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war auch hier erst lolhrecht, dann horizontal und endlichdrehend, dauerte im Ganzen aber nur 30 Sec. Der Winderhob sich wieder mit Platzregen und Hagel von ungewöhn-licher Gröfse und Gestalt, und in der folgenden Nacht warder Regen so heftig, dafs von den 80 umgestürzten undgegen 800 stark beschädigten Hausern mehrere fortgerissenWurden. Der sich erhebende Wind hielt 25 läge an undwar von grofser Kälte begleitet *). Einige Minuten vorder Erschütterung sah man am Vorgebirge Geraca einbrennendes, feuriges Meteor über dem Wasser schweben,vermulhlich aus der Erde aufsteigende Flammen, wie zuGatanea. Am nämlichen Tage war ein heftiges Erdbebenat > der Südküste von Celebes * 2 ).
Von Island sind seit dem Jahre 1181 bis zu den neuestenZeiten viele heftige Erdbeben bekannt, deren wichtigsteHcndcrson 3 ) beschrieben hat. Sie«f’allen aber fast ohneAusnahme mit vulcanischcn Ausbrüchen zusammen.
Am schrecklichsten ist Syrien in einer Reihe von meh-reren Jahrhunderten durch die furchtbarsten Erdbebenheimgesucht, z. B. im Jahre 17, wodurch 13 grofse Städtebi einer Nacht zerstört w'urden 4 ), 315, wodurch Areo-polis unterging 5 ), hauptsächlich unter der RegierungJustinian’s im J. 526, wobei zu Antiochien am Orontes gegen 200000 Menschen umkamen, 551, als Barytus, Sidon Und viele Syrische Oerter vernichtet wurden 6 ), 859, wo-durch ein Theil des Berges Acraeus ins Meer stürzte 7 ),1169, welches 4 Monate dauerte 8 ), 1202, wodurch der
ganze District des Basaltzuges in Ilauran schrecklich ver-W’üstet wurde 9 ) , und so fort bis ins 16 te Jahrhundert 10 ).
*) Die Beschreibung der meteorischen Erscheinungen zeigt deutlich,dafs sie von dem Erdbeben ganz unabhängig, und nur zufälligmit ihnen gleichzeitig waren.
a ) Journ. de Phys. XCIl. p. 465. Anoal. de China , et Phys. XV.p. 422. XVIII. p. 417.
3) Ebenezar lienderson Island . T. 11. p. 243.
4) Plin. U. N. 11. p. 84.
3) Uieron. Com. in Jos. c. 15.
®) Gibbon Hist. T. VII. a. E.
/) El - Marin H. S. p. 190-
8) Willerrn. Tyr. llist. XX. p. 985.
!)) Abd - Ailalif bei de Sacy. p. 416.