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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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Man übersieht aus dieser Zusammenstellung, da Ts dieSchneegrenze dieKvde als bedeutend ellipsoidischesSphiiroiduuigiebt, und in unbestimmbarer Entfernung von den Polen’u dieselbe einschneidet, allein es ergiebt sich auch baldeine sehr unregelmäfsige Krümmung derselben. Vor allenGingen macht auf unserer Halbkugel die Nord- und Süd-seite einen bedeutenden Unterschied, mit Ausnahme desIf'mlayu-Gebirges, wo die Schneegrenze nicht blol's über-haupt sehr hoch liegt, sondern insbesondere gerade an der^ordseite, ohne Zweifel wegen der nördlich von ihm weitausgebreiteten Hochebene * 1 ). Engelhardt und Parrotfanden schon auf dein Kasbecli im Gnucasus die Sehnee-S'enze J 500 F. höher als unter gleichen llreiten in denAlpen, ober ungleich merkwürdiger ist es, dals an derhlordseile des lliinluya unter 31° N. 13. in 15030 F. Höheheine Spur von Schnee gefunden wurde, ja selbst nicht aufden noch 300 F. höheren bergen, vielmehr wuchsen bäumeund selbst Korn in 14000 F. Höhe. Die höchste Pllanzefand Gcrard erst in 15052 F. Höhe 2 ). Noch ist dieseßnoTse Abweichung von der allgemeinen Kegel nicht genü-ßend erklärt.

3) Man hält allgemein die südliche Halbkugel für un-gleich kälter als die nördliche, und wenn der Ifcwcishierfür aus demjenigen entnommen wird, was die Seefahrerauf beiden gefunden haben, so ist der Unterschied aller-d'ugs sehr aullullend. Die Grönlandsfahrer kommen beiSpitzbergen in der Regel bis zum 7S iten i sehr häufig bishum 8ü s tc'i Grade der Breite, und Scoresby ist am wei-tsten, nämlich bis 8t u 30' vorgedrungen 3 ). Dagegen' a,| d Cook an» 10 ,un Decb. 1772 unter 53° S. D. Eis undheb neegesl über,

-wineegeslölier, am r/ten Januar J//\} aber, also nnhöchsten Sommer der südlichen Halbkugel, konnte er unter() 7°,25 vor Treibeis nicht weiter kommen. Am 20 s,un Jan.1774 traf* er unter (}‘2° S. ß. Eisberge, und lionntc am3(]t$cn j au j cs }ri ses wegen nicht weiter jjls bis 71° 11/

0 Ueher diese sehr auffallende Erscheinung handelt ausführlichv * Humboldt in Amiul. Chim. ct Ph^s. XIV. 1. II.

J ) Edinb. ^ourn. of Sc. 1. j». 45.

Scoresby Account of ihn arclic lle&ions cet. Edinb. 1820. II \oJ.

I. \>. 42. Andere, anscheinend glauhlialto Angaben, dals

Schiffer noch hoher gekommen seyen, sind unsicher, die alleren

ht*radezu falsch, die spateren als die erwähnten würden einergenauen Prüfung bedürfen.