XII
Vorwort.
kurse so gearbeitet daß sie, obwohl integrirende Theile des Werkes, doch auch wiederselbständig dastehn, und besondere in sich geschlossene Abhandlungen bilden.
Den ersten Band bilden die Einleitung und die Dorika mit sechs Exkursen. Dainzwischen die ganze Arbeit auf die Hülfen und Nachweisungen berechnet ist welche inden Exkursen enthalten sind, so ist das Herzuziehen dessen was für die Hellenische Tekto-nik in ihnen allgemein entwikkelt worden ist, zur Darstellung des Dorischen BaustyleSso nothwendig daß sein Verständniß ohne dieselbe nur sehr schwer gewonnen werdendürfte. Ein solches Zusammenfassen des Allgemeinen in Exkurse wird durch die ganzeArbeit hindurch beobachtet werden. Ueber den ersten Exkurs bemerke ich noch besondersLaß man denselben, oberflächlich betrachtet, für eine nicht der speciellen Tendenz desWerkes entsprechende Zugabe halten könnte, allein man wird bei näherer Betrachtungfinden daß eine solche Entwikkelung und Vergleichung der baulichen Mechanik zweierso als Extreme einander entgegenstehender Kunstmomente wie der Hellenische Balkenbauund der mittelalterliche Spihbogenbau, sogleich ein merkwürdiges Licht auf das wirftworauf es bei der Tektonik ankomme, sobald sie neben dem bloß künstlichen Mechanis-mus auch ein organisch belebtes Gebilde realisiern soll; man wird ferner eine po-sitive und von der bisher bloß äußerlich geschätzten Wertherkenntniß ganz verschiedeneAnschauung beider Baustyle gewinnen, die Resultate beider gegen einander abwägen undvorurtheilöfrei beurtheilen können. So viel ich weiß ist man von dieser nur alleinwahren Seite einem solchen Verhältnisse beider noch nicht nahe gekommen.
Der zweite Band enthält die Jonika, den Attisch-Ionischen und Korinthisch-Dorischen Styl nebst der Römischen Tradition des Hellenischen überhaupt, ferner dieRecension der auf uns gekommenen Kult-Monumente. Ich bemerke daß sich unter denExkursen dieses Bandes ein Exkurs über die Entwikkelung des Hellenischen Ziegeldaches,so wie die Recension der Vitruvischen Stellen welche das Verhältniß des Holzbaues zudem angeblich auö ihm hervorgegangenen Steinbaue behandeln, befinden werden.
Im dritten Bande folgt die Anlage der Pläne und innern Räumlichkeitender Hiera, der Gräber und Wohnhäuser, so wie die Tektonik der Geräthe. Dochwird vielleicht, je nach Umständen, die letztere Disciplin auch schon dem zweiten Bandeanstatt der Recension der Monumente beigegeben, jene dagegen dem dritten Bande ein-gefügt werden.
Wenn es endlich von Manchem vielleicht erwartet würde, an dieser Stelle nunauch eine Exposition zu sehen über das Princip wie ich es im Werke eigentlich ent-wikkele, und mein Recht zu solchen von allen bisherigen Annahmen abweichenden, ja ihnen