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von Sparrenvorsprüngen, die Denticuli aber von Lattenvorsprüngen wären, unter denSparren aber doch unmöglich Latten sein könnten, — ohnerachtet doch eine große ZahlBeispiele und Fragmente beide Formen so zeigen. Wenn seiner Theorie nach aber dieLattenvorsprünge grade unter den Geisa über dem Tympanum vorkommen musten, so istes ein greller Widerspruch daß er sie grade hier besonders abweist: etiam^ue anti^ui nonzi^obaverunt rie^ne instituerunt, in s38tiAÜ8 6enticnlo8 lieri, secl s>ur»8 coronss; i6eoc^nocl nec canllierii nec 388ere8 contrs 1a8tiHorum ^011168 cÜ8lrik>uuntur, nec ^ 088 unlprominere, 8eci »ci 8tiIIicitffg proclinati collocantur, und man muß nach solchen Wortenwirklich gerechte Zweifel hegen daß der Verfasser gewust habe was Sparren und wasLatten eigentlich für Theile des Holzdacheö seien. Wer aber ohnerachtet alle dem die Be-hauptung festhalten will daß die Form der Korinthischen Mutuli aus dem Holzbaue aufden Steinbau übertragen sei, der hat dadurch noch gar nichts für die Sache selbst gewon-nen und damit ihr Schema an sich noch nicht erklärt; denn wenn man die rohe abge-schnittene Form eines Sparrenfußeö betrachtet, so bleibt dann immer noch zu erklären:nach welchem Gedanken und Analogen diese rohe Form im Holzbaue selbst noch in dieKunstform umgestaltet sei. Schwerlich würde Jemand behaupten wollen die Form derMutuli welche in Wänden oder Säulenstämmen eingelaßen sind und Büsten, Statuen,Orthbalken u. dergl. tragen, oder auch die r>ncone8 der Thüren, seien ebenfalls eineNachahmung früherer hölzerner Mutuli. Solche Betrachtungen aber führen alle nurzu der ursprünglichen Wahrheit daß jeder Körper welcher gleiche statische Funktion leistetund gleichen Begriff in sich trägt, auch nach gleichem Analogen in der Kunstform gebildetsein müsse, bestehe er aus Stein, oder Metall, oder Holz, denn nur auf das körperlicheVolumen nicht aber auf das Schema kann daö Material Einfluß äußern.
Uebrigenö sind auch noch Fragmente vorhanden welche dienen können unzweifel-hafte Aufschlüße über die Struktur der hölzernen Geisa der Hellenen, namentlich soge-nannter zu geben, woraus die Ueberzeugung fließen wird daß die Alten
jedes Material selbständig für seine Verwendung zu nuhen und zu gliedern wußten ohnean einem das andre nachahmen zu dürfen. Es sind dieses Fragmente aus gebrann-tem Thone, an welchen Geison und Sima aus einer einzigen Ziegelform und zwar sopraktisch gebildet sind daß in der That keine zwekkmäßigere Form für ein steinernes Gei-son auf hölzernen Mutuli gefunden und besser zur Anwendung für unsre heutigen Bedürf-nisse empfohlen werden kann. Solche Vruchstükke zeigen Taf. 34 Fig. 9, 10 und Taf. 44Fig. 5,6; man erkennt genau daß die Bestimmung und Oertlichkeit der Formen diewar, als Geison und Sima zugleich auf den vordersten Latten der Sparrenfüße oder Mu-tuli zu dienen; daher auch die Traufkante und die Bezeichnung des Geison an seinerfreien vorspringenden Unterfläche durch die nach vorwärts gerichteten Anthemien undBlätter. Sicher gehören auch die Taf. 16 Fig. 14 bis 17 gegebenen Ziegel an diesen Ort.
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