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■welcher etwas weiter östlich mit (lern, die Erde umstro-menden Ocean Zusammenhängen sollte, die Grenze. Wasnördlich über Griechenland und südlich über Syrien hinauslag, ltannte man zu ihrer Zeit nur unvollkommen, und imWesten war die Wcltgrenzc zwei Tagereisen hinter Sicilien.Thaies von Milet scheint noch ein Schwimmen derErde auf dem Wasser des Oceans angenommen zu haben.Anaximander dachte sich dieselbe als einen freischwe-benden Cylinder, dessen Höhe '/ 3 des Durchmessers betra-gen sollte. Dafs die Erde aller Orten gleich weit vom Him-melsgewölbe abstehe, behauptete er nicht geradezu, jedochsetzte er sie in den Mittelpunkt der Welt, weil kein Grundvorhanden sey, warum sie nach einer Seite mehr oderweniger abstehen sollte. Nach Anaximcnes ruhetc sicals ebene Scheibe auf der comprimirtcn Luft; nach Xeno-phanes hatte sie Wurzeln, welche sich bis ins Unendlicheerstreckten; Plato, nach den Pythagoräern, hielt sic füreinen Würfel, weil dieser Körper die vollkommenste Ge-stalt hat, indem 4 gleichseitige und rechtwinkelige Dreieckeeine seiner Seiten bilden, deren 6 gleiche ihn cinschlics-sen 1 ), bis Aristoteles die runde Gestalt derselben ausentscheidenden Gründen folgerte 2 ). Wie schwer es fallenmufste, ihre Kugelgestalt wahrzunehmen, ergiebt sichbald, wenn man bedenkt, dafs in 10000 F. Höhe nur 3°,(iin 305 Meilen nur 90° und in 4090 Meilen nur 100° über-sehen werden können. Erst durch die lleisen nach Aegyp-ten wurden daher die Griechen auf die Kugelform der Erdegeführt, indem ihnen dort die südlichen Sterne höher überden Horizont heraufkamen, und die nördlichen demselbennäher rückten.
Horizont (von oqi ^ hv , begrenzen) heifst die Begren-zung einer mit der Falllinie (§. 28) lauter rechte Winkelbildenden Ebene durch das scheinbar auf ihr liegende,halbkugelförmigc Himmelsgewölbe. Indem sich nämlichdie Erde wegen ihrer Grölse im Verhältnifs zu der Höheeines auf ihrer ebenen Oberlläche stehenden Beobachtersnur wenig krümmt, oder vielmehr der übersehbare Theildfeser Oberlläche als eben erscheint, das Himmelsgewölbeaber wegen seiner unmefsbaren Entfernung von demBeobachter in überall gleich weitem Abstande erscheint,
i) S. Tiedemann Geist d. spec. Phil. 1. 121.
a) 6. Scliaubacli Gesell, d. Astronomie, p. 2j”.