Buch 
2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
Entstehung
Seite
133
JPEG-Download
 

133

nach Atliinson *j 60 Toiscn, giebt 82 Toiscn Erhebunglür 1° C. Tempcraturdiflcrenz im Sommer, welches ohnemerkliche bedingende Einllüsse als im genäherten NVerthelib’ richtig gelten bann, ln sofern also die Wärme mit denHöhen vom Meeresspiegel an und zugleich auch mit derEntfernung vom Aequator an abnimmt, so glaubt D’Au-buisson, dal's 100 Meter Erhebung mit einer Vermehrungder Ureile von einem Grade auf der nördlichen HalbkugelCorrespondiren. v. Humboldt 2 ) hat durch eine gra-15.] phische Darstellung sehr anschaulich gezeigt,Welche nördlich und welche hoch über der Meerosllächehegende Oerter gleiche Temperaturen haben. Hiernachhällt der Nullpunkt der mittleren Temperatur in 55° N. L$.,Welches aus demnächst anzugebenden Gründen der Wahr-heit gewifs sehr nahe kommt.

2) Da die Wärme mit zunehmender Höhe abnimmt,so mufs man von allen Punkten der Erde aus an eine Grenzegelangen, wo die mittlere Temperatur — 0 ist. Wäreätizunehmen, dafs hier der Schnee im ganzen Jahre nichtäufgethauet würde, so hiefse dieses die Schneegrenze, undUlan miifstcsie die untere nennen; sie fängt nach der ebenErwähnten Eigur unter dem Aequator in 5200 Meter Höhea n und schneidet unter 55° N. B. in das Erdellipsoid ein.Hie anhaltende Wärme des Sommers verzehrt iudefs denSch nee an Ocrtcrn und in Höhen, deren mittlere Tem-peratur nicht mehr als 0° beträgt, und man kann also nichtsagen, dafs sic in der Schneegrenze liegen, indem dieseOothwendig dahin gerückt werden mufs, wo das ganze Jahrhindurch der Schnee sich erhält, und diese keifst dann dieobere. Oertliche Einllüsse, welche das Aufthauen des^ehnee’s befördern, werden um so weniger wirksam scyn,J e weiter man sich über die Erdoberlläehe erbeben mufs,Om die mittlere Temperatur von 0° zu erreichen, und jeWeniger die lange Dauer der Sommertage anhaltende Hitzeoi'zeuüt. Hieraus ist erklärlich, warum nach v. llurn-ooldt dio Schneegrenze unter dem Aequator schon beioincr mittleren Temperatur von 0°,4G., in mittleren Urci-le n nach Pictct bei —4°,6, und in den nördlichen Ge-genden nach v. Humboldt erst bei —li°C. angetrolfenWird. Uebrigens wirken aus leicht begreillichen UrsachenAusgedehnte Hochebenen, grofse Dergmassen, benachbarte

0 Edinb. Jnurn. of Sc. VII. ISO.

■0 Mciu. de la Soc. d’Ai cucil. T 11.Aunal. Chim. ct l’lijs. X. V.