zeichnung finden konnte, beweisen die bereits in den Jonicis erwähnten Beispiele Taf. 31Fig. 6, 7 und andre dergleichen. Dem entsprechend konnte auch die Spira der Antenur eine eben so zu fassende Uebertragung der einzelnen Formen der Säulenspira sein,und was den Stamm endlich betrifft so zeigt sich in vielen Beispielen, folgerecht demKapitelle und der Spira, die Rhabdosis des Säulenstammeö auf denselben über-tragen, was sogar in Fällen geschieht wo sich die mit der Ante in Bezug stehenden Säulenohne Rhabdosis finden, wie es bei dem eben erwähnten Tempel zu Pola in Jstrien undder Portikus deö Pantheon statt hat; auch giebt das erstere Monument an seiner Hin-tern ungesäulten Fronte eines der vielen Beispiele wo die Ante gar nicht mehr mit Säu-len im Bezüge steht sondern nur als Wandpfeiler auf den Ekken der Wände erscheint,während die ganze Fläche der Wand zwischen je zwei Ekken ohne solche Pfeiler gehaltenist. Diese Anwendung läßt noch weit weniger irgend eine Rechtfertigung zu als diejenigewie sie z. B. am Tempel der Fortuna zu Pompeji erscheint, bei welchem doch wenigstensdie Ante als Wandpfeiler von der Eingangs-Portikus ab in gleichen Abständen an dendrei Wänden der Cella herumgeführt ist, um dem Baue daö Ansetzn eines Pseudomonop-teros zu geben.
4. Wand.
Aus dem in Vorhergehendem Gesagten folgt daß auch die Auffassung der Wandnur eine sehr schwankende und beliebig wechselnde sein konnte, welche bald in daö Dorischebald in das Attisch-Ionische hineinspielte. Gewöhnlich zeigt sich die Spira der Ante auchals Spira der Wand, seltner hat letztere eine von der erstem abweichende und der Attisch-Ionischen Weiss eigne Formation gewonnen wie sie z. B. Taf. 35 Fig. 1 giebt, wo k dieAnte, a die Spira der Wand ist, die sich auch noch durch daö schon erwähnte Anthemionscharf von d abhebt; wo an Stelle der Wandpfeiler Wandsäulen stehen, versteht sichdie Durchführung der Säulenspira von selbst, wie es z. B. Taf. 7 Fig. 1 zeigt. Nochist zu erwähnen daß sich auch öfters nach Attisch-Ionischer Weise ein Hals der Wand somarkirt findet, daß entweder die Elemente des AntenkapitelleS oder ein mit Pflanzenwerkbedekkteö Band in der Höhe dieses Kapitelles denselben bilden.
5. E p i st y l i o n.
Aus dem Gedankengange der Korinthischen Weise folgte für das Epistylionim Ganzen die Annahme der Ionischen Kunstform; nicht blos das einzige ächt Hel-lenische Werk derselben, der Tholuö deö Lysikrateö bezeugt dieses, es stellt sich an den