hertzogin von Ferraraeine zeitlang aufhielte, weil selbige der Reformirtcn religion,deren man ihn beschuldigte, nicht ungeneigt war. Doch er-hielt er endlich an. i;;6. von mehr gedachtem Francisco I.wieder erlaubnis nach Franckreich zu gehen, allwo er abervor seine person so wenig sicherheit fand, daß er einige jährehernach seine zustacht nach Genf nahm. Daselbst soll er seineWirthin geschwängert haben, und von dar nach Piemont ge-gangen seyn, allwo er an. 1544. gestorben. Als seine getichteetwas rar wurden, hat man selbige im Haag an. 1700. inzwey volum. in 12. zusammen drucken lassen^ Man hält ihnvor den erfinder derjenigen arten von reimen , nach welcher inden getichten die männliche und weibliche verse unter einandergemenget werden. Desgleichen wird ihm auch auf gewisse artdie erfindung der sonneten und madrigalien zugeschrieben. Die-ses ist nur zu bedauren , daß er so viel unzüchtiges und unreinesin seine schriften eingemenget. Die 50. Psalmen, welche erMarot, sowol als die übrige hundert, so Tbeodorus Beza inFranzösische verse übersetzet, sind lange zeit bey den Reformir-ten gebraucht worden, bis endlich der bekannte Lecretarlus derFranzösischen Academie Conrart, neben IVlr. cle la Bastide, auchnoch ferner nach ihnen die Genfer-kirche selbige zu ausgang desXVII. sirculi in einen schönen stylum gebracht, und diese gantzneue Version bey ihnen eingeführet, welcher seither» viele andereFranzösische kirchen darinn gefolget, andere aber, als die Nie-derländische , wenigst eine nahmhaffte änderung und Verbesse-rung der alten Psalmen vorgenommen haben. Sein söhnMichael Marot hat gleichfalls einige verse verfertiget. /.«c>anck« O« , in ixlius vita iplius operi-
bu§ prremiffg. *
Marot, ein Engel aus dem Alcoran, stehe Arot.Marpach, oder Marbach, eine Würtembergische stadt nichtweit von Ludwigsdurg. Sie liegt am Necker, worüber fle einebrücke hat. Ohnweit davon geht die Mur in den Necker. Als an.146;.GrafUlrich vonWurtemberg von dem Churfürsten znPfaltz
gefangen wurde, ließ ihn derselbe nicht eher los, bis er io°°°'gülden erlegte, und Marpach als ein Pfältzisch lehen annay»'Allein an. 1504. wickelte sich Hertzog Ulrich davon los, als w,der Kayser Maximilianus die execution wider den geaasten,Churfürst Philipp von der Pfaltz auftrug, dem er MaulbrunmVesigheim, Löwenstein und andere Plätze abnahm , auchbige nachgehends behielte. Bey dem unglücklichen exilw H"tzog Ulrichs aber, fiel an. 1546. Marpach in Kayserliche Hanfe?doch kam es samt dem gantzen lande wieder an Wnrtemvertz-An. 1594. wurde bey der grausamen pest in Tübingen das ^1Gericht hieher verlegt, und an. 169z. brannten es die Franz
sen gar ab. Historische von Wurtemve ^
citatis grmi8. .
s Den nahmen dieses orts ziehen einige von Mars ,anve
von andern Wörtern her. Es soll auch vor zeiten Marpass;der Römer grentz-stadt an dem Necker gewesen seyn, wie a«zwey allda ausgegrabenen stein-schriften gemuthmasset wu'Als an. i;i2. die Häuser der Tempel-Herren zerstöret wurden? .traf es auch diese stadt. An. 1502. wurde selbige für ro 'pfund an Würtemderg verkauft. An. 1519. nahm m -Schwäbische Bund ein, und in dem Schmalkaldischen rrnsan. 1546. ward sie von den Kayserlichen unter anfuhrmfdes Grafen von Svlms zerstöret. An. 1642. denwurde sie von den Weimarifchen ausgeplündert. an» '8uev. Schwelins Würtcmb. chronick. würtemb.
7^5. MLnuIcr.
* Marperger, (Paul Jacob) war zu Nürnberg an. chAgebohren , und bezeigte von mgend auf eme sonderbare neig»«»zu den studien, worinn er auch auf dem dasigensorgfältig unterwiesen wurde. Als er aber sodann ausRechtsgelehrsirmkeit sich legen wollte, da ihm im gegeE.sein vatter die Theologie anrieth, muste er sich zu der ram"mannschaffl bequemen , und wurde, um dieselbe zu erlernen?nacli I?von aesitiickt. Unaeacktet er nun kner andere verein?
auch
nach Lyon geschickt. Ungeachtet er nun hier anderetnngen bekam , so las er doch daneben gute bücher, giengfolgends , da er sich zu Wien einige zeit aufgehalten,mit gelehrten leuthen um, oder brachte doch sonsten die sfmit studiren zu. Da er nun auf solche art sowol in voucrv-als in commercien-sachen zu einer ausserordentlichen einMstglanget, wurde er auch nach der Hand zu Covpenhagen, Ber?und Dreßden in dergleichen angelegenheiten nützlich siEbrau»?und an dem letztgedachten Hofe um seiner Verdienste w>"mit der würde eines Hof-RathS beehret. Sonst war er au ?seit an. 1708. ein mitglied der Königlich-Preußischen Seele»der wissenschafften , und gieng zu Dreßden den 27. oct. » 'i7;o. mit tode ab. Seine schriften sind : BeschreibungBanquen und deroselben, wie auch der Banquiers ihremte; Neu-eröfnele Wasserfahrt auf flüssen und canälen ;zösischer See-Lrst; Erläuterung der Holländischen Waa»Geld -.und Wechsel-Preis-Couranten; Erläuterung der Ha"burger und Amsterdamer Waaren Preis-Couranten , unoGelder und Wechsel Cours-Zeduln; Beschreibung aller 7Königlich-Preußischen und Brandenburqtschen Scepter um ^worffenen Länder; lVIonces kiscLtis, oder Leich-Aßistentz-v,,Hülfs - Häuser -Lehn - Banquen; Handels-Gericht oderbestelltes Commercien-Lollegium; Beschreibung desFlachses, und der daraus verfertigten Manufacturen; Bejal ^bung des Urspnlngs der in den alten, mittlern und jüngern zc ^erbauten Städte; Anmerckungen über die bekannt gewmmColonien oder Pflantz-städte; Historischer Kaufmann, od>r uriöse die Kaufmannschafft angehende Begebenheiten uno,^
schichte; Schlesischer Kaufmann, oder Beschreibung dersischen Commercien ; Schwedischer Kaufmann; Mojcm^^scher Kaufmann ; Probier-stein der Buchhalter; Getreuer«^geschickter Handels-diener; Vorbericht von den Handwe ^zünften, Innungen, Aemtern und Gilden; Historie undder berühmtesten Europäischen Baumeister; u. a. m.söhn, I)r. Beruh. Walther Marperger, lebte noch an-als Kirchen-wie auch Oder-Consistorial-Rath und -Oder- -?Prediger zu Dreßden. . -
Marpurg , lat. IssarpurZum, ist die Haupt-stadt ^n
Furstenthums an der Lohn in Hessen, und soll ehedem»den alten Alsrciscls Macrium genannt worden seyn. ^MNre sagen , baß sie dem Heydnischen abgolt Mars zuerbauet worden, und davon ihren nahmen bekommen. ^viel ist gewiß , daß dieser ort lange zeit ein offenerWesen, bis endlich die heilige Elisabeth, Landqräfingebvhrne Königin in Ungarn, zu ansang des Xlll. Leu"gekommen , nach welcher zeit sie gar sehr zugenommen- A^,findet daselbst unter den geistlichen gebäuden die M
welche mit den Fürstlichen degrabnissen pranget. Diesabethen-kirche, welche von gedachter Landgräfin den nav ^hat, und ihren leib, wie auch vieler andern Grafen verwa -ist ein sehr prächtiges gebäube, und befindet sich davev ..Teutsche ordens-haus , so unten im thal an dem walier' 2,^Anfangs wurde der gedachten Elisabeth todter leichnam m,-besondere capelle in beystyn des Kaysers und vieler > ^chen Personen versetzet, und stehet das monument uoei ^erde auf vier höltzernen füssen, und einem schwartzen m"" jch-hvltz, aufweiche ein futteral, so man aufmachen kan ? 4^
tet ist. Es ist gantz und gar, so viel über dem unterstenstehet, von geschlagenem silber, und durchaus überguweu ^