1. Schema des Planes.
Ä8ie für die Dorische Weise die Form oder wie dies Vitruv
wiedergiebt lemplum in riniis, so ist für die Ionische Weise in ihrer vollen Entfal-tung die Form Peripteroö oder Dipteros-Peripteros die bezeichnende');eine Form bei welcher der gesäulte Raum um die Cella, sowohl in der Anordnungwie in der Kunstform der Säulen, von einem Bezüge auf die Wand und Ante, mit-hin auch auf die Cella wie im Dorischen, völlig entbunden und zu einem für sich beste-henden Pteroma gemacht ist 2).
Am meisten in die Augen springend ist dieser Gedanke von dem Abtrennendes Pteroma von der Cella bei solchen Monumenten, bei welchen das Peripteron umdie Cella in einer ganz andern Weise gebildet ist als die Poetiken in der Cella. Sounter andern beim Apollotempel zu Phigalia, wo das Peripteron Dorisch ist, die Pseudo-portiken in der Cella aber in Ionischer Weise gebildet sind; oder noch augenfälligerbeim Tempel der Athena Alea zu Tegea, bei welchem nach Pausanias Angabe dasPeripteron zu außen Ionisch, von den zwei gesäulten Stokkwerken innerhalb der Cellaaber die untere Portikus Dorisch, die obere Korinthisch angelegt war 3). Ja eS existirenTempel 4) bei welchen sich das Peripteron Ionisch zeigt, während Pronaos und Po-sticum nebst den Kunstformen der äußern Cellenwand in Korinthischer Weise durch-geführt sind, wo also jene Abscheidung des Umbaues der Cella von der letzteren wohlnicht fühlbarer gemacht werden kann.
Es ist diese Form Peripteroö dem alt Dorischen schon deshalb fremd, weil beiletzterem die ursprüngliche Erleuchtung der Cella durch Metopen^) und die Bildung derMetopen mittelst Triglyphen, nur ohne Pteroma möglich ist, durch den Umbau miteiner solchen untersäulten Dekke aber das Metopenlicht sogleich abgeschnitten undunmöglich gemacht wird; wodurch sich denn natürlich der eigentliche Zwekk der Trigly-phen als Open oder Lichtöffnungen bildende Glieder aufhebt. Deshalb bestehen auchbei allen umsäulten Cellen Dorischer Kunstform die in den Monumenten noch über-
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