400
serstoffgases auf Zersetzung des Wassers, oder trockeneDestillation von Combustibilien, die schwellichte undSchwefel-Säure (wenn nicht der Schwefel als ein Eductder Kiese anzusehen ist), nebst der Salzsäure auf Ver-brennen von Schwefel und Zersetzungen von Neutral -Salzen, welche in solcher unermeßlichen Menge allerdingseine erstaunende Ilitze hervorbringen können. Die Ursacheder mechanischen Gewalt der Erdbeben und vulcanischenExplosionen aber ist ohne Zweifel in den entstandenenDämpfen zu suchen, deren Gewalt hierzu vollkommengenügt.
Unter die begleitenden Umstände der vulcanischenEruptionen gehören die mit ihnen nothwendig verbundenenErdbeben, welche im Allgemeinen gleichzeitig zu erfolgenpflegen, so dafs die lezteren meistens aufhören, wenn einbenachbarter Vulcan speiet oder ein neuer entsteht. Fernerpflegen das Aufsteigen mephitischer Gasarten in den um-gebenden Gegenden, das Versiegen der Quellen *), unddas Eindringen ganzer Wolken in die Krater der Vuicancvorauszugehen. Ein wechselseitiger Einllufs der Witterungund der Vulcane scheint nicht vorhanden zu seyn, aufserder Erhitzung der Atmosphäre umher, ein Uebergewichtder Elektricität und die aus der Menge des Dampfes ent-standenen Gewitter, gewöhnlicher Regen und selbst Platz-regen i) 2 ).
Als eine merkwürdige Wirkung vulcanischer Kräftekönnen die natürlichen Springbrunnen heifsen Wassers an-gesehen werden, wie sie sich vorzüglich auf Island finden.OefFnungen, aus denen stets oder periodisch ein siedendheißer Dampf bläst, giebt es viele auf Island , am meistenvereint finden sie sich an der Grenze der sogenanntenWüste, und diese Stelle heißt eben deswegen Hwerawelliroder Ebene der heißen Quellen. Der District war nachHenderson 3 ) ursprünglich ein Morast, ist aber durchimmerwährende Anhäufungen des Sinters aus den Quellenverhärtet. An einer Stelle sind 8 Quellen, welche stetssieden, aber kein Wasser in die Höhe spritzen, an einerandern solche, aus denen zuweilen Wasser springt, anallen trifft man die verschiedensten Inkruslirungen. Am