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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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Juli wurde er dünner, nalim dann aber wieder zu, unddauerte in Kopenhagen bis Ende August.

Ein merkwürdiger trocluier Nebel zeigte sich am 18* Aug.1821 über England in der Richtung von Nord nach Südziehend. Am Morgen dieses Tages beobachtete man ihn inEssex und London , indem man die Sonne mit blofsen Augenbetrachten konnte, die so weifs und seidenartig schien, dafsdie Landleute sie für einen Luftballon hielten. Am Abenddesselben Tages sali man ihn in Paris und am 19. in Viviers '),wo er erst am düsten verschwand. Kr batte grofse Aehn-licbkeit mit dem von 1 783. lin Jahr 1819 verbreitete sichüber mehrere Gegenden von Nordamerica ein dicker schwar-• zer Nebel, am stärksten am 23. November zu Montreal inKanada . Am Morgen fiel wahrend der Dauer desselben einKegen, schwarz wieTintc, es wurde dann beiter, uuddieses«lauerte bis zum 25sten, als sich um Mittag ein so starkerNebel niederliefs, dafs man Licht anzünden mufste. Manwill zugleich einen schwachen Erdslol’s verspürt haben,gewils aber erfolgte um 3 Uhr ein Gewitter mit starkemschwarzen Kegen, wonach der Nebel verschwand. ChladniWollte die Substanz für kosmischen Staub halten, die chc-Uiische Analyse erwies aber, dafs es Rufs oder KohlenstaubWar, und von grofsen VN aldbränden herbeigeführl wurde * 2 ).

Auch späterhin bat man die trocknen Nebel vielfach,insbesondere im nördlichen Deutschlande beobachtet, wosie zuweilen entschieden eine Folge des Verbrennens derYY urzclfascrn in den moorigen Gegenden Niedersachsens («lern sogenannten Moorbrennen) waren. Einige Physikerbetrachten den Höhrauch als eine kosmische Erscheinung,andere als eine atmosphärische, welche mit den GewitternZusammenhängen, und durch Einwirkung der Elektrieitätentstehen, soll, so wenig auch eine CansalVerbindung zwi-schen beiden begreiflich ist. Wenn man jedoch.überlegt,dafs die bedeutendsten dieser Phänomene, das von 526 mitdem grofsen Erdbeben in Syrien , von 1764 mit starkemKauchen des Aetna , von 1783 aber mit dem schrecklichenl’oben der Isländischen Yulcanc zusainmcnfällt, und dafs®ine ähnliche Erscheinung in Persien nach dem Erdbeben°intrat, welches 1721. Tauris und Georgien heimsuchte 3 ),

0 Plau^erRue« in Ann. Cliiin. ct Plus Will. p. 419. XXI. p. 411.

^ Gilb. Ann. LXVII. p. 1K1 und 218.

3) Kirwan on tlie Varialions of tlie Atmospherc. Cliapt. V. scct. 3.