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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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556
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Messung der Entfernung mit Hülfe des Schalls.

§. 8Z.

Geschichte der Schallmessungen.

Der Schall gebraucht eine gewisse Zeit um sich voneinem Orte zum andern zu bewegen. Dieses ist einesehr bekannte Erfahrung, welche man bei jedem Holz-hacker macht, den man in der Entfernung hauen sieht.Man hört den Hieb immer später als man ihn sieht.Noch auffallender ist dieses beim Schießen mit dem gro-ben Geschütz. Man sieht den Blitz von den Kanonen,und der Schall kommt erst nach einer halben oder gan-zen Minute an.

Es sind jetzt 200 Jahre, daß man die erste Versucheüber die Geschwindigkeit des Schalls anstellte. Diesewaren sehr unvollkommen, die Standlinien waren klein,die Uhren schlecht, und der Beobachtungen nur wenige.

Cassini

nung an, daß die Ausdehnung der Luft nicht ^^ses,sondern Die genauere Messungen von de Luc,Tremvlep, Rvi und Schukburgh, waren damals schonbekannt, und da diese eine große Anzahl Beobachtungengemacht hatten, und zwar auf Höhen bis zu zcxx-Fuß,so war es etwas gewagt, auf 6 Beobachtungen eine neueRegel zu gründen, besonders da diese unter sehr ungün-stigen Umständen auf Höhen angestellt waren- die nochkeine iooo Fuß betrugen.