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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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kann, was za allerhand Sagen von dort lebenden Zwergenu. s. w. Anlafs gegeben hat *).

Wegen seines wechselnden Wasserstandes ist insbe-sondere der Czirknitzer See in Krain seit langer Zeit be-kannt gewesen l) 2 ). Was von seiner periodischen Aus-trocknung gesagt wird ist Fabel, wohl aber wird er,ringsum von Bergen eingeschlossen , bei regnerischemWetter durch verschiedene Caniile mit Wasser erfüllt, giebtdieses durch andere wieder ab und verliert hierdurch, sowie durch Verdunstung in trocknen Jahren fast alle*Wasser. Von 1707 bis 1714 w’ar er fortdauernd angefüllt,und gab eine grofse Menge Fische. Auch vom See Jesseroauf Cherso wird erzählt, dafs er sich alle drei Jahre regcl-mäfsig mit Wasser fülle und wieder austroclsnc.

§. 253.

Das Meer nimmt den grüfsten Tlieil der Erdober-fläche ein, und bildet entweder grofse Ozeane odereingeschlosscne Meere, Meerengen und Buchten. We-gen der beständigen Bewegung des Wassers überhauptverändern sich die Ufer bedeutend, die absolute Höbedes Meeres scheint aber nach überwiegenden Gründenstets gleich zu bleiben. Ob der ungleich tief liegendeBoden desselben merklichen Veränderungen unter-worfen sey, ist sehr schwer zu bestimmen.

Aus §. 229. ergiebt sich, dafs die Gröfse des Meeresnicht genauer als nur ohngefähr zu % der Erdoberflächebestimmt werden kann. Unter die eingeschlossencn MeerO

gehört vorzüglich der Arabische und Persische Meerbusen,

das schwarze und mittelländische Meer und die Ostsee .Von der aufserordentlichen Production des Meeres an Ge-schöpfen giebt es einen ohngefähren Begriff, wenn manberücksichtigt, dafs zu Helliesund in Norwegen jährlichzwischen 28000 bis 36000 Hummern gefangen werden.

Die Ufer des Meeres sind entweder steile Felsenwände,wie vorzüglich an der Westküste von America, oder Hach

l) Azara Reisen, p. 32.

a) Phil. Trans. 111. 1083. XVI. 407. u. a. a. O.