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einmal im Einzelnen durchklauben zu mögen, soll hier nur für diejenigen welch- im Stande warendie Sache in ihrer einfachen Wahrheit und ohne gelehrtes Daraufheruntersehen zu begreifen, einigesnachträglich zur Bekräftigung beigebracht werden.
Sieht man sich genau das an was im vierten Excurse des ersten Bandes über Pterongesagt ist, so war es klar daß Vitruv überall da wo er sich des Wortes Pteroma oder Pteron unddessen Composita bediente, mit Plinius , Strabon und Plutarch übereinstimmte; es bedeutete Pteron diehypostyle Dekke nebst dem Raume den sie dekkte. Daß die Alten den Namen nicht auf Räume an-wandten bloß wenn sie zu den Seiten lagen (also cornua), wie wir heut zu Tage das Wort Flügelgebrauchen, zeigte die entscheidende Stelle Vitruv lV , -1, l, wo der vor dem PronaoS liegende Raumdes Peripteron pteroma genannt wird; es würde ja sonst auch nao» peripteros eine Absur-dität sein und man hätte einen ausgespannten Schirm oder einen kleinen viersäuligen runden Tholosoder Baldachin sonst nicht Pteron nennen können. Daß in der Dekke oder irgend einem änlich kon-struirten Theile, wenn er statisch entweder durch die Kraft der relativen Festigkeit des Materialcsselbst in den Zustand des vorspringend Schwebenden gebracht ist, oder durch ein Minimum von Unter-stützung schwebend in der Höhe gehalten wird, der Begriff Pteron ruhe, bewies die Erklärung desHesychios: ttko-Tirkoor-' rrcea-roi-kr- Der Scholiast zu ^ri-
stopb. ^v. II13 sagt deutlich rcör- ekpeür- -rrkpcr «ervi-x x«?.osse-tr-,
er- was also eine der ältesten Quellen hierfür ist. Suidas 8. v. «xrauLtt
bestätigt daß die <7rk^«c-jUcer-« der Hiera -rrLov/rs und c-rroe ftien. Es ist ferner nachgewiesendaß dieser Name von der Dekke auf den ganzen gesäulten Raum übergehe, daß er aber ursprünglichhieratisch sei, also nur beim Tempel vorkomme, wie die oben erwähnten Stellen bezeugten; daherHesvcli. Trrkpce srrkou)-5§, »)' oixo<? 0 /ui/ucrr'« ikpä-r- ex ?.r^wr-. Ferner I. e. Oo^o-rr-xpog'cozeous (t-ro«t§?) rrrko« /«o rce ss>/-o§ «r-k/or-r«, r/
ttT-a-or-s o!xoAo/t«s. Auch Photios : Oo^oTirkpoi-' Q'oq-ox^s/s r« ris ui/-o§
«vr^oi-r« ttr-kp« L-.k)-or- x«« -repec-ro«, was also ganz mit Vitruv, Plinius und den Andernstimmt und im Profanbaue Peristylium , Peristoon oder auch Porticus ist. Noch einen interessan-ten Anknüpfungspunkt giebt Ue^-cli. nrkpöv' crx^r-,/, indem von den Alten ab bis in das Mittel-alter hinein eben so viel bedeutet wie -rrepöi-, also Peristylium, und einen gesäulten Raum im
wettern Sinne. Die Glossen bei vueauxs erklären seena, ox-/»-»), porticus, und seena est eameiu(also gekrümmte Dekke) guae obumdrst locum in tliealro: item orborum in 8« eobaereutiuiuquasi concamerata üonsatio, also ein Laubendach; was noch die Ableitung des Wortes seena, wiePteron, von der Dekke enthält. An demselben Orte wird weiter von Jemand gesagt: reeessit abeo, et in seena quas ante ciibiculuin eius sita est, consellit. Noch spätere Quellen des Mittel-alters erklären seena, i«I est porticus.
Mit demselben Rechte werden ein Geison, Balkon, eine Gallerie, wenn sie sich entweder selbstfreitragen oder vermittelst Mutuli und Geisipodes in schwebendem Vorsprunge gehalten sind, Pterongenannt. Hesychios erklärte vorhin rrkpftirrpov als eine rings herum vorspringende Dekke; dahermuste vor allem das frei vorspringende Geison des Daches in diese Kategorie gehören, und es bezeich-net wirklich Lt^in. Ak. 229, 32 ro xcrFoüztkvov vsiv Trkplwrxpov, rö «xooi-
was vornehmlich vom Dorischen Geison galt welches durch die hängenden gultae als schweben-der Dachvorsprung erscheint. Dem völlig entsprechend hießen die aufMutuli herausgebauten Gallericnam zehnstökkigen Thurme des Diades I Bd. 4 Exc. S. 59, die zu nkprApozem dienen, nr-rp«,und jedes rings um ein Stokkwcrk des Thurmes geführte Pteron hieß rreo-Ärkoos (^a-ocr). Dieselbenhölzernen Gallerten oder Laufgänge die bei den alten Festungsmauern auf Streben und Bal-