samen Basis oder des Stylobateö für alle auf ihm beginnenden Theile, durch eine weitereBezeichnung derselben mit besondern Basen oder Stylobaten für einen jeden dieserTheile, wie eö sogleich dargelegt werden wird.
Noten.
I) Anstatt xrgllus für das Krepidoma des Tempels bei Vitruv III, 4, 4 sagen die Lateinerauch erepiüin«:« und su^estus. 8erv. uü VirF. X, 653 Orepiüine« etiam templorum üioiiz >808 «ubktostus in (zuibus aotle8 8unt eonloestse. Es ist also als terminu8 teel>nicu8
in das Lateinische aufgenommen. Vitruv III, 3, 7 hat auch: prnotvr eropiüin68 et proieeturs88pirsi-um. Pollux VII, 85 nennt den Suggest des Bauwerkes. Ferner möchte als
Ergänzung des Früheren noch nachzutragen sein daß Vitruv III, 4, 4 deshalb eine ungerade Zahlder Stufen des Krepidoma vorschreibt weil kzuun, üextro peüo i>rimu8 Ai'gllu8 sÜ8c;enüalur, itemin 8umnio primu8 erit ponenüu«. Zluch ist schon erwähnt wie es gleichfalls religiöse Vorschrift beiden Alten war, alles mit der rechten Hand zu geben was man den Göttern brachte: üs«Iebe8 üe mann «texlra, wie Servius zu Virg. ^len. VIII, 106 erinnert; daher mag das Auftretenauf die unterste und somit auf die oberste Stufe zum Pronaos mit dem rechten Fuße, welches nurbei einer ungeraden Zahl Stufen möglich ist, jene Vorschrift begründet haben. Glaubte doch Augu-stus daß ihm beim Ausgehen aus seinem Hause das Antreten der Stufen mit dem linken Fuße Un-glükk brächte, und kehrte jedesmal wieder um, wenn er aus Vergessenheit einmal links angetretenhatte, um rechts abzugehen.
3. Säule.
Wie schon im Eingänge erwähnt ist beseitigt die Ionische Kunst jenen unlösbarenZusammenhang und formellen Bezug aller einzelnen Glieder im Ganzen, wie er einKriterien der Dorischen Weise war und strebt vielmehr umgekehrt jedes der Glieder inseiner Kunstform selbständig und für sich gültig darzustellen. War daher das Vorhan-densein einer Junkturform zwischen je zwei Gliedern ein eigenthümliches Kennzeichen imDorischen, so sind die Abwesenheit von Junkturen und die trennenden Kymatia an ihremOrte für die Ionische Weise bezeichnend; es finden sich nur zwei Junkturen in ihremganzen Formenkreise, nämlich am Kapitelle und an der Spira der Säule. Das offen-barste Zeugniß von diesem Streben nach Jsolirung jedes Gliedes vom Ganzen, bieten alleraumbildenden Glieder, Säule, Pfeiler, Anke und Wand, gleich bei ihrem Ursprünge aufdem Krepidoma. Hatte nämlich dies Krepidoma im Dorischen den Begriff eines gemein-samen Stylobateö H oder einer alleinigen für jene Glieder gemeinsamen und des-halb gleichgeformten Basis auf welcher sie ohne weiteres begannen, so erklärte sichhieraus der nothwendige Mangel an besondern Basen, welche als Vorform dienend,jedes Glied in seinem Wesen unterscheidend vorbereiteten. Es trat auch dieses Verhält-niß vornehmlich bei der Säule so scharf darin hervor, daß deren Stamm ohne Beendung