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Anfangsgründe der Physik : als Vorbereitung zum Studium der Chemie / von Benjamin Scholz
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408
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Achromate.

streuen, nicht immer im geraden Verhältnisse stehe (§.244), lernteman achromatische/ d. h. farbenlose Fernrohre verfertigen. Dasbleyoxydhältige Flintglas zerstreuet die Farben viel mehr als dasgemeine Glas (Crownglas)/ bricht aber die Lichtstrahlen fast in dem-selben Verhältnisse (§.145*). Wenn nun das Objectivglas einesTeleskopes zusammengesetzt ist aus einem concavconvexen Flintglase(8iA. 126 )^ 8 / und aus einem biconvepen Crownglase 6V/ oderaus zwey biconvexen Linsen von Crownglas (81^127) 6 V »ndL8, und aus einem biconcaven Flintglase ^.8: so kann das Flink-glas die Brechung des Crownglases nicht ganz aufhebe»/ die Strah-len fahren also fort zu convergiren; allein die durch das conve)'^Crownglas hervorgebrachte Farbenzerstreuung wird durch das hoh^Flintglas aufgehoben/ und das Bild erscheint daher farbenles-Fernrohre mit einem solchen Objectivglase nennet man Acht'v-mate.

Aus dem (§. 245 *), Gesagten erhellet, daß es nicht möglich ist,telst Crown'- oder Flintglases vollkommen achromatische Objectiv^'ser zu machen; indem das Verhältniß des Brechungsvermögens die!zwey Glassorten für jeden gefärbten Strahl ein anderes ist, da)bey jedem Verhältnisse der Convexität des Crownglases und dercavität des Flintglases nur Ein gefärbter Strahl vollkommengehoben werden kann. Um die noch übrige Farbenzerstreuung s§ ^merklich als möglich zu machen, muß man ein solches VerhältnißFlintglases zum Crownglase anwenden, daß dadurch jene Farbe g ^aufgehoben wird, welche den stärksten Eindruck aufs Auge macht,dieses ist, nach Fraunhofer-s Versuchen, das gelbe Licht, ^näher an Orange als an Grün <Gilb. A 56 , soi). Selbst das n^uUche Auge ist, nach Frau nHofer (in Gilb.A.56,304), nicht o"kommen achromatisch, indem das Qcularglas eines Fernrohres, d^IMikrometerfaden man im rothen Lichte ganz deutlich sieht, beträchhineingeschoben (dem Mikrometerfaden genähert) werden muß, ^im blauen Lichte eben so deutlich zu sehen. Schon Newton

den Vorschlag, durch Füllung hohler Convexgläser mit vecsch^ ^Flüssigkeiten die Farbenzerstreuung derselben aufzuheben, ^den nach ihm auch mehrere solche aplanatische Objec

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Un-

ser zu Stande gebracht; sie besitzen aber alle die sehr läst'S^

Vollkommenheit, daß sich das Strahlenbrechungsvermögen der

feiten mit der Temperatur bedeutend ändert, daß daher bey Ten> ^tursveränderungen Wellen in der Flüssigkeit entstehenG i l b. A. 6, try. Fraunhoferin Gilb. A. 54, L77). ^ ^