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Trauerboten mit den Worten: er sei Leichnam, ich will nichts von Trauer HLren, und beendete dieWeihe des Innern. Das Verlangen nach dieser Weihe reizte auch den Jul. Cäsar zu der unwürdigenHandlung von jenem Tempel den Catulus geweiht hatte, die Dedikation mit dessen Namen herunter-zureißen, um ihn noch ein Mal weihen und seinen Namen in die Dedikation sehen zu können; eineHandlung die er durch die flache Beschönigung zu rechtfertigen suchte: es sei in der Ausstattung desTempels noch nicht alles beendet oder geordnet gewesen; via Lass. XXXVII. 44 und XIUII 14.Die Dedikationsinschrift mit dem Namen des Weihenden wurde wie III. N. 16 bemerkt ist, überder Thüre eingelassen; indeß kommt sie auch öfter noch ein Mal auf dem Epistylion über dem Ein-gänge zum PronaoS vor, auch an den Pfosten oder Anten der Thüre, so wie an der Wand im In-nern der Cella.
5) Daß es drei zu verschiedenen Zeiten geweihte L waren sagt Plutarch »1e »lekoet. «n-se.3; das erste von Holz sei ein Anathema der sieben Weisen, das erzene hätten die Athener geweiht,das goldene aber sei von Livia der Gemahlin des Augustus. Daß die Bedeutung dieses Buchsta-bens auf den Orakeltempel gehe zeigt die Abhandlung Plutarchs, der bestimmte Sinn desselben er-giebt sich indeß nicht zur Genüge daraus.
6) Ueber vgl. Luslatli. s«I Ilisü. XXII. 495; ckr. 8uiüs8 und Iles^eli. «. v.
Nttxai-lor-,- über die Omina an der Thüre, s. N. 2 z. E.
7) Diese Sitte ist schon III. N. 33 erwähnt, findet sich aber noch durch andere Zeugnisse
bestätigt. Besonders spricht hierfür XV. 659 wo auf die ausgeworfene Frage warum man die
Thüren der Geliebten bekränze, geantwortet wird: vielleicht sei es daß man der Ehre wegen wie beieinem Gölte die Prothyra bekränze; oder vielleicht nicht dem Geliebten sondern dem Eros weihe mandie Kränze, weil der Geliebte wie das Agalma des Gottes, sein Haus aber wie dessen Tem-pel sei; vgl. Oviü. IHst. I. 2V3, 614, IV. 737; späterhin trug Schmeichelei diese Sitte göttlicherVerehrung auch auf die Thüren der Wohnhäuser über, indeß ist der Kranz auch ein festlicher Schmukkder Hausthüre an den Römischen Palilien.
8) ?oll. VIII. 141. -rkß»t<7^o«r-tt-«e r« iro« e/.k^or-, ir- rce-x x«e
oloi- xcre rot«i-rcre§ So der Tempel der PoliaS zu Athen
an den Plynterien oder Kalynterien am 25. oder 29. und am 19. des Thargelion, wo das Bild ent-kleidet gereinigt und neu geweiht wird; Suiüas und Uurpocrsl. tUut. Aleiii 34.
Diese Sitte den Eingang zu untersagen ist uralt und ksus. VIII. Iv, 2 gedenkt der wollenen Schnüredie schon Trophonios beim Poscidontempel hierzu gebraucht. Von der Aussetzung jedes Kultes an denUnglükkstagcn Ovick. käst. II. 564; V. 485; III. 144. Auch in der christlichen Kirche des Mittelalterswird der Chor, wenigstens der Altar, an den Fasten mit vorgezogenen Tüchern und Teppichen verhüllt.
9) Meiner oben unter II. N. 12, 6 geäußerten Ansicht daß nur vor dem Tempel dieLpferaltäre ständen an welchem das blutige Opfer verrichtet wird, füge ich noch einen ganz direktenBeweis aus Katull XX. 15 hinzu: tenella vsoculu Oeum prokuinlit ante templs saii^ui-»eiu. Eben so steht bei ?Iaut. Ruü. III. 4, 62 der Drandopferaltar der Venus auf dem Labraxdie beiden Mädchen lebendig zu verbrennen droht: immo 1>s8ce swd»8 Iiiv in sra ut vivss com-duram, vor dem Tempel; daß der Venus blutige Brandopfer gebracht wurden beweist das Opferder Paphischen Venus welches aus männlichen Thieren, besonders jungen Bikken bestand, l'aeit.»ist. II. 3. Alles dieses weist wie gesagt nur auf die Oeffnung der Cellenthüre beim Opfer hinund erklärt die ungemeine Höhe derselben so wie natürlich der Portikcn vor ihr, sobald ein kolossa-les Kultbild in der Cella befindlich ist. Beim Kapitolinischen Tempel stand der Altar mitten in demdem Tempel vorgebauten (oder ihn umgebenden?) Atrium; denn bei Appian. Hell. 6iv. I. 25 gehtGracchus durch diese Stoa hindurch um nicht mit den hier Versammelten in Unterredung zu kom-men, und findet den Antyllus hier opfernd; s. N. I.