226 j Boas.
Das Buch Ruth.
Lap.r.2.
17.Ws du ftirbest/da fterb ich auch,da will ich auch
begraben werden. Der HErr thue mir diß unddas, der Tod muß mich und dich scheiden.
vermahnimg: Zur Lieb und Freundlichkeit gegen AnverWandle, wie asihie an der Naemi, und ihren beyden Schnüren be-findlich, 0.8—17.
iZ.Hsls sie nun sahe, daß sie vest im Sinn war^mit ihr zu gehen, ließ sie ab, mit ihr davonzu reden.
19. Also mengen die beyde mit einander, bis siegen Bethlehem kamen. Und da sie zu Bethlehemeinkamen, regte sich die ganze Stadt über ihnenund sprach: Zst das die Naemi?
20. Sie aber sprach zu ihnen: Heisset mich nicht(a) Naemi, sondern M Mara: denn der Allmachttige hat mich sehr betrübt.
(a) Naemi, heisset meine kost. (b)Agra, heisset bitter oder betrübt.
21. Voll zog ich aus, aber leer hat mich derHERR wieder heimbracht. Warum heisset ihrmich denn Naemi, so mich doch der HERR gebe»
, mutige, und der Allmächtige betrübt hat?
l-kuy. vermabnlmg : Zur G edult in Armut und Elend, nach Naemi.Exempel, 0.20.21.
22. Es war aber um die Zeit, daß die Ger-sten Erndte angieng, da Naemi und ihre Schnur
Nutz.
Ruth, die Moabitin, wieder kamen vom Moabi-
ter-Land, gen Bethlehem.
Das andere Capitel
at vier Theil. I. Wann und wie Ruth dem Bosss angemeldet worden, 0.1—7. H. Was Freundschaft Boas der Rutherzeiget, i» unterschiedlichen Stücken, v.8—16. III. Der BerichtRuth gegen Na«mi, von dem ganzen Verlauf, neben Aufwei-sung dessen, was sie gesammlet, ».17. l8-19. IV. Der Gegen-Tericht Naemi vom «Seschlecht Boas, und wie sich Ruth fernerverhalten, v.sQ—sz.
l. /zrs war auch ein Mann , der Naemi^ Manns Freund, vom Geschlecht Eli-Melech, mit Namen Boas, der war ein weidlicher Mann.
2. Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Naemi:Laß mich aufs Feld gehen, und Aehren auflesen demnach, vor dem ich Gnade finde. Sie aber sprach zuihr: Gehe hin, meine Tochter!
z. Sie gieng hm,kam und las auf, den Schnit-tern nach, aufdem Feld. Und es begab sich eben, daßdasselbe Feld war des Boas,der von dem GeschlechtEliMelech war. I
4. Und sihe,Boas kam eben von Bethlehem,und sprach zu den Schnittern: Der HERR mit!euch! Sie antworteten: DerHERR segne dich!
je tugendsame Ruth ward überall gepriesen:Drum liesse Boas sie auch seine Huld gemessen.
ie Wittib, welche fromm und eingezogen lebt,gewinnet leicht ein Herz, das nach dem ihren strebt.
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, z. Und Boas sprach zu seinem Knaben, der überdie Schnitter bestellt war: Weß ist die Dirne?
6. Der Knab, der über die Schnitter bestelltwar, antwortete, und sprach : Es ist die Dirne,die Moabitin, die mit Naemi wieder kommen istvon der Moabiter Land.
7. Denn sie sprach : Lieber, laß mich auflesenuns sammlen unter den Garben, den Schnitternnach. Und ist also kommen, und da gestanden vonMorgen an, bisher,(»und bleibet wenig daheim.
(«) Da« ist, sie ist ,liebt »er Wetzen «ine, rie daheim auf h«m Polster fitze»,uns faulem«». '
vermahnn»«: Daß sich Wcibs-Personen der Arbeitsamkeit je-de in ihrem Leruf befieissigen sollen, wie Ruth,2. z. 7.
8. e?>a sprach Boas zu Ruth : Hörest du es,^meine Tochter? Du solt nicht gehen auf
einen andern Acker aufzulesen, und gehe auch nichtvon hinnen, sondern halte dich zu meinen Dirnen:
9. Und sitze, wo sie schneiden im Feld, da geheihnen nach, ich habe meinen Knaben geboten, daßdich niemand antaste. Und so dich dürstet, si-ehe hin zu dem Gefasst, und trinke, da meinenaben schöpfen.
, 10. Da fiel sie auf ihr Angesicht, und betete anzur Erden, und sprach zu ihm: Womit habdre Gnade funden vor demen Augen, daß du nacherkennest, dre ich doch fremd bin ?
11. Boas antwortete, und sprach zu ihr: Es istmrr angesagt, alles, was du gethan hast an deinerSchwreger, nach demes Mannes Tod, daß du ver-lassen haft deinen Vater und deine Mutter, undder» Vaterland, und bist zu einem Volk gezogen,das du zuvor nicht kanntest.
12. Der HERR vergelte dir deine That, undmrMdem Lohn vollkommen seyn bey demHERRN, dem GOTT Israel, zu welchemdu kommen bist , daß du unter seinen FlügelnZuversicht hattest.
1 z. Sie sprach: Laß mich Gnade vor deinen Au-igen finden, mein Herr, denn du hast mich geta-stet, und deine Magd freundlich angesprochen,ich doch nicht bin als deiner Mägde eine. . »14. Boas shrach zu ihr: Wenns Essens-Zert ist,so mache dich hie herzu, und iß des Brods, Mtunke deinen Bissen in den Esiia. Und sie satztnich
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