Buch 
2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
Entstehung
Seite
220
JPEG-Download
 

220

weil einige mehr als einen Crater haben, oder neuerdingsbeobachtet wurden. Sie sind der von Villa ricca, derPeteroa, welcher sich 1762 entzündete, der Chillan,Calluqui, Chandel, J/nanchue, Copi, Llanguihue, Para-•vauco , Aconcagua , Santiago, Peteroa, Tucapel, Chinal,f^otuco, Huaiteca, San - Clemente, Minchiuna, Queihu-acati, Chtgnol, Noluco, Maipo, An loco, Ligita, Chunpaoder Lisnari, Coquimbo , Ccpiapo, und einer an der Mün-dung des Flusses Rapel

93 u. 94) Auf dem Feuerlando ist ein Vulcan beobach-tet, und in Patagonien der de los Gigantes' 1 2 ').

95) Auf St. Helena soll ein feuerspeiender Berg seyn.

96 u. 97) Her Vulcan von St. Lücie erzeugt eine grofseMenge Schwefel, so wie der hiernach benannte Schwefel-berg auf St. Christoph, welcher noch 1692 brannte 3 ).

98) Der Vulcan auf Guadaloupe raucht beständig, spie1737 zulezt Feuer aus, drohele 1797 eine starke Eruption,warf aber blofs eine Menge Asche aus, und zeigt seltenFlamme in der Mündung seines Craters 4 ).

99—101) Der Pelee auf Martinique , welcher 1792mit bedeutender Heftigkeit getobt haben soll 5 ), woran je-doch v. Humboldt 6 ) zweifelt, der Carbet und Fauclutscheinen ausgebrannte, jezt ruhende Vulcane zu seyn.

102) Der Monte Garou auf St. Vincent, welcher seit1718 ruhig war, aber 1812 wieder zu brennen aniing 7 8 ),gehört unter die noch brennenden Vulcane ö ).

103) Auf Basse Terre, einer der Westindischen Inseln,ist ein stets rauchender Vulcan.

104) In Prince George's State, am Indian River, be-findet sich der kleinste Vulcan der Erde, welcher nur etwa

1) Vergl Kolzebue Reis. 111. ü8.

2 ) v. Hoff Geschickte der Veränderungen der Erdoberfläche. T. R-p. 477.

3) v. Humboldt Reis. d. Ueb T. III. p. 34.

4) S. l’Escaillcr in Journ. de Phys. LXIl.j und l’Hcrminicr ib. I81a-Avril et Sept.

5) Journ. des Mincs. T. III. p. 59.

6 ) Dessen Reis. T. III. p. 38.

7 ) v. Humboldts Reis. I. 496. Breislak. III. 403.

8 ) Eine ausführliche Beschreibung und genaue Zeichnung desselbenfindet inan Phil. Trans. LXXV. p. 16.