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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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447
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feine Eintheilung, nebst einem kleinen Niveau ist, ge-messen, und der Stand des Stängenzirkels und desNiveaus, im Tagebuch bemerkt. Auf diese Weise wirdman geschwind und sicher messen, da die Ruthen in dersenkrechten Ebene der Standlinie sind. Die Reduktionder einzelnen schiefen Stücke, aus denen die Standliniebesteht, auf eine Temperatur und auf einen Horizont,ist eine Arbeit, die sich im Zimmer macht, wobei derGeometer nicht weiter vom Wetter abhängig ist. Jeschneller die Messung der Standlinien auf dem Feldegeendiget ist, desto weniger Aufenthalt hat man imschlechten Wetter zu befürchten.

Mein wenn man auch auf diese Weise eine Stand-linie von stoooo Fuß bis auf i Zoll genau mißt, so gehtdoch gleich wieder viel von dieser Genauigkeit in dennächsten Dreiecken verloren, sobald man Kirchthürmc ge-braucht , von deren vollkommen senkrechtem Stande mansich nicht immer überzeugen kann. Selbst bei einerGradmessung würde eine Genauigkeit von i Fuß bei einersolchen Standlinie von 2 deutschen Meilen schon hinrei-chen. Denn 1 Fuß Fehler in der Standlinie macht einenFehler auf den Grad von 7.; Fuß , und wenn die Mes-sung eben so wie die französische 10 Grad umfaßte, somachte disses den terrestrischen Bogen nur um 75 Fuß un-richtig. Nun macht aber i Sekunde Fehler in der Be-stimmung der Polhöhen an den beiden Endpunkten den-selben Bogen schon um 90 Fuß ungewiß, — und aus derletzten französischen Gradmessung ist es bekannt, wieschwer es ist, eine Polhöhe bis auf 1 oder 2 Sekundensicher zu bestimmen.

Die Bogen, welche in Peru und Lappland sind ge-messen