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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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durch den Obrist Brousseau und die Astronomen Nicol*let und Pictet auf dem Parallele von Marenncs bis Genf unter 45° 43* 12” ausgefiihrtc, und von Plana und Car-lini bis Padua fortgesetzte. Der erste gemessene Bogenhat eine Länge von 565052,5 Meter, und giebt die Grüfseeines Längengrades = 77867,25 Meter (36952,66 Toisen)tmit dem Meridianbogen zwischen Greenwich und Formen*

——. Der ganze,31

bis zum Meridian von Mailand verlängerte Bogen dagegengiebt die Größe eines Längengrades = 77862,66 Meter

(39949,33 Toisen) und eine Abplattung = — ~ ; bis ^

Padua ausgedehnt erhält man endlich den Längengrad

= 77847 Meter (39941,27 Tois.) und als Abplattung-

Auch aus dieser Messung geht also hervor, dafs die Erde |nicht regelinäfsig gekrümmt sey, sondern selbst örtlicheoder locale Abweichungen von einer überall gleicbmäfsigenGestalt darbiete.

tera verglichen aber die Abplattung =

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$• 217 .

Aufser direclen Messungen giebt es noch andereMittel, die Gestalt der Erde zu bestimmen, woruntervorzüglich die Bestimmung derjenigen Figur gehör!»welche dieselbe durch ihre Rotation annehmen mufste*wenn man voraussetzt, dafs sie bei ihrer Bildung flüssi#war. Wäre nämlich die Erde ruhend, so müfste sie»nach dem Gesetze der gleichmäfsigen Anziehung allrtTheile, diese als beweglich angenommen, kugelru* 1 ^seyn. Da sie sich aber um ihre Axe bewegt, so m* 1 ^sie unter dem Aequator höher seyn, als unter den l’°"len, und auf allen Fall rücksichtlich der Oberfläche dc sWassers diejenige Gestalt haben, welche für de 1 *Zustand des Gleichgewichts der einzelnen, durch Al"traction und Schwungkraft sollicitirten, bewegliche 1 *Theilchcu derselben uothwendig ist.