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übrigen erhaltenen Werken Römischer Kunstherrschaft ebenfalls als allgemein gültig her-aus; und wenn auch auf die ausschweifenden und schon ganz unhellenischen Formen dieserWerke, wie sich dieselben namentlich an Bauten in Palmyra und Heliopolis zeigen, selbst-verständlich keine Erklärung gebaut werden, so erkennt man doch in allem was erhalten istimmer noch daß eben die Ionische Kunstform die bestimmende und überwiegende bei derdekorativen Ausstattung des Epistylion blieb. Das Epistylion erscheint diesem nach inseiner Stärke aus mehreren Fasciä aufgeschichtet, jede Fascia von der andern durch Ky-mation getrennt oder mindestens durch verknüpfende Astragale in den Scheidefugen bezeich-net, durch Kymation mit Sima oder Lysis beendet und so vom Thrinkos geschieden. Gleichschwankend ist die Fassung dieses Gliedes seiner Breite nach; zuweilen erscheint eö alseine einzige Fascia mit dem flachen Torenbande in Mitten, zuweilen als zwei neben ein-ander gespannte Torenbänder gearbeitet, wie bereits Taf. 15 in den Fig. 3, 4, 5, 6, 8,9, 10 und dem dazu gehörenden Texte bewiesen ist. Wie es sich dann verhielt wenn demEpistylion nach Vitruvs Berichte ein Triglyphon folgte, ob unter den Triglyphen auch dieRegula mit Tropfen erschien, oder ob statt dieser eine stetige Tropfenreihe ohne Unter-brechung angeordnet wurde wie z. B. am Monumente des Thrasyllos zu Athen , ist schwerzu bestimmen, wird aber wahrscheinlich eben so schwankend und wechselnd in der Praxisgewesen sein wie alles Uebrige.
Konstruktiv ist nur noch zu bemerken daß sich öfter schon Epistylia finden welchemit dem sehr niedrigen Thrinkos aus einem einzigen Blokke gearbeitet find; in Rom aberzeigen sich bereits Beispiele der Struktur bei welchen sich diese Blökke nicht mit lothrech-ten Stoßfugen in der Säulenaxe berühren, sondern gleich dem Ansähe eines scheitrechttnBogens zwischen die nach oben spih zulaufendenden Blökke welche auf den Kapitellen derSäulen liegen, eingesetzt sind und sich so über die Jnterkolumnie« Hinspannen.
6. Thrinkos.
Eben so schwankend in Form und Beziehung ist der Thrinkos wenn er baldnach Dorischer bald Ionischer Weise gefaßt wurde; aus den Ueberresten ergiebt sich jedochdaß er vorzugsweise ein Zophoruö sei, also mit erklärendem figürlichem Bildwerke odervegetabilischen Formen in Verbindung mit Thiergestalten bedekkt ist.
7. G ciso n.
Wie schon bemerkt spricht Vitruv mit vollem Rechte der Korinthischen Weise einselbständig erfundenes eigenthümliches Geison ab und legt ihr bald eine Ionische baldeine Dorische Corona bei; die Reste welche sich in den Monumenten aufbewahrt haben