Buch 
Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
Entstehung
Seite
XIII
JPEG-Download
 

XIII

allein es ist .immer zum Nachschlagen nützlich, wenn mannemlich nicht alle die Schriften besitzt, aus denen es zu-sammengetragen worden. Sein praktischer Werth ist in-deß geringe, weil es von keinem Praktiker geschriebenworden — und daher manches enthalt, was man aufdem Felde nicht gebraucht, und so umgekehrt.

Es könnte überflüßig scheinen, bei so vielen prakti-schen Geometrien noch eine neue zu schreiben. Ich willdeßwegen hier die Umstände anführen, welche mich ver-anlaßten folgende Schrift abzufassen. Als die Regierungeine allgemeine Landesvermessung angeordnet hatte, sowar ihre erste Sorge die Landmesser zu bilden, welchebei diesem Geschäft sollten gebraucht werden. Wir hattenDamals ungefehr sechzig Landmesser, unter denen keinesechs waren, die ein Dreieck berechnen konnten. ImWinter von 1806 ließ sie etliche zwanzig von diesen Land-messern zwei Monate hindurch auf der Plankainmer imZeichnen und in der Rechenkunst und Geometrie unter-richten. Mit dem Fortschritte , welchen sie im Plan-zeichnen und in den Anfangsgründen der Mathematikmachten, war man zufrieden. Sie wurden in zwei Klas-sen getheilt, in gemeine Feldmesser und in Landmesser;jede Klasse erhielt täglich zwei Stunden Unterricht in derMathematik, und sechs Stunden im Zeichnen. Die Er-fahrung zeigte, daß diese Einrichtung sehr vorcheilhaftwar; — es wurde im Jahr 1807 eine neue Landmesser-ordnung entworfen, und in dieser alle Geometcr des

Groß«