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§. 209.
So wie die holde Ilimmelskugel wird auch dieErdkugel eingelheilt, und man bedient sieh im Ganzender nämlichen Bezeichnungen zur Einlheilung ihrerOberllüche und zur Bestimmung der Oertcr auf der-selben. Diesemnach hat man Pole und Aequator derErde, Wendekreise, Polarkreise und Meridiane; end-lich durch die Einlheilung des Aequators in die ge-wöhnliche Kreis-Einlheilung, Grade der Länge,welche aber nach beiden Seiten, sowohl östlich alswestlich, gezählt werden, und statt der Polhöhe, in-dem inan vom Aequator nach den Polen hin mifst,Grade der nördlichen und südlichen Breite.
Die meisten der zur rnatliematisclien Eintheilung derErdoberfläche erforderlichen Messungen werden innerhalbder holden llimmelskugel vorgenoimnen , und von hier auf |die Erde übel-getragen. Hauptsächlich giebt der Aequatoreine Normallinie zur Eintheilung der ltiigelllä'ebe. Dieserist genau bestimmt, und gebt von der Insel Sl. Thomasdurch das Meer von Guinea und Niederguinca, die Mal-divischen Inseln nach Sumatra , Itorneo, die Mohihhen,durch den indischen Ocean nach Peru , läuft bei (^uitodurch dasselbe und den atlantischen Ocean bis zum Anfangs-punkte. Mit diesem parallel laufen südlich und nür dliel»die Wendekreise in einem Abstande von 23° 31/ im genä-herten AVerthe *) und eben so in einem Abstande von (3030' die Polarkreise, welche demnach 23° 30' vom Poleabstehen müssen. Diese Kreise (heilen die Obci lläche derErdliugel in die 5 sogenannten Zonen, wovon die heilsezwischen die Wendekreise, zwei gemäfsigle zwischen diesemul die Polarkreise, zwei kalte unter die Pole bis zu denPolarkreisen fallen. Aus den Abweickungskreiseu am IE» 1 'mel werden die den Aequator normal schneidenden Meri-diane der verschiedenen Ocrter, mit der Eigenthümlichkeit,dals der erste Meridian nicht allgemein festgesetzt > sl >
l) .Die Wendekreise solllen eigentlich so viele Grade vom Ac<piat oPahstchen, als die Schiefe der Ekliptik betragt. Allein da diese~ 23° 2V 48' ' und aufserdem veränderlich ist (§• 205.), *•’nimmt man in runder Zahl 23,5 Grade.