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verschütten und durch Verstopfen der Flüsse Seen bilden;deren spätereUeberschwemmungen oft grofse Verheerungenanrichten *). Kleinere Ereignisse dieser Art kommen alleJahre vor, und daher werden hlofs die gröfseren allgemei-ner bekannt. Unter diese gehört das durch begleitendeUmstände besonders merkwürdige Ilerabstüi zen der Spitzedes Weifshorn- Gletschers aus einer Höhe von etwa 9000 Fauf das Dorf Kanda an der Visp am 27. Decb. 1819- U‘ cEismasse schlug zuerst auf den unteren Theil des Gletscher*)wobei sich ein heller Lichtschein in der Dunkelheit zeigte)und zerstörte dann das Dorf nicht sowohl durch Verschüt-tung, als vielmehr durch den Sturmwind, welchen dieherabfallendc Masse dadurch erzeugte, dafs sie die Luft)durch welche sie herabstürzte, in eine ihrer grofsen erlang-ten Fallgeschwindigkeit proportionale Bewegung ver-setzte i) 2 ). Der Sturmwind war so stark, dafs er Mühlsteinemehrere Klafter weit fortrückte, und in grofser Entfernungdie stärksten Lerchenhäume mit der Wurzel ausril’s. Derherabgestürzte Schutt bedeckte die unter dem Dorfe lie-genden Länder und Wiesen in 2400 F. Länge, 1000 FBreite und im Mittel wenigstens 150 F. Höhe, sein Inhakbetrug sonach 300 MiII. Cub. Fuls. Ein ähnlicher Sturüfand 1030, in geringerem Grade 1736 und 1786 statt, abernicht an derselben Stelle 3 ).
Island ist wegen seiner nördlichen Lage und vielenVulcane nicht stark bevölkert, sonst würden seine Eis-massen noch merklicheren Schaden anrichten, als wirklichgeschieht. Am gröfsten ist die Eismasse auf dem Klofa-Yökul und den umgebenden Bergen, indem sie eine Flächevon 3000 engl. Quadratnieilen bildet. Dort berstet das E> soft von der grofsen inneren Hitze der Berge, erzeug 1Ueberschwemmungen durch sein Schmelzen, und hierdurchwerden grofse Massen desselben fortgeführt, die sich au*
i) Gruner die Eisberge des Schweizer Landes beschrieben. Ocrn1760. 3 vol. 8. Hüpfner Magazin Bir die Naturkunde Helvetica* -lid. i. limirrit Vojage pitt. aux Glaciers de Savoje. II. p- ‘■'JSaussure’s Keiscn a. v. O. Dav. Cranz Hist. v. Grönland . I I- '
' a) Hätte das Eis seine volle Geschwindigkeit erlangt, die angcgeben« Höhe als richtig angenommen, und diese der Luit n"getheilt, so würde dieselbe 710 E. in einer Secunde betrage 11haben (s. §. 28.), da der stärkste Orkan 150 Y. schwerlich er-reicht.
3) Gilb. Annal. LXIV. p. 216.
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