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jedoch v. Hoff 1 ) die Existenz eines solchen Unterstromesbestritten, -welche aber deswegen wohl nothwendig «»ge-nommen werden mul’s, weil sonst der Salzgehalt jenesWassers durch die unausgesetzte Verdunstung des ein-strömenden Salzwassers bis zur völligen Sättigung wachsenniüfste 2 ). Das Widersprechende übrigens, was darin zuhegen scheint, dafs zwei entgegengesetzte Strömungenstattlinden sollen, wird leicht gehoben, wenn man berück-sichtigt, dafs beim Mittelländischen Meere die Verdunstungsllerdings gröfser als die Zuströmung des Wassers derk'lüsse ist, hierdurch aber sein Salzgehalt und sein speci-ftsches Gewicht wächst, wodurch dann die Wassersäulendesselben schwerer werden, nach unten drücken, und denUnterstrom der Meerenge erzeugen, wodurch dann zugleichder entgegengesetzte Oberstrom bedingt wird, weil sonstdas Meer eine niedrigere Oberlläche erhalten würde. Derhöhere Stand des Wassers im Arabischen Meerbusenscheint mir hauptsächlich Folge der allgemeinen westlichenStrömung der Oeeane zu seyn, wodurch das Wasser injenen Meerbusen zusammengedrängt wird. An den Seitender genannten Meerenge von Gibraltar ist eine mit der Ebbeund Fluth des Atlantischen Oceaus wechselnde östliche undwestliche Strömung.
Fast gleiche Erscheinungen, als beim MittelländischenMeere, zeigen sich bei allen eingeschlossencn und in ihrenMeerengen. Namentlich hat die Ostsee eine vorzüglichgrofse Menge Strömungen, welche zum Theil durch dieRichtung des Windes bedingt werden. Durch den Sundströmt das Wasser stark nördlich, wahrscheinlich gleich-falls mit einem Unterstrome, welcher zwar nicht auf ähn-liche Weise, als der in der Meerenge von Gibraltar factischaufgefunden ist, jedoch aus gleichen Gründen noth wendigdort oder in einem anderen Zugänge zur Ostsee exislirenniuPs, weil sonst dieses Meer durch den steten Zulluls dessüfsen Wassers aus den Flüssen, und den Abllufs des Salz-Wassers durch die Strömung in der Meerenge, den» Sunde ,seinen Salzgehalt gänzlich verlieren müfste. Eben dieseshifst sich vom schwarzen Meere sagen, welches in demeinzigen Canale, der es mit den übrigen Meeren und demOeeane in Verbindung setzt, eine auffallend starke südliche
■) Geschichte der natiirl. Vcriind. u. s. w. T. X. p. 15X.a ) Vcrgl. Ediub. I’liil. Journ. VIII. p. 213.