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lich Nothwendige gegeben werden sollte; wäre nicht in der That bloß dieses gegeben, sowürde jeder Abschnitt und Paragraph zu einer ausführlichen Monographie des Gegen-standes angewachsen sein welcher in ihm nur umrißweise angedeutet ist. Wem aberdieses Mäßige was geboten ist schon über allen Genuß hinaus geht, oder wem, um einenGemeinplatz anzuwenden, dieses schon „zu gelehrt" erscheint, dem kann nur der freund-liche Rath gegeben werden vom Studium der antiken Kunst abzustehen; denn wenn irgendeine Kunst so verlangt gerade diese einen gewissen Grad wissenschaftlicher Bildung undVorbereitung ohne welchen sie weder empfangen noch verstanden werden kann, und wer sichnicht zu der Anschauung des innern Wesens der Antike zu erheben vermag, begnüge sich lie-ber mit dem was in die Finger gebracht werden kann, mit der Darstellung der Schemata,mit Recepten die für das Verzeichnen sogenannter Säulenordnungen und ihrer einzelnenFormen mit leichter Mühe aus den Verzeichnungen und Vermessungen der Monumenteausgezogen werden können; man glaube dann sich hiermit die Kenntniß der HellenischenBaukunst gewonnen zu haben, während man in Wahrheit nur Steine statt des Brodes,nur den äußern Schemen statt des innern Wesens gewonnen hat. Die Zeit wird es schoneinmal lehren wie und mit welchen Mitteln allein die Erkenntniß und das Bewustsein derAntike erworben und lebendig begründet werden kann; so viel steht wenigstens unzweifel-haft fest: bevor nicht eine uns fremde und von der Geschichte vergangener Zeiten alsMysterium vor uns hingestellte Kunst wie die Hellenische, erst mittels der alten Literaturselbst durchdrungen und zur Erkenntniß geführt worden ist, von einer populären allgemeinverständlichen Mittheilung derselben nicht die Rede sein kann; erst muß sie in der Wis-senschaft begründet sein, dann kann sie populär gegeben werden.
Dem Werke schon jetzt ein JnhaltSverzeichniß beizufügen, wurde deshalb unter-lassen weil es Absicht ist letzteres zugleich mit der Bearbeitung eines eignen tektonischenWörterbuches zu vereinigen in welchem neben der Eigenschaft als Register, zugleich alleübrigen tektonischen Sach- und Worterklärungen aufgenommen werden sollen die nochnicht in dem Werke vorkamen.
Hiermit scheidet der Verfasser vom Leser mit einer Arbeit welche nicht so wohldurchlesen als durchdacht sein will wenn Inhalt und Stoff den Mangel und die Herbein der Darstellung versühnen sollen.
C. Bötticher.