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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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durch Kunst wieder entstündet werden müfsten, wenn die-ser genugsam abgcliüblt wäre. Der Glaube, daf's sie beifeuchter VV'itterung stärher brennen, wird stark bestritten-Die Ilitsse der Flamme ist sein-grofs, doch nicht so, umSteine zu verglasen. Das Gas ist nicht reines, sondernhohlcnstoil'haltigcs Wasserstoffgas. Vielleicht ist etwasvon Petroleum darin, wovon man den eigentümliche»Geruch und den Hauch der Flamme ableitct.

Die Ac<[ua Doja ist ein kleiner, unregelmäßiger Teich,von höchstens 0 F. Durchmesser. Aus diesem steigen n»tMurmeln stets Dlascn auf, deren Inhalt ganz wie Kohle»'Wasserstoffgas riecht. In der Nähe auf dem 'Trockenenentzündet cs sich leicht. Das Wasser ist kalt und klar,schmeckt aber häßlich.

Die Feuer von Darigazzo werden schon 1684 erwähnt-Sic nehmen nach Spallanzani 15 F. Länge und 3 f 1 -Drcite ein, und brennen hierin 3 Gruppen, höchstens 2 F -hoch. Spallanzani ließ 6ie alle auslöschen, grub danneine Vertiefung, erhielt hier eine Flamme von 8 F. Höheund 5 F. Dicke, in welcher auf seinen ilath eine ZcitlangKalk gebrannt wurde. In Modena und der Umgebung v»»Darigazzo, z. 15. Orto dcl Inferno, bei Vella, bei Kains und bei Scrra de’ Grilli sind gleichfalls solche Feuer, a»dem lezten Orte nur kleine, welche etwa einen Fuß hochbrennen, und meistens erst entzündet werden müssen,aber das Gas entweicht stets. Achnliche große und heit'obrennende Feuer bei Vclleia neben dem Flusse Chcro be-schrieb Volta zuerst 1784 als sehr groß und gewaltsam 1 ) -

2) In Frankreich findet man bei der kleinen StadtSt. Darthelcmi diu sogenannte brennende (fuelle der Dau-phine. Sic liegt nicht weit von Grenoble , und hat ihrenNamen vcrmulhlich daher, daß ehemals dort Wasser stand»aus welchem das entzündliche Gas außtieg; jezt ist hei»Wasser dort, aber das aufsteigende Gas läßt sich entzün-den, und brennt dann weiter. Auch hiervon ist cs als»ausgemacht, daß brennendes Wasserstod’gas die Ursache i* 1-

3) In Ungarn giclft cs mehrere stets brennende Feuer,unter denen derZugo bei Klein-Saros am bekanntesten ist )•

i) S. die ausP iilirlioliu Abhandlung von TVIenard de la GrojO "Jotirn. de Phvs . LXXV. p. und LXXVl p. Skiff., wu * irgleich die (Vülicre Literatur angegeben ist,a) Jacquiu in Gilb. Anaal. XXAYil. 1.