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Julius Plücker : Professor der Mathematik und Physik an der Rhein. Friedrich Wilhelms-Universität in Bonn / Ad. Dronke
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19
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der Königlichen Akademie in München (1859), Pliysio-graphica Saellskopet , Lund (1861), der Kgl. Akade-mie in Upsala, der Kgl. Akademie in Göttingen (1864),sowie einer grossen Anzahl anderer gelehrten Gesell-schaften.

Die Anerkennung seiner Leistungen mussten Plückerum so höher stellen, als die dem physikalischen Cabinetein Bonn zugemessenen Mittel äusserst kärglich waren. Von1836 bis 1860 war der Etat des Cabinetes jährlich 450Thlr., und Plücker vermied es, da seine Bemühungen umErhöhung des Etats erfolglos geblieben waren, durch Ue-berschreitung des Etats sich mehr Mittel zu verschaffen;mussten jedoch noch Anschaffungen gemacht werden, dieetatsmässig nicht möglich waren, so beschaffte er häufiggenug das Nothwendige aus seiner eigenen Tasche, wie erauch den Handwerker immer sofort für alle Arbeiten, dieer für das Cabinet gefertigt hatte, von sich vorschussweisebezahlte, damit dieser nicht zu warten brauche.

Bei der Gründung eines physiologischen Instituts wurdedies sofort mit 1000 Thlr. jährlich dotirt und wurde vondem Dirigenten desselben eine Vorlesung über medicinischePhysik und Chemie angekündigt, während auf die Stundeder Expcrimental-Physik Pliickers, die für die Medieiner be-stimmt war, eine der wichtigsten medieinischen Vorlesungenverlegt wurde, ln einer Eingabe Pliickers an den Ministersprach er sich hierüber so aus:Weit entfernt über eineConcurrenz mich thörichter Weise zu beschweren, muss ichdoch darin für mich und meine Stellung eine entmuthigendeDemüthigung erblicken, dass ein anderes Institut für phy-sikalische Anschaffungen doppelt soviel zu verwenden hat,als das physikalische Cabiuet selbst, und ich zusehen muss,wenn ein Physiologe physikalische Versuche macht, zu de-ren Vornahme mir die Mittel versagt sind. Auf dieseEingabe erhielt er eine höhere Dotirung des Cabinetes auf800 Thlr., in welche Summe auch der Gehalt für einen Me-